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Weitere Therapien: Psoriasis (Schuppenflechte)

Was sonst noch hilft

Bei akuter Schuppenflechte helfen Heilpflanzen, zur Vorbeugung gibt es Verhaltensregeln. Aber noch viele weitere Verfahren bereichern die Therapie: Hier finden Sie Informationen zur Ernährung und den Naturheilverfahren. Für alle schlimmen Fälle ist die schulmedizinische Therapie die Basis.

Ernährung

Basisch statt sauer

Eine Ernährung reich an weißem Mehl, Zucker und tierischem Eiweiß säuert den Stoffwechsel an. Es fehlen nämlich die lebensnotwendigen basischen Mineralien zur Neutralisation. So zumindest sehen es die Anhänger der Säure-Basen-Regulation. Eine saure Stoffwechsellage wiederum fördert Entzündungen, aggressiven Schweiß und verschlimmert die Schuppenflechte. Daher sollte man bei Psoriasis immer auf eine mineralienreiche Kost aus Vollkorn, Obst und Gemüse achten. Faustregel: Pflanzen- und Vollwertkost haben Vorfahrt!

Runter mit dem Übergewicht

Nach dem PSOLAR-Register, das die Daten von 12.000 Psoriasis-Patienten erfasst, waren nur 18,8 % der Psoriasis-Patienten normalgewichtig. Fast 50 % der Personen litt an extremer Fettsucht (Adipositas). Das Ansprechen auf eine Psoriasis-Therapie war deutlich besser, wenn die Personen dabei an Gewicht verloren. Das sollte die entscheidende Motivation sein, die eigene Ernährung zu überdenken und abzunehmen.

Und wie?

An sich wäre das nicht weiter schwer: Mehr pflanzliche Kost, weniger tierische Fette und weniger Zucker. Häufig sehr positiv wirkt sich eine cholesterinarme Nahrung aus, sowie Fette aus Fischen (Makrele, Lachs, Hering). Nur für die Umsetzung muss man sich motivieren, aber schließlich bessert es die Psoriasis-Symptomatik.

Heilfasten

Bei übergewichtigen Personen mit Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck kann Heilfasten eine Umstimmung bewirken. Nach Ende der Kur wird die Kost langsam wieder aufgebaut und auf Vollwertkost umgestellt.

Diäten

Zahlreiche Diäten gegen Psoriasis sind beschrieben, die in Einzelfällen drastische Verbesserungen im Hautbild ergaben. Unter klinischen Bedingungen getestet sind sie freilich nicht. Zudem dürfte es hier auch erhebliche individuelle Bedürfnisse geben. Man geht außerdem davon aus, dass die Ernährungsumstellung als „Reiz“ wirkt, der eine Umstimmung und Neuregulation des Stoffwechsels bewirkt.

Episodische Berichte liegen vor für: proteinarme-/reiche Kost, vegetarische Ernährung, glutenfreie Ernährung, fettarm oder fettreiche Diät, kaliumarm/- reiche Kost, Anti-Pilz-Diät, Säuren-Basen-Regulation, Mayr-Kur.

Vorsicht Diabetes

Bei Psoriasis und Übergewicht kann es zu ernsthaften Störungen des Stoffwechsels kommen. Das metabolische Syndrom ist eine Vorform von Diabetes Typ 2. Es tritt oft zusammen mit einer Gewichtszunahme auf. Kennzeichnend sind: zu hoher Nüchternblutzucker, gesteigerte Fettwerte, Bluthochdruck, Insulinresistenz. Die Nahrung sollte daher bei übergewichtigen Psoriasis-Patienten nicht zu viele Kohlenhydrate und Zucker enthalten. Vorteilhaft sind „komplexe Kohlenhydrate“, die nur langsam vom Stoffwechsel aufgeschlossen werden. Dabei beeinflusst häufig Rohkost und Vollwertkost den Krankheitsverlauf günstig (siehe Diabetes-Ernährung).

Das könnte kritisch sein

Was man nicht verträgt, muss man häufig erst selbst herausfinden. Häufig problematisch sind bei Psoriasis folgende Produkte:

  • Weizen, Milch (Laktoseintoleranz) und Zitrusfrüchte
  • bestimmte Gewürze (sehr individuell)
  • Genussmittel (Kaffee, Alkohol, Nikotin)
  • Ernährung mit viel tierischem Fett

„Medikamentös“ würzen

Gegen Entzündungen helfen eine ganze Reihe pflanzlicher Gewürze und Heilpflanzen, da sie die Aktivierung entzündlicher Stoffwechselwege dämpfen. Ob sie wirklich gegen Schuppenflechte punkten können, müssen Studien noch prüfen. Kortikosteroide jedenfalls wirken ganz ähnlich. Zu erwähnen wären:

Naturheilverfahren bei Psoriasis (Schuppenflechte)

Physikalische Therapie

Licht und Wasser: Klimatherapie, Hydrotherapie und Balneotherapie

Die Kombination von Salzwasser und UV-B-Licht hat eine enorme Wirkung bei Psoriasis Patienten. Einer Studie mit etwa 600 Personen zufolge, verbesserte sich das Hautbild im Durchschnitt um mehr als 90 %. So empfiehlt sich eine Klimatherapie und Balneotherapie in sonnenreichen Regionen mit Salzwasser oder mineralienreichem Wasser. Das Salzwasser lässt die Haut quellen und löst hornige Schuppen ab.

Angebote für Psoriasis-Patienten gibt es am Toten Meer, an der Nord- oder Ostsee und im Hochgebirge. Kuren mit Salz aus dem Toten Meer kann man auch zu Hause durchführen. Nur für Licht muss man noch sorgen, denn entscheidend ist, dass die Reize Wasser – Klima – Licht täglich einwirken.

Vorsicht Sonnenbrand

Zu viel Sonne kann einen Psoriasis-Schub auslösen, daher ist die Bestrahlung dem Hauttyp entsprechend zu dosieren. Schattenseite der Licht-Therapie ist vor allem die erhöhte UV-B-Gesamtlast, welche das Hautkrebsrisiko beeinflusst. Daher sollte ein Arzt die Dosis kontrollieren.

Abschreckend für Schuppen

Bei der Hydrotherapie wird der Körper regelmäßig mit Warm- und Kaltreizen konfrontiert. Teilbäder mit ansteigender Temperatur, kalte Waschungen, Güsse und Wickel oder wechselwarme Waschungen stimulieren den Stoffwechsel der psoriasisgeplagten Haut. Anschließend sollte gut gefettet werden.

Psychosoziale Therapie

Stress verschlimmert viele Hautkrankheiten, denn er beeinträchtigt das Immunsystem, auf der anderen Seite sind Personen mit Schuppenflechte stigmatisiert. Die Patienten profitieren dabei von verschiedensten Aspekten.

  • Die Bewältigung der Krankheit (Scham und Schuld) und ihren Folgen (Depression und Ängstlichkeit) bedarf besonderer Anstrengung. Gezielte Hilfe reduziert den sozialen Rückzug und nicht zuletzt die psychosozialen Folgekosten.
  • Gerade bei Jugendlichen mit Psoriasis sind Partnerfindung und Sexualität problematische Themen. Meist werden sie dem Arzt gegenüber auch gar nicht angesprochen. Hier wäre eine einfühlsame Intervention gefragt.
  • Suche der individuellen Auslöser: Jeder sollte wissen, was ihn „krank“ macht. Nur dann kann man schnell und sicher gegensteuern.
  • Eine Aufklärung über assoziierte Erkrankungen und mögliche Alternativtherapien zeigt klare Lösungswege auf. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit der Pflege eigenverantwortlich umzugehen, denn eine spezielle Psoriasis-Hautpflege will gelernt sein.
  • Steigerung der Motivation für die Therapie vermeidet Spätfolgen. Nur wenn der Patient genau geschult ist, wie er sich selbst helfen kann und wann er therapeutische Hilfe suchen muss, sind Psoriasis-Schübe bereits im Vorfeld zu mindern.
  • Unterstützung bei Entwicklung einer passenden Therapie: Nicht jedes Vorgehen passt für jeden Patienten. Unter der Vielzahl der Angebote muss jeder seinen Weg finden. Hilfe beim Nutzen von Angeboten des Gesundheitssystems (z. B. Beantragen von Kuren) überwindet auch Schwellenängste.
  • Der Patient soll erleben, dass er selbst positiv an seinem Wohlbefinden arbeiten kann, das verhindert Hilflosigkeit und stärkt die "Selbstwirksamkeit". Wer weiß, wie er sich helfen kann, fühlt sich außerdem selten hilflos.
  • Erfahrungsaustausch unter den Psoriasis-Patienten: Keiner kann besser beurteilen, wie das Leben mit Schuppenflechte ist, als die Betroffenen selbst. Ein Erfahrungsaustausch unterstützt bei der Entwicklung eigener Bewältigungsstrategien.

Je nach Situation empfiehlt man Psychotherapie oder Verhaltenstherapie, gegebenenfalls auch Traumatherapie oder Hypnose. Personen mit Psoriasis sagt man nach, dass sie ihre Aggressionen nicht ausdrücken können oder sogar zu autoaggressiven Reaktionen neigen. Auch diese Probleme sind behandelbar.

Entspannende Verfahren

Stress schädigt nicht nur Herz, Gefäße und Kreislauf, auch die Psoriasis-Haut leidet. Belastungen sollte man daher immer mit einem Antistresstraining begegnen. Heute gibt es vielseitige Angebote: Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Atemtherapie. Für Meditation in Kombination mit einer UV-Phototherapie zum Beispiel liegt eine Studie vor. Das Kombipaket beschleunigt tatsächlich das Abheilen um 30 %. Auch Yoga, Qigong und Körperorientierte Therapieverfahren bauen Stress ab.

„Alles was gut tut“

Genussfähigkeit ist eine Fähigkeit, die manche erst wieder entdecken müssen. Wie wäre es also mit Aromatherapie, Kosmetik, Shiatsu, Fußreflexzonenmassage oder Massage…?

Positive Selbstwahrnehmung ist bei Schuppenflechte wesentlich. Eine schöne Haut ist keine Voraussetzung für ein glückliches Leben. Manchmal braucht man eine Therapie, um das zu lernen.

Bewegungstherapie

Auch Sport sorgt für ein positives Körperbild und natürliche Entspannung. Außerdem unterstützt er die Gewichtsregulierung und bei Gelenkbeschwerden erhält er die Beweglichkeit. Wer sich im Freien im Sonnenlicht bewegt, schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Allerdings kann der Schweiß oder die mechanische Reizung der Psoriasis-Haut zu Verschlechterungen führen und bei den Betroffenen bestehen mitunter erhebliche Vorbehalte, eine öffentliche Umkleide zu nutzen – das sollten aber keine unüberwindlichen Hindernisse sein. Wer zum Beispiel immer mit denselben Menschen Sport betreibt, muss sich auch nur einmal erklären.

Mikrobiologische Therapie

Es ist richtig, dass entzündliche Herde oder eine entzündliche Darmerkrankung Psoriasis verstärken. Ob jedoch ein Zusammenhang von Psoriasis und der Darmbesiedlung besteht (wie etwa dem Pilz Candida albicans), ist nicht bestätigt. Eine Darmsymbioselenkung - zum Beispiel durch das Weglassen von Zucker in der Nahrung oder durch bestimmte Mikroorganismen - könnte positiv sein, es fehlen jedoch leider bestätigende Daten bei Psoriasis-Patienten.

Eigenbluttherapie

Zwar gibt es keine Studien dazu, aber erfahrungsgemäß kann Eigenbluttherapie die Symptome lindern. Das Blut wird aus der Vene entnommen und in den Gesäßmuskel gespritzt. Der Körper muss dann das Blut abbauen und dabei entscheidet er, welche Teile zum eigenen Körper gehören und welche wirklich „fremd“ sind. Möglicherweise lindert das auch die autoaggressive Entzündung bei Psoriasis.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie sucht Störfelder und Herde, um durch eine Sanierung die Gesundheit wiederherzustellen. Tatsache: Entzündete Mandeln, schlechte Zähne oder andere schwelende Entzündungen belasten den Körper schwer und verschlimmern auch Psoriasis. Ob die Methode der Neuraltherapie geeignet ist, dazu fehlen leider die Beweise. Bei 36 von 38 Patienten verbesserte jedenfalls die Entfernung der entzündeten Mandeln (Tonsillektomie) die Psoriasis-Symptome.

Elektrotherapie

Interferenzstrom (IFS) niederfrequent moduliert ist bei Handflächen-(palmarer)Psoriasis, die sonst therapieresistent ist,sehr wirksam. Kurze Stromanwendungen erfolgen zweimal am Tag über 6 Minuten für 3 Monate. Etwa bei 90 % der Patienten kommt es zu einer kompletten Zurückbildung oder mindestens zu einer deutlichen Besserung: Der Juckreiz nimmt ab, die Fingernägel werden schöner. Sogar Leihgeräte gibt es für die ambulante Anwendung. Die Methode kann auch bei anderen Lokalisationen angewendet werden (Info der Uni Mannheim).

Schulmedizin

Die Schulmedizin versucht bei leichten Psoriasis-Beschwerden die Hautsymptome mit einer äußerlichen Therapie zu bessern. Neben Cremes setzt man auch UV-Licht ein. Bei schweren Symptomen und Begleiterkrankungen erfolgt eine innere Therapie (systemische Therapie).

Bitte warten

Ziel der ursächlichen Therapie der Schuppenflechte ist eine Reduktion der Aktivierung weißer Blutzellen (T-Zellen) oder die Hemmung der entzündlichen Botenstoffe. Gleichzeitig ist es auch sinnvoll, die Teilung der Hornzellen (Keratinozyten) zu unterdrücken. Je weniger Hornzellen, umso weniger Schuppen. Meist zeigt sich ein Behandlungserfolg bei Psoriasis frühestens nach der zweiten Woche und lässt auch mal 4 bis 8 Wochen auf sich warten.

Eincremen

Je nach Symptomatik und Befund gibt es eine Reihe von Hautpflegerezepturen gegen Psoriasis:

  • Juckreiz: Polidocanol oder lokal mit Glukokortikoiden. Teerpräparate (sparsam) lindern den Juckreiz bei Psoriasis.
  • Juckreiz, Rötung, Hautbrennen: VitaminD3-Analoga: Calcipotriol, Tacalcitol; Tazaroten.
  • trockene Haut: harnstoffhaltige Cremes sorgen für Feuchtigkeit. Rückfettende Ölbäder, Vaseline und Paraffine können die Basistherapie bei Psoriasis ergänzen.
  • Schuppung: Hornablösung wird durch Salizylsäure gefördert. Dithranol hemmt die Zellteilung und Schuppenbildung. Als synthetisches Teerderivat führt es zu Verfärbungen auf Haut und Kleidung. Ganz ähnliche positive Effekte auf die Schuppenbildung haben VitaminD3-Analoga (s.o.) und Retinoide (Tazaroten).
  • Kopfhaut: Unguentum emulsificans aquosum und Zink-Pyrithion-haltige Shampoos wirken gegen Schuppen in den Haaren.
  • Entzündung: Glukokortikoide eignen sich auch vorbeugend bei Psoriasis. Sie müssen bei Therapieende aber langsam ausgeschlichen werden. Bei Entzündung an sensiblen Hautstellen wie dem Gesicht greift man zu Calcineurininhibitoren (Tacrolimus und Pimecrolimus).
  • Therapieresistenz: Teer. Wegen Sensibilisierungspotential und Krebsgefahr sollte es nicht über längere Zeiträume zur Anwendung kommen. Die Hautbereiche dürfen nicht zu groß oder empfindlich sein. Man kombiniert Teer bei Psoriasis häufig mit UV-B Licht.

Eine Reihe von Wirkstoffen wird in Kombinationen gegen Psoriasis eingesetzt.

Die meisten Wirkstoffe sind ihrerseits allerdings häufig hautreizend. Eine falsche Anwendung kann zu absterbendem Gewebe, Infektionen und Hautschäden führen.
Für Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder gelten besondere Regeln.

Lichttherapie

Eine unterstützende Phototherapie (UV-A und UV-B) ist heute fester Bestandteil einer Psoriasistherapie.

Man kombiniert mit dem UV-Licht meist Substanzen, welche die Haut empfindlicher für das Licht machen (wie 8-Methoxypsoralen und Teere). Verwendet wird dabei langwelliges UV-A-Licht ("Psoralen plus UVA", oder kurz PUVA). Dadurch erfolgt eine gezielte Schädigung von Immun- und Hautzellen, so dass Schuppung und Entzündung durch Psoriasis langsam abklingen können.

Da sich UV-Schäden in der Haut addieren, muss über die Behandlung genau Buch geführt werden. Auch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge ist im Zusammenhang mit der Psoriasisbehandlung wichtig.

Die Kombination von Phototherapie mit Salzwasser-Anwendung (Balneo-Phototherapie) ist bei Psoriasis 4-5 x wirksamer als reine UV-Therapie. Seit dem 01.10.10 wird die Balneo-Phototherapie in schweren Fällen auch von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen!

Bei empfindlicher Kinderhaut ist aber ein zurückhaltender Einsatz nötig. Besonders in den ersten drei Lebensjahren können bei Kindern häufiger Schäden gesetzt werden, die unter Umständen nach 10-30 Jahren zu Hautkrebs führen.

Behandlung von innen

Bei leichteren Beschwerden ist die äußerliche Psoriasis-Therapie ausreichend, bei schweren greift man zu auf den ganzen Körper wirkenden (systemischen) Medikamenten. Das klassische Psoriasistherapeutikum Methotrexat hemmt die Zellteilung und Ciclosporin A/Cyclophilin zielen auf die Immunantwort.

Leider haben die pharmazeutischen Präparate gegen Psoriasis viele unerwünschte Nebenwirkungen wie: Nieren-, Leberfunktionsstörungen, Blutdruckanstieg, Übelkeit Erbrechen, Durchfall, Lippen- und Augenentzündung, Hautreizungen mit hohem Krebsrisiko (Malignom).

Ein Wirkstoff viele Effekte

Wer auf eine Therapie mit Fumarsäureester mit einer Besserung der Entzündung und des Hautbildes anspricht, hat auch andere vorteilhafte Effekte, etwa bei den Gefäßerkrankungen. Gleichzeitig verbessert sich der Stoffwechsel.

Psoriasisarthritis

Für eine effektive Behandlung wäre eine möglichst frühe Erkennung notwendig. Zunächst wird mit NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) behandelt. Nur wenn die Behandlung nicht anschlägt oder bereits schwere Schäden am Gelenk vorliegen, greift man zu den stärkeren und teureren DMARD (Desease Modifying Antirheumatic Drugs), meist Leflunomid oder Methotrexat. Eine entzündungshemmende Therapie mit Methotrexat bessert bei Psoriasis nicht nur die rheumatoide Arthritis sondern auch das Risiko für Gefäß- und Herzkreislauferkrankungen.

Teure Blockade für die Entzündung

Für den Fall, dass die Therapie gegen Psoriasisarthritis versagt, stehen noch die sehr teuren Biologicals zur Verfügung, welche einen entzündlichen Botenstoff (TNFα oder Interleukin 12) oder deren Rezeptor blockieren. Meist sind das gentechnisch hergestellte Antikörper, die den Faktor binden und ausschalten. Die Therapie von Psoriasis mit diesen neuen Medikamenten ist teuer, und man hat noch wenig Erfahrung damit. So können auch hier Nebenwirkungen auftreten.

Auch diese Therapie bessert andere Begleiterkrankungen der Psoriasis-Patienten. Wenn begleitend das Gewicht reduziert wurde, war die Behandlung am effektvollsten.

Gelenk bestrahlen bremst Entzündungszellen

Ein neues Mittel gegen Psoriasis und Psoriasisarthritis könnte in schweren Fällen die Radiosynoviorthese sein. Es wird dabei eine radioaktive Substanz in das Gelenk injiziert. Die Strahlung hemmt die entzündlichen Zellen der Gelenkinnenhaut. Sie wird dabei vollständig umgebaut. Das Verfahren wird bereits ambulant angeboten.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Wegen der vielfältigen Beschwerden bei Schuppenflechte ist es wichtig, dass mehrere medizinische Disziplinen zusammenarbeiten. Dabei sollte unbedingt auch darauf geachtet werden, dass die verschriebenen Medikamente zusammen verträglich sind. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel bei Ciclosporin und Methotrexat geboten: Das Wechselwirkungsrisiko ist hier besonders groß. Die Ärzte müssen daher genau informiert werden, was der Psoriasis-Patient an Medikamenten einnimmt. Lithium, β-Blocker oder Antimalariamittel verschlechtern womöglich bei einer Patientengruppe das Hautbild. Hier ist es sinnvoll, über eine Alternative nachzudenken.

Insgesamt kann Psoriasis durch eine multimodale Therapie deutlich gebessert werden.