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Mindfulness Based Stress Reduction: Eine neue Antwort auf Burnout

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Durch Achtsamkeit Stress im Griff haben

Mindfulness Based Stress Reduction bedeutet übersetzt "Achtsamkeitsbasierte Stress-Reduktion". So kann verhindert werden, dass die eigenen Kraftquellen rücksichtslos ausgebeutet werden.

Von: Kirsten Hinrichsen

Wenn die eigenen Kraftquellen versiegen

Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR), zu Deutsch Achtsamkeitsbasierte Stress-Reduktion, ist ein Kürzel, das im Moment sicher vorwiegend denjenigen bekannt ist, die wegen eines erlittenen Burnout in einem Krankenhaus oder zur Kur waren.

Hierbei handelt es sich um eine Praxis, die Achtsamkeit in den Mittelpunkt stellt. Gehen wir einmal davon aus, dass Burnout, also ein Zusammenbruch aller Systeme des Körpers und der Seele, nur jemand bekommt, der sich zu lange gar nicht oder zu wenig um das eigene Befinden gekümmert hat. Jemand, der für eine Sache brennt und sich dabei selbst vergisst, jemand, die ihre eigenen Kraftquellen rücksichtslos ausbeutet, ohne einen Ausgleich zu schaffen.

Stress kommt nicht von außen, den machen wir uns selbst

Die meisten Menschen denken, dass Stress etwas ist, das von außen kommt. Erst durch die Achtsamkeitspraxis lernen sie, dass es die eigene Antwort auf äußere Reize ist, die den Krankheitswert schafft. In der Achtsamkeitspraxis lernen wir also, die Verantwortung für das eigene Verhalten wieder neu zu sehen und dann zu übernehmen. Also verantwortlich für das eigene Wohlbefinden zu sein, in dem einzigen Leben, das wir haben. Aber nochmal zurück zu MBSR: es handelt sich dabei um eine Praxis, die - wissenschaftlich erwiesen - alle Krankheiten positiv beeinflusst, Burnout verhindert, bzw. langfristig heilt.

Mit Hilfe der Achtsamkeit installieren wir eine übergeordnete Instanz in uns, die sich - im Idealfall - ständig dessen bewusst ist, was in uns vorgeht. In diesem Augenblick, JETZT. Nicht in der Vergangenheit oder der Zukunft. Was in uns vorgeht - also was geschieht in unserem Kopf, welche Gedanken haben wir, was fühlen wir in unserem Körper und wo, und welche Gefühle, welche Emotionen werden lebendig?

Das ist das Achtsamkeitsdreieck, in dem jede Komponente die andere beeinflusst oder hervorruft.

Gedanken – Körperempfindungen – Emotionen

Wir laufen meistens unbewusst durch das Leben, grübeln über die Vergangenheit oder machen uns Sorgen über die Zukunft. Dabei vergessen wir meist, dass beides nicht existiert - in diesem Moment. Achtsam sein heißt, die eigenen Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle, auch alle anderen Wahrnehmungen, freundlich, ohne Urteil in diesem Augenblick zu sehen, hören, fühlen, riechen und zu schmecken.

Zur Praxis: MBSR besteht aus 2 Komponenten: Meditation und Körperübungen, für MBSR Yoga. Yoga ist eine Bewegungsmeditation und Atemübung, die Sitz-Meditation, im MBSR meistens angeleitet, umfasst verschiedene Themenkreise. Und es gibt einen Sonderfall der Meditation: den Body-Scan, eine Körpermeditation, die im Liegen durchgeführt wird.

Meditation und Body Scan haben ihren Ursprung im Buddhismus, sind also schon ziemlich alt ...neu entdeckt und für die klinische Anwendung angepasst von Dr. Jon Kabat-Zinn. MBSR wird in einem 8 Wochen Programm gelehrt.

Dieses Programm ist umfassend, Seele, Körper, Kommunikation betreffend und ich werde darauf ausführlich in den nächsten Artikeln eingehen.

Im zweiten Teil geht es um Informelle Achtsamkeitspraxis, was nichts anderes heißt, als dass wir lernen, bei jeder noch so kleinen Tätigkeit wirklich Bewusstheit darüber zu entwickeln, was wir gerade tun oder wie wir es tun.

Die Autorin:
Kirsten Hinrichsen ist Heilpraktikerin und MBSR-Trainerin mit Praxis in Plön. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Achtsamkeits basierte Stressreduktion.