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Weitere Therapien: Reizblase und Blasenschwäche

Was sonst noch hilft

Bei Reizblase und Blasenschwäche können Heilfpflanzen helfen. Zusätzlich gibt es einige hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Blase aktiv trainieren können. Die Naturheilverfahren, die auf der aktuellen Seite aufgelistet sind, können Ihrem Problem Abhilfe verschaffen. Wenn der natürliche Weg nicht ausreicht, muss die Schulmedizin heran.

Naturheilverfahren bei Reizblase und Blasenschwäche

Ordnungstherapie und Verhaltenstherapie

Am besten gelingt die Umsetzung des Trainings, wenn Sie versuchen, Ihren Tagesablauf in eine feste Ordnung zu bringen.

Ordnungstipps bei Reizblase:

  • Stellen Sie sich schon am Morgen die Trinkmenge für den ganzen Tag bereit
  • Verhindern Sie, dass Ihre Nachtruhe gestört wird, indem Sie morgens viel und am Abend wenig trinken
  • Gehen Sie so spät wie möglich zur Toilette. Ermitteln Sie, in welchen Abständen Sie zur Toilette müssen. Stellen Sie sich dann einen Wecker auf eine feste Zeit ein. Üben Sie nur, wenn eine Toilette in der Nähe ist, so dass Sie nicht verkrampfen. Verlängern Sie dann nach und nach die Intervalle.
  • Versuchen Sie beim Wasserlassen die Blase so vollständig wie möglich zu entleeren und nehmen Sie sich Zeit dazu.
  • Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Physiotherapie

Beckenbodentraining für Männer und Frauen

Der Arzt wird Ihnen auch eventuell ein Beckenbodentraining empfehlen. Es gibt Übungen für Männer und Frauen. Ziel der Therapie ist es, die Muskeln zu stärken, den Harndrang besser zu kontrollieren und einen unwillkürlichen Harnabgang zu vermeiden.

Oftmals führt das Training zu einer Heilung, zumindest zu einer Besserung der Beschwerden.

Die Anleitung durch einen erfahrenen Physiotherapeuten ist zu empfehlen.

Vaginalkugeln und Konen für Frauen

Auch der Blasenmuskel kann direkt trainiert werden. Dazu setzt man Hilfsmittel (sog. Vaginalkugeln und Konen) ein. Es handelt sich hierbei um Gewichte, die in die Scheide eingeführt werden. Durch gezieltes Anspannen sollen sie am Herausfallen gehindert werden.

Elektrotherapie

Reizblase und Belastungsinkontinez können mit Elektrotherapie behandelt werden. Hier werden die Muskeln mit elektrischem Strom gereizt und zur Kontraktion gebracht. Das führt ebenfalls zu einer Stärkung der Muskulatur. Nebenbei werden auch die Reizempfindungen gelindert. Wenden Sie sich dazu an Ihren Arzt.

Biofeedbackmethoden für Frauen und Männer

Hier wird die bewusste Wahrnehmung der Muskulatur durch den Patienten trainiert, sodass die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur besser kontrolliert oder korrigiert werden kann.

Um die Muskelaktivität sichtbar zu machen, benötigt man einen Sensor. Er wird bei der Frau in der Vagina platziert, beim Mann im Anus. Durch einen Computer stellt man die Muskelarbeit dar und der Patient kann nach und nach lernen, wie es sich anfühlt, wenn die richtigen Muskeln aktiv sind und kann schließlich die Kontraktion bewusst herbeiführen.

Wasseranwendungen

Wenn Sie unter kalten Füßen leiden, sind anregende Wasseranwendungen wie Kneippverfahren geeignet. Achten Sie darauf, dass bei Kaltwasseranwendungen der Kreislauf vorher auf Trab kommt.

Entspannende Wärmeauflagen oder ein Saunabesuch werden von vielen als angenehm empfunden.

Psychotherapie

Manchmal ergibt das „Miktionstagebuch“, dass seelische Auslöser wie Konflikte oder Stress für die Störungen in Frage kommen. Ein Psychotherapeut kann hier bei der Analyse und Bereinigung der Situation helfen. Therapeuten und ihre Methoden sind sehr verschieden. Wählen Sie einen Arzt bei dem Sie sich wohlfühlen, denn viel wichtiger als die Methode ist eine positive Beziehung zum Therapeuten.

Entspannungstechniken

Liegen psychische Auslöser vor oder mit vor, so sind auch verschiedene Entspannungstechniken sinnvoll. Angeboten werden sehr viele Methoden (wie Autogenes Training nach I.H. Schulz oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Meditation). Wichtig ist auch hier, dass Sie „Ihre“ Methode finden und diese auch regelmäßig anwenden.

Akupunktur

In manchen Fällen hilft bei einer Reizblase auch Akupunktur.

Schulmedizin

Neben technischen Hilfsmitteln gibt es verschiedene Medikamente. Operiert wird nur in Ausnahmefällen. Konventionelle Medikamente helfen bei der Reizblase in der Regel nicht oder kaum besser als naturheilkundliche, haben aber meist erheblich mehr Nebenwirkungen und sind teurer. Ausnahme sind Antibiotika, die eingesetzt werden müssen, falls eine Infektion nachgewiesen ist.

Technische Hilfsmittel

Man setzt Pessare für Frauen mit überdehntem und schlaffem Beckenboden ein, bei dem es zu einer Absenkung der Gebärmutter kommt („Deszensus uteri“), ein. Sie sind in Ring- oder Würfelform verfügbar und werden von der Betroffenen selbst in die Vagina eingeführt, um die Harnröhre kurzzeitig bei körperlicher Belastung mit Muskelkraft verschließen zu können. Wenn es sich nicht um Wegwerfprodukte handelt, müssen sie natürlich regelmäßig gereinigt werden.

Weibliche Hormone

Bei Frauen kann der Hormonmangel in den Wechseljahren Schmerzen und Schwächung bzw. Senkung im Beckenbodenbereich auslösen. Diese Beschwerden sind mit einer Hormonbehandlung zu verbessern. Entweder verabreicht man die Hormone oral, in Cremezubereitungen in die Scheide oder als Scheidenzäpfchen.

Medikamente

Neuerdings gibt es auch Medikamente zur Behandlung der Reizblase.

Sie sollen entspannend auf die Muskulatur wirken, welche die Entleerung der Harnblase bewirkt. Zu den Medikamenten mit dem größten Behandlungserfolg gehören die so genannten Anticholinergika und Spasmolytika. Sie wirken auf die Übererregbarkeit des Blasenmuskels dämpfend.

In manchen Fällen wird auch das Antidepressivum Imipramin verschrieben, das zu der Gruppe der Psychopharmaka gehört.

Operation

Sollten die verschiedenen Trainingsmethoden keinen Erfolg zeigen, kann bei bestimmten Formen als letzte Option eine Operation durchgeführt werden. Hierbei wird je nach Ursache die Blasenlage korrigiert, die Harnröhre mittels eines Gummibands gestärkt oder die Prostata entfernt.