Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Reizdarm

© stock.xchng

Reizdarm: Nur die Ruhe

Beim Reizdarmsyndrom können keine organischen Ursachen gefunden werden. Naturheilverfahren können bei leichten Beschwerden die alleinige Therapie sein, sie werden aber auch unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung eingesetzt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Gereizter Mensch – gereizter Darm?

Wenn die Psyche gestresst ist, wirkt sich das auch auf den restlichen Körper aus. Ein Reizdarm zeigt, wie wichtig die Harmonie von Körper und Geist für den Menschen ist. Die Beschwerden sind vielfältig, reichen von Verstopfung bis hin zum Durchfall. Hinzu kommen Bauchkrämpfe, Völlegefühl und Blähungen. Betroffene sind durch diese Symptome in ihrem Alltag zum Teil stark eingeschränkt. Verständlich: Die Angst, dass keine Toilette in Reichweite sein könnte, wenn man sie dringend benötigt oder die Sorge darum, dass niemand im Umfeld etwas von den unangenehmen Blähungen mitbekommen soll, ist permanent in den Köpfen von Reizdarmpatienten vorhanden. Mit einigen kleinen Veränderungen, wie zum Beispiel einer Ernährungsumstellung und einem guten Ausgleich von Entspannung und Bewegung kann man den Darm beruhigen. Das Wichtigste hierbei ist: Sind Sie entspannt, entspannt auch Ihr Darm! Zusätzlich finden Sie auf unseren Seiten Heilpflanzen, die die Beschwerden lindern können.

Behandlung bei Reizdarm: Naturheilkunde und Hausmittel

Eine medizinische Behandlung ist derzeit nur eingeschränkt und symptomorientiert verfügbar. Im Wesentlichen setzt man auf Aufklärung des Patienten. Eine Besserung der Beschwerden erfolgt bei 30-50 % der Fälle mit einem Plazebo-Medikament.

Naturheilverfahren können bei leichten Beschwerden die alleinige Therapie sein, sie werden aber auch unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung eingesetzt.

Heilpflanzen

Pfefferminzöl in der magensäurenfesten Form, welche im Dünndarm freigesetzt wird, wirkt entspannend. Wenn das nicht hilft, kann man es mit Kamille versuchen. Auch Lavendelöl, Koriander, Melisse und Kalmus haben einen beruhigenden Einfluss. Die genannten Pflanzen sind in Teezubereitungen und Fertigpräparaten erhältlich.

Weitere Heilpflanzen bei Reizdarm mit Verstopfung

Bei sehr hartem Stuhlgang sollte eine ballaststoffreiche Kost verzehrt werden. Schleimstoffe wie Lein-, Flohsamen, Indische Flohsamen und Weizenkleie fördern die Darmpassage bei Verstopfung, nehmen viel Wasser auf und reduzieren auch Durchfälle. Stopfend wirken auch Nahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Hafergerichte und Bananen.

Gegen blähende Beschwerden helfen Kümmel-, Fenchel-, Anispräparate oder Tees.

Reizdarm: Folge einer zu schwachen Darmbarriere?

Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass Reizdarm auch mit einer geringfügigen Entzündungsaktivität verbunden ist, zumindest bei einem Teil der Betroffenen. Folge davon ist, dass der Darm seine abschließende Funktion einbüßt. Myrrhe oder die Kombination Myrrhe, Kamille, Kaffeekohle bewirkten im Versuch mit kultivierten Zellen eine Verbesserung der Dichtigkeit, so neuere Ergebnisse von der Charité Berlin (Prof. Dr. Schulzke, unveröffentlichte Ergebnisse). Klinische Studien mit Reizdarmpatienten wären daher wünschenswert. 

Probiotika als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel

Empfehlenswert sind auch Präparate zur Unterstützung der Darmflora, die lebende Bakterien wie E. coli-, Streptokokken- und Lactobacillus acidophilus- oder Bifidobacterium bifidum-Bakterien enthalten. Diese Produkte werden unter der Bezeichnung Probiotika vertrieben. Bei probiotischen Arzneimitteln ist die Wirksamkeit durch klinische Studien nachgewiesen, was für Nahrungsergänzungsmittel vom Gesetzgeber nicht gefordert ist.

Was Sie selbst tun können

Patienten mit Reizdarm sollten noch mehr als andere die Ansteckung mit Darmkeimen durch Hygienemaßnahmen vermeiden.

Weitere Therapien

Weitere Möglichkeiten, die Beschwerden des Reizdarms zu lindern, finden Sie auf der nächsten Seite!