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Symptome und Diagnose bei Reizdarm

Wie äußert sich ein Reizdarm?

Symptome

Patienten beschreiben folgende Beschwerden: Krämpfe im Bauch, Völlegefühl, geblähter Bauch sowie Druckschmerz. Dabei sind die Schmerzen meist im linken Unterbauch lokalisiert. Die Symptome verschwinden oft nach dem Stuhlgang oder sie treten vermehrt nach dem Essen auf, vor allem wenn zu viel Nahrung auf einmal aufgenommen wurde. Dann kann es sein, dass die Verdauungsenzyme nicht ausreichen und es entsteht eine Fäulnis- oder Gärungsdyspepsie, die zu Blähungen führen kann. Mitunter entsteht das Gefühl, dass der Darm nicht richtig entleert werden kann. Stress kann auch "emotionellen" Durchfall auslösen sowie Verstopfung, die von Krämpfen begleitet ist. Manche Patienten klagen über morgendliche Durchfälle, wobei der erste Stuhl fest, der zweite breiig und der dritte flüssig ist. Daneben können Sodbrennen, Aufstoßen und Darmgeräusche auftreten.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Bei der Diagnose wird sorgfältig abgeklärt, ob es sich um ein organisch bedingtes Leiden handelt. Dies umfasst eine gründliche Erhebung der Krankenvorgeschichte (Anamnese) und eine Untersuchung der Organe des Bauchraums durch Abtasten sowie Ultraschall (Sonographie). Neben dem Darmtrakt kontrolliert man auch die Harnblase, die Nieren, die Eierstöcke und je nach Beschwerden, auch das Herz. Eine Analyse des Bluts und des Stuhlgangs sowie Funktionstests der Organe liefern ebenfalls wichtige Informationen. Ähnlich wie bei Blähungen sind auch hier Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Fructose-, Laktose-, Sorbitintoleranz u. a. auszuschließen.

Eventuell schließt sich eine Untersuchung des Rektums sowie eine Koloskopie an. Hierbei wird endoskopisch durch den Analkanal der Dickdarm und das Ende des Dünndarms untersucht. Der Darm kann auch durch eine Kontrastmitteldarstellung auf einem Röntgenbild dargestellt werden.

Ist eine organische Erkrankung, eine Lebensmittelunverträglichkeit oder chronische Entzündung etc. auszuschließen, wird der Arzt die Diagnose Reizdarm stellen. „Reizdarm” ist also eine „Ausschlussdiagnose“, die erst gestellt werden darf, wenn andere Ursachen sicher nicht vorliegen. Auf Alarmsymptome wie Erbrechen, Blut im Stuhl, anhaltende, insbesondere nächtliche Schmerzen, Gelenkbeschwerden, Blutarmut und Gewichtsabnahme muss geachtet werden. Eventuellen Hinweisen auf Leber-, Gallen-, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen geht man ebenfalls nach.