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Weitere Therapien: Reizdarm

Was sonst noch hilft

Bei akutem Reizdarm gibt es Heilpflanzen, die die Beschwerden lindern können. Da der Reizdarm gewöhnlich durch psychische Faktoren hervorgerufen wird, ist es in erster Linie notwendig, im Alltag für Entspannung zu sorgen. Um die Darmtätigkeit in Gang zu halten, sollte man allerdings auch auf genügend Bewegung achten. Zudem kann eine Umstellung der Essgewohnheiten für eine "Entreizung" des Darms sorgen. Falls unsere empfohlenen Heilpflanzen und Naturheilverfahren nicht mehr helfen, kann die Schulmedizin bei akuten Zuständen für Abhilfe sorgen.

Ernährung

Beschrieben wird auch eine Erleichterung durch eine Umstellung der Ernährung. Eine Ernährungsberatung kann hier sinnvoll sein.

Allgemein empfohlen wird, nur kleinere Portionen zu essen. Meiden Sie fette und blähende Speisen sowie sehr kalte oder sehr heiße Getränke. Auch kohlensäurehaltige Getränke und Obst verursachen oft Beschwerden. Nahrungsmittel, die Sie individuell nicht vertagen, sollten ebenfalls weggelassen werden. Reizende Gewohnheiten wie Rauchen sollten möglichst aufgegeben werden und Alkohol nur maßvoll konsumiert werden. Tolerierbar ist maximal ein Achtel Wein zum Essen.

Falls größere Mengen Nahrung auf einmal aufgenommen wurden, können Verdauungsenzyme die Beschwerden lindern. Sie werden aus Verdauungsenzymen aus tierischem Bauchspeicheldrüsengewebe und Enzymen der Ananas (Bromelain) hergestellt.

Achten Sie in jedem Fall auf eine ruhige Atmosphäre beim Essen und halten Sie Hektik fern.

Naturheilverfahren bei Reizdarm

Entspannung

Man empfiehlt den Patienten das Training von Entspannungsmethoden, um die Verschlimmerung bei Stress, Nervosität und Angst unter Kontrolle zu bekommen. Patienten mit schweren psychischen Problemen sollten eine Psychotherapie in Betracht ziehen. Ausdauersport und viel Bewegung wirken nicht nur psychisch ausgleichend, sondern auch massierend auf den Darm.

Bei schweren Krämpfen kann eine Wärmflasche und Bettruhe helfen. Auch sollte man sich ebenfalls Zeit für Entspannung nehmen.

Physikalische Therapien

Kräftigende Maßnahmen aller Art sind sinnvoll, solange die Reize nicht zu stark sind und Entspannungsphasen eingehalten werden. Sauna, Bewegung in freier Natur (Terrainkur), Wasseranwendungen (Balneo-/Hydrotherapie), Luftbäder und Sonne sind in Maßen sinnvoll. Verschiedene Fastenkliniken oder Kneippkliniken bieten Kuren speziell für Reizdarmpatienten an.

Schulmedizin

Bewährt haben sich Macrogol, ein Quellmittel welches wie Flohsamen wirkt (siehe Heilpflanzen).

Andere Medikamente werden – wenn überhaupt – nur kurzfristig eingesetzt: Bei starken Krämpfen gibt man die Wirkstoffe Mebeverinhydrochlorid, Butylscopolaminiumbromid oder Demelverin zur Entspannung der glatten Muskulatur. Eingesetzt werden auch Amitriptylin in niedriger Dosierung (10-20 mg), Sulpirid und Trimipramin, welche antidepressiv wirken. Cisaprid soll gegebenenfalls die Darmbewegung anregen. Es empfiehlt sich nur bei Verstopfung. Ebenso kann ein Einlauf den Stuhlgang fördern. Bei schweren Durchfällen kann man schwache Opiate einsetzen (Imodium).