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Symptome und Diagnose bei Rheuma

Wenn die Gelenke schmerzen

Rheumatoide Arthritis äußert sich mit Schmerzen überwiegend in den kleinen Gelenken (wie Grund- und Mittelgelenke der Hände und Füße). Daneben können die Ellenbogen, Knie oder Sprunggelenke und die obere Halswirbelsäule betroffen sein. Typisch für Rheuma ist, dass es symmetrisch ist, das heißt es tritt auf beiden Körperseiten gleichermaßen auf. Die Krankheit verläuft schubweise und verschlechtert sich durch Inaktivität. Mit der Zeit verändern sich die Gelenke meist dauerhaft und es kommt zu starken Schmerzen.

Symptome

Meist kommt es am Anfang zu einer Morgensteifigkeit der Gelenke. Nachmittags können Müdigkeit und ein Krankheitsgefühl auftreten, in einigen Fällen auch Appetitlosigkeit, allgemeine Schwäche und Fieber.

  • Schwellung, Rötung, Überwärmung an mehr als drei Gelenken, meist der Hand oder des Fußes > 6 Wochen
  • Einschränkung der Beweglichkeit
  • Symmetrische Beschwerden > 6 Wochen
  • Arthritis mit Gelenkerguss > 6 Wochen (Ansammlung von Flüssigkeit oder Blut im Gelenkinneren)
  • Nacht- oder Ruheschmerzen
  • Morgensteifigkeit für länger als 1 h, Steifheit nach Inaktivität über mehr als 6 Wochen
  • Knoten in der Haut (Rheumaknoten)
  • Typische Veränderungen der Gelenke im Röntgenbild (Osteoporose und/oder Erosionen)

Man spricht erst von rheumatoider Arthritis, wenn mehrere dieser Diagnosekriterien erfüllt sind.

Wann zum Arzt

Bei dauerhaften Gelenkschmerzen sollte man immer einen Fachmann aufsuchen. Rheuma ist eine schwere entzündliche Erkrankung, die meist nicht von selbst wieder abklingt. Schon wegen der Schmerzen muss die Krankheit behandelt werden. Da Rheuma Gelenkschäden verursacht, muss die Behandlung schnell und konsequent einsetzen.

Übrigens: Es muss nicht immer Rheuma sein. Auch andere Erkrankungen des Bewegungsapparates, Überlastung und Abnutzung äußern sich mit Gelenkeschmerzen. Daneben gibt es Sonderformen der Depression, die Gelenkschmerzen vortäuschen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Die Diagnose wird mittels Untersuchung der Entzündungsparameter im Blut und röntgenologischer Untersuchung der Gelenke erstellt. Etwa ein Drittel der Patienten entwickelt Knoten in verschiedenen Geweben (so genannte Rheumaknoten).

Das Röntgenbild zeigt eine Auflösung der Knochen nahe den Gelenken und eine Reduktion des Gelenkspalts. Das ist ein Zeichen dafür, dass der Knorpel abgebaut wird. Dadurch liegen die Nerven im Knochen blank und es melden sich erhebliche Schmerzen.

Mit einer Punktion des Gelenks kann man etwas Gelenkflüssigkeit zu Diagnosezwecken entnehmen. Ist sie dünnflüssig, trüb und gelb und enthält darüber hinaus Zellen des Immunsystems, deutet dies auf Rheuma hin.

Bei Rheuma ändern sich bestimmte Blutparameter:

  • Entzündungswerte erhöht (BSG; CRP, Thrombozytenzahl, γ–Globulinspiegel)
  • Rheumafaktoren positiv (Antikörper gegen ein körpereigenes Protein, ein γ–Globulin)
  • Anti-CCP-Antikörper (Antikörper gegen ein Bruchstück (citrulliniertes Peptid) von körpereigenen Bestandteilen)
  • Anämie

Sicher sind die Blutindikatoren jedoch nicht. Der Rheumafaktor ist nur bei etwa 80 % der Patienten vorhanden. Außerdem können die Entzündungswerte auch auf andere Krankheiten (Bindegewebserkrankungen, Hepatitis…) hinweisen. Rheumafaktoren findet man auch gelegentlich im Blut von gesunden Personen, insbesondere von älteren Menschen. So ist die Diagnose von Rheuma nicht immer ganz einfach.