Ihr Portal für Gesundheit,
Naturheilkunde und Heilpflanzen

natürlich gesund

Weitere Therapien: Rheuma

Wege zum schmerzfreien Bewegen

Mit gewissen Verhaltensgrundlagen und einigen pflanzlichen Wirkstoffen kann man Rheumaleiden vermindern. Hilfreich sind ebenfalls unsere folgenden Vorschläge zur Ernährung. Daneben können Sie die Umstimmung mit Naturheilverfahren unterstützen. Die Schulmedizin ist bei allen schweren Fällen die solide Basis der Therapie.

Ernährung

Die alternative Medizin setzt auf eine basenreiche Kost mit viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch und Fett. Fettarme Milchprodukte sind in moderaten Mengen erlaubt. Öle und Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren haben eine antientzündliche Wirkung und tragen zu einer Umstimmung bei.

Knackpunkt Fett: Verstehen Sie das Prinzip

Fette Nahrungsmittel bedienen mit ihren Bausteinen den entzündlichen und den antientzündlichen Stoffwechsel. Beide Wege brauchen wir natürlich, aber das Nahrungsangebot befriedigt nicht immer die Bedürfnisse. So fehlen in moderner Nahrung häufig die „guten“ Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Pflanzenölen (Lein, Hanf, Raps). Im Gegensatz dazu essen wir zu viel „schlechte“ also entzündliche Arachidonsäure über Eigelb, Schweinefett und Fleisch. Auch bei den pflanzlichen Ölen greifen wir häufiger zu den „schlechten“ Omega-6-reichen Sorten (Distelöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl).

Also:

  • Häufiger mit Omega-3 reichen Ölen kochen. Sie sind hitzeempfindlich und eignen sich besser für Frischkostsalate.
  • Weniger an der Fleischtheke kaufen.
  • Mehr Fisch auf den Tisch.

Entzündungsschäden und Ernährung

Mit Entzündungen rückt der Körper im Normalfall Krankheitserregern auf die Pelle. Dabei geht er entsprechend rabiat vor und schädigt manchmal sich selbst. In der Regel heilt der Defekt schnell wieder aus. Nur bei chronischen Entzündungen summieren sich die Schäden über einen langen Zeitraum. Antioxidantien aus Pflanzenkost fangen oxidative Schäden auf. Daneben sind pflanzliche Mineralien wichtig um den „sauren“ Entzündungsstoffwechsel zu neutralisieren. Der Körper hat bei allen Entzündungen einen höheren Bedarf an vitamin-, mineralien- und antioxidantienreicher Pflanzenkost (Obst, Gemüse, Vollkorn).

Lebensmittel-Intoleranzen

Der Anstoß kam ursprünglich aus den Reihen der Betroffenen, die auf gewisse Nahrungsmittel hin eine Besserung oder Verschlechterung der Erkrankungen berichteten. Allgemein akzeptiert hat die Schulmedizin die Tatsache, dass entzündliche Darmerkrankungen Rheuma im Schlepptau haben. Spezielle Unverträglichkeiten sind höchst individuell. Das muss jeder selbst herausfinden. Generell lassen sich einzelne verdächtige Lebensmittelgruppen ansprechen:

  • fette Fleisch- und Wurstwaren (Schweinefett!)
  • fette Milchprodukte
  • raffinierte Industrieprodukte ohne Mineralien und Vitamine wie weißes Mehl und Zucker
  • Genussmittel Nikotin, Kaffee, Schwarzer Tee, Alkohol

Zur Besserung trägt folgende Ernährung bei: Viel Obst und Gemüse, Rohkost

  • Vollkornprodukte
  • Maßvolle Ernährung/Fasten

Wie geht man die Sache an?

Aus den vielen Nahrungsmitteln genau das negative herauszupicken, ist nicht ganz einfach. Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie systematisch vor. Legen Sie ein Ernährungstagebuch an und verzeichnen sie alle Speisen und die Symptomveränderung. Noch klarer werden die Effekte, wenn sie die jeweiligen Lebensmittel mindestens drei Tage lang konsumieren. Nach und nach bekommen Sie ein komplettes Bild davon, was Sie vertragen. Ob die Bioresonanz bei der Suche helfen kann, ist Glaubenssache. Die Schulmedizin jedenfalls streitet das ab.

Heimtückisches Bauchfett

Übergewicht hat nicht nur schmerzliche und zerstörerische Folgen für die Gelenke, es versteckt eine weitere fatale Eigenschaft: Fettzellen – vor allem die im Bauchbereich – fallen durch ihren entzündlichen Stoffwechsel auf. Deswegen hat eine langsame und kontrollierte Gewichtsabnahme Priorität. Die alternative Medizin empfiehlt bei einem Rheumaschub häufig auch eine Fastenkur oder Rohkostdiät. Schon nach wenigen Tagen Fasten fallen die gefährlichen Eicosanoide in den Blutfetten. Diese Kuren sollten aber wegen möglicher Risiken besonders beim ersten Mal ärztlich begleitet werden.

Abnehmen: Dauerhafter Erfolg

Einseitige Diäten mögen schnell funktionieren, sind aber für viele Menschen der falsche Weg, um das Gewicht dauerhaft zu reduzieren. Anhaltende Gewichtskontrolle ist am besten mit einer nachhaltigen Therapie möglich.

  • Dabei kontrolliert man bei einer gesundheitsbewussten Vollwertkost die Kalorien. Alle einseitigen Regeln lösen früher oder später einen Jo-Jo-Effekt aus.
  • Die dauerhafte maßvolle Ernährungs- und Lebensweise muss fest im Alltag verankert sein. Gesunde Gewohnheiten laufen dann automatisch im Hintergrund ab.
  • Auch für einen kontrollierten Genuss ist Platz nach dem Motto: Wer sich unter Kontrolle hat, darf auch zwischendurch sündigen.
  • Daneben muss „Genuss“ nicht immer über das Essen stattfinden. Es gibt viel mehr Genüsse als Essen. Wer seine Genusspallette erweitert hat am Ende das reichere Leben.

Naturheilverfahren bei Rheuma

Physikalische Therapie mit physikalischen Faktoren wie Wärme und Kälte

Die Therapie richtet sich nach dem Zustand des Patienten, je nachdem, ob ein akuter Schub oder subakute Aktivität vorliegen. Daneben gibt es individuelle Vorlieben.

Wärme gegen Schmerzen

Allgemein bei Schmerzen wird Wärme in der chronischen Phase als wohltuend empfunden. Sie entkrampft die Muskeln, bessert die Gewebsversorgung und sorgt für Dehnbarkeit außerhalb eines akuten Schubs. Bei chronischer Gelenksentzündung und Fibromyalgie kann sie eine gute Ergänzung des Therapieprogramms sein. Das Spektrum ist vielseitig und reicht von warmen Sandbäder, Infrarotlicht über Sauna bis Dampfstrahlbehandlungen. Verstärkt wird die Wirkung von Wärme jeweils durch Wasser und Wirkstoffe:

  • Warme Vollbäder mit Moorextrakten, Schwefel- oder Radonbäder
  • feuchtwarme Auflagen mit Heilerden (Heilschlamm, Torf, Fango, Schlick)
  • Umschläge mit Pflanzenextrakten

Achtung: Wärme ist nicht für alle Patienten geeignet. Wärme darf nicht angewendet werden bei Gefäßentzündungen, Durchblutungsstörungen, Ödemen, Blutungen sowie Blutungsneigung! Besprechen Sie die Maßnahme mit Ihrem Therapeuten.

Kälte gegen die Entzündung

Wenn auf den Körper Kälte einwirkt, werden die Adern verengt und der Stoffwechsel gedrosselt. Daneben leiten die Nerven den Schmerz schlechter. Meist sind es kühlende Auflagen mit 0-15 °C, empfehlenswert auch kalte Waschungen und Güsse (Hydrotherapie). Daneben kann man Arme oder Beine in Tauchbäder mit Eiswürfeln kühlen. Die Steigerung der Kälteanwendung ist die Kryotherapie, bei der Minustemperaturen eingesetzt werden. In einer Ganzkörper-Kältekammer hält man sich bei -110 °C in Badekleidung für etwa 3 Minuten auf. In den nächsten Stunden fallen dann die Schmerzen und den Rheumapatienten fällt das Bewegen leichter. Nachteil ist der hohe Aufwand der Methode.

Bewegungstherapie, Krankengymnastik, Ergotherapie, Massage

Bleiben Sie in Bewegung. Schonhaltungen oder Schonung sind nur während eines akuten Schubs sinnvoll. Bewegung und regelmäßiges Funktionstraining stärken Muskeln und Knochen und erhalten die Bewegungsfähigkeit des Gelenks. Das Bewegungsprogramm muss ärztlich verordnet werden, bei der Ausführung hilft der Physiotherapeut. Aber rechnen Sie mit häuslichen Übungsaufgaben.

Fitnessprogramm bei Rheuma:

  • Alle Verfahren müssen auf die Fähigkeiten und Einschränkungen des Patienten abgestimmt werden. Gerade auch auf Schmerzen muss der Therapeut Rücksicht nehmen.
  • Manuelle Therapieverfahren sorgen dafür, dass die Gelenke beweglich bleiben.
  • Eine Physiotherapie kümmert sich um die Kräftigung und Lockerung der Muskulatur sowie schmerzbedingte Haltungsschäden. Sie kann auch dafür sorgen, dass man nach einem Schub wieder fit wird. Dann trainiert man auch die Ausdauer und Koordination.
  • Unterwassergymnastik ist besonders gelenkschonend. Wasser macht schwerelos – das Gelenk bewegt sich ohne Last.
  • Sport ist auch bei Rheuma gut. Er kann die Physiotherapie ergänzen, darf aber nicht überfordern. Geeignet sind zum Beispiel: Walken, Wandern, Schwimmen, Radfahren (Ebene), Skiwandern, oder Tanzen.

Massage

Wenn Rheuma die Gelenke schädigt, leidet das gesamte Skelett durch die Fehlhaltung. Neben Krankengymnastik helfen Massagen bei Krampfzuständen der Muskeln. Massageöle (Johanniskrautöl, Campher, Eukalyptus) ergänzen den Effekt. Daneben optimiert eine sanfte Gelenkmassage den regenerierenden Stoffwechsel. Massage (Rolfing) löst Bindegewebsverklebungen und erweitert den Bewegungsradius. Nur bei akuten Beschwerden ist eine Massage nicht angebracht.

Schmerzbewältigung im Blickpunkt

Besonders wichtig ist eine Therapie, die auf die Bewältigung des Schmerzes ausgerichtet ist. Wenn der Patient bemerkt, dass er selbst etwas unternehmen und den Schmerz ein Stück weit zurückdrängen kann, bessert sich auch die psychische Befindlichkeit. Daneben hängt die psychische Situation auch mit dem Schmerzempfinden zusammen: Angst und Depression verstärken Schmerzen.

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Angebote, die man je nach Einschränkungen nutzen kann. Wichtig ist, dass Sie die Methode mögen und Sie Ihren Möglichkeiten entsprechen. Entspannung findet auf vielen Ebenen statt:

Der Blick auf die Psyche zahlt sich auch bei der Stressreduktion aus, denn Stress gilt als gefährlicher Auslöser. Bedenken muss man auch, dass Menschen, die einen Alltag mit Schmerz und Einschränkungen erleben, vermehrt Stress ausgesetzt sind. Schnell kommt dann auch eine Depression dazu. Da muss die eine oder andere psychologische Intervention erwogen werden (Psychotherapie, Verhaltenstherapie).

Elektrischer Strom im Gelenk

Strom hat auf das Gewebe viele Effekte, die man nutzen kann. Er erleichtert das Eindringen bestimmter Medikamente in die Haut. Daneben fördert er die Gewebeversorgung in der Tiefe des Gelenks. Andere Anwendungen lindern gezielt die Schmerzen (TENS). Elektrotherapie bietet bei Rheuma vielseitige Anwendungen.

Licht fürs Immunsystem

Viele verschiedene Befunde lassen ahnen, dass Licht und das dadurch produzierte Vitamin D im Körper eine immunmodulierende Wirkung haben. Bei Multipler Sklerose wird dieser Weg gerade verfolgt. Auch bei Rheuma soll man sich möglichst täglich in der Sonne bewegen.

Herdsanierung: nur keine Entzündung übersehen

Die alternative Medizin macht für entzündliche Erkrankungen u. a. Herde und Störfelder verantwortlich. Sie finden sich häufig unerkannt in den Zähnen, den Mandeln oder dem Darm. Im Prinzip kann jeder chronische Herd im Körper die Gelenke belasten, denn hier lagern sich die entzündlichen Stoffe ab. Rheuma ist ein Grund für eine Generalinspektion nach verdeckten Entzündungen.

Mikrobiologische Therapie: Rheuma kommt manchmal aus dem Darm

Ganz besondere Bedeutung hat hier in der alternativen Medizin auch der Darm. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten führen häufig zu Gelenkbeschwerden. Es kann daher eine Darmsymbioselenkung mit verschiedenen probiotischen Bakterien (Escherichia coli, Saccharomyces boulardii oder Saccharomyces cerevisiae, Lactobacillus acidophilus, Bifidobacterium bifidum) im Rahmen einer Darmsanierung erwogen werden. Achten sie auf probiotische Ballaststoffe sowie „lebendige“ weil fermentierte Lebensmittel.

Misteltherapie: Kontrolle reizen

Die Misteltherapie spritzt die Extrakte der Pflanze über dem schmerzenden Gelenk in die Haut. Mistel reizt den Körper mitunter sogar zu Fieber, es kommt aber häufig zu einer deutlichen Schmerzlinderung. Das hat auch die Kommission E voll anerkannt.

Ausleitende Verfahren: das Gift muss raus

Ganz ähnlich – vielleicht etwas heftiger – verfahren die Ausleitenden Verfahren. Ihrer Theorie nach sollen die „schlechten Säfte und Giftstoffe“ der Entzündung durch eine Wunde aus dem Körper befördert werden. Dazu reizt man die Haut über dem Gelenk mit Cantharidenpflastern oder Baunscheidtieren. Auch das Schröpfverfahren mit Unterdruck gehört hier her. Es liegen viele Erfahrungen vor, dass ein gezielter Schmerz oder entzündlicher Reiz eine Neuregulation des Körpers anregt. Klinisch getestet sind die speziellen Verfahren jedoch nicht.

Akupunktur

Akupunktur kann bei verschiedenen Muskel-Skelett-Schmerzen helfen, das ist in der Zwischenzeit gut belegt und anerkannt. Wie es aber bei Rheuma aussieht, ist nicht eindeutig zu beantworten. Die wenigen Studien widersprechen sich. Vielleicht ist die Elektroakupunktur hier effektiver. Möglich wäre auch dass die Verkrampfungen durch die Fehlhaltung besser ansprechen als die Entzündung selbst. Aber eines zeichnet sich überall ab: es kommt nicht auf die genauen Akupunkturpunkte an. Der Nadelstich reicht als Reiz. Bis zur endgültigen Klärung: Akupunktur ist einen Versuch wert, garantiert ist der Erfolg nicht.

Schulmedizin

Für Krankheiten, die wie entzündliches Rheuma bleibende Schäden verursachen können, werden Medikamente eingesetzt, die die Krankheitsentwicklung soweit unterdrücken, dass die Schadensentwicklung so gering wie möglich ist.

Medikamentöse Therapie

NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika)

Häufig gibt man hier Acetylsalicylsäure in Kombination mit ähnlich wirkenden Mitteln (z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, Celecoxib). Eine Schmerzlinderung durch NSAR ist zwar möglich, die Medikamente haben aber wenig Einfluss auf den Gelenkverschleiß und das Fortschreiten der Krankheit.

NSAR haben unangenehme Nebenwirkungen wie Magen-Darmbeschwerden und -blutungen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit und andere Nervensymptome und Störungen der Nierenfunktion. Selten sind allergische Reaktionen gegen Acetylsalicylsäure.

Langwirksame Antirheumatika (LWAR) = „Disease Modifying Antirheumatic Drugs“ oder DMARD

Das Fortschreiten der Krankheit kann durch langwirksame Antirheumatika bei 75 % der Patienten verlangsamt werden. Diese Antirheumatika können in günstigen Fällen sogar eine bereits eingetretene Gelenkschädigung rückgängig machen und eine Reparatur einleiten. Sie haben aber oft unangenehme Nebenwirkungen und führen nur mittel- und langfristig zu einer Reduktion der Entzündung. Oft kann erst nach einem halben Jahr Therapiedauer entschieden werden, ob die Therapie angeschlagen hat oder nicht. Das ist für den Patienten häufig belastend.

Meist werden verschiedene Medikamente aus dieser Gruppe kombiniert (Hydroxychloroquin, Sulfasalazin, Methotrexat, Leflunomid, “parenterales Gold”, z. B. Auranofin, Cyclophosphamid, Ciclosporin, Chloroquin, Azathioprin). Häufigste Nebenwirkungen sind deutlich erhöhte Infektanfälligkeit, Störung der Blutbildung, Leberschäden und Symptome der Haut. Die Anfälligkeit für Krebserkrankungen kann sich erhöhen.

Kortikosteroide: systemisch oder intraartikulär

Kortikosteroide können den Knochenabbau verlangsamen, jedoch kann kein Stillstand erreicht werden. Mit der Zeit verringert sich die Wirksamkeit. Kortikosteroide können 3-4-mal im Jahr direkt ins Gelenk gespritzt werden und können die Beschwerden bei massiv betroffenen Gelenken vorübergehend deutlich vermindern. Die Medikamente dürfen bei bestimmten Grunderkrankungen nicht gegeben werden (Magengeschwür, Bluthochdruck, Diabetes, Infektionen sowie Grünem Star).

Die Nebenwirkungen sind erheblich, wenn Kortikoide nicht nur lokal eingesetzt, sondern länger als eine Woche eingenommen werden. Es kommt dann zu Körpergewichtszunahme, erhöhten Blutzuckerwerten, u. U. zu Blutdruckanstieg, zur Verdünnung der Haut (Hautatrophie), Verschlechterung der Körperabwehr und Anfälligkeit für Infektionen. Gesicht und Nacken werden dicker und es droht Knochenschwund (Osteoporose).

Substanzen, die das Immunsystem unterdrücken:

Hiermit ist eine deutliche Reduktion der Symptome möglich, allerdings sind diese Medikamente auch mit Nachteilen behaftet. Sie verursachen mitunter ein erhöhtes Karzinomrisiko (Cyclophosphamid) und haben Nebenwirkungen auf Niere, Blutdruck und Magen-Darmtrakt.

Neue Medikamente

Sie kommen zunehmend nicht aus der Chemie, sondern aus der Biologie aus der Klasse der Eiweiße (Proteine) wie etwa Antikörper. Sie sind auf entzündliche Botenstoffe gerichtet und neutralisieren diese (z. B. Adalimumab, Anakinra, Etanercept, und Infliximab). Auch hier sind Nebenwirkungen möglich.

Operative Eingriffe

Bei chirurgischen Eingriffen sollten die Vor- und Nachteile gründlich abgewogen werden. Eventuell ist bei vollständigem Funktionsverlust der Gelenke ein künstliches Gelenk erforderlich wie zum Beispiel Hüft- und Knieprothesen. Um die Funktion der Hand oder des Fußes wiederherzustellen, kann ein operativer Eingriff notwendig sein.