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Symptome und Diagnose bei Rückenschmerzen

Rücken schmerzt

Die Schmerzqualitäten reichen von plötzlichen Schmerzstichen bis zu einem schwachen oder starken, ziehenden oder dumpfen Dauerschmerz. Die Rückenschmerzen strahlen oft in die Hände und Beine aus. Außerdem können zusätzlich Kopf-, Schulter- und Nackenschmerzen auftreten.

Symptome

Bei einem Hexenschuss setzen die Schmerzen auf eine bestimmte Bewegung hin plötzlich ein, in der Regel beginnen unspezifische Rückenschmerzen schleichend.

Die Beschwerden und Intensitäten ändern sich mitunter im Tages- oder Wochenverlauf.

Ganz oft sind Rückenschmerzen psychosomatisch verursacht, dann kommt es neben den Schmerzen auch zu dauernder MüdigkeitErschöpfung, oder Nervosität mit Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, innerer Unruhe, Lustlosigkeit und Ähnlichem.

Wann zum Arzt

Bei akuten Schmerzzuständen und leichten Schmerzen kann man sich erst mal selbst mit Hausmitteln behandeln. Wenn keine Besserung in Sicht ist, sollte man sich einem Arzt vorstellen. Im Normalfall verschwinden in knapp 9 von 10 Fällen die Rückenschmerzen spontan.

Hier brauchen Sie professionelle Hilfe

In einigen Fällen (etwa 6 %) steckt aber ein ernsthafter Schaden dahinter. Dann spricht man von sogenannten „komplizierten Rückenschmerzen" oder „radikulären Rückenschmerzen“ (einer Schädigung der Nervenwurzeln durch Strukturen der Bandscheibe). Schwerwiegende Ursachen machen sich durch bestimmte Warnsymptome bemerkbar, die ernste Erkrankungen anzeigen können (nicht müssen!):

  • Kreuzschmerzen mit einer plötzlich zunehmenden Schwäche
  • Kribbeln „elektrisierende Missempfindungen“ in den Armen und Beinen
  • Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungserscheinungen
  • Unfähigkeit, Urin oder Stuhl zu halten
  • Fieber
  • nicht bewegungsabhängiger Schmerz
  • Alter unter 20 oder über 50 Jahre
  • vorangegangene Verletzung
  • Morgensteifigkeit

Sie sollten dann unverzüglich einen Arzt aufsuchen und die Ursache der Rückenschmerzen abklären lassen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Zunächst wird der Arzt sich genau nach der Lebensweise und belastenden Tätigkeiten und Lebenssituationen erkundigen, sowie den Umständen, welche die Rückenschmerzen auslösen:

Diagnosekriterien

  • Wo sind die Schmerzen?
  • Strahlen sie aus?
  • In welcher Haltung treten sie auf?
  • Sind sie bewegungsabhängig?
  • Nehmen Sie Medikamente?

Dann beurteilt er am entkleideten Patienten die Körperhaltung, um eventuelle Vorschädigungen zu erkennen. Was der Arzt mit den Händen ertasten kann, sind Verspannungen oder Erschlaffungen der Muskulatur.

Der Arzt überprüft außerdem bei Rückenschmerzen die Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Mit verschiedenen bildgebenden Verfahren wie Röntgen und Computertomographie kann man heute die beteiligten „harten“ Strukturen sehr genau darstellen. Mit der Magnetresonanztomographie ist es außerdem möglich, auch den Zustand weicher Elemente wie der Bandscheiben, Nervenwurzeln und Bänder zu überprüfen.

Diese Untersuchungen sind aufwendig, kostenintensiv und außerdem mit dem Risiko einer Fehldiagnose behaftet. Als Erstmaßnahme werden sie in der Regel nicht durchgeführt.

Wenn die Nerven mitbetroffen sind, zeigen neurologische Untersuchungen, an welchem Wirbel die Störungen auftreten. Szintigraphie wird nur eingesetzt, wenn es deutliche Hinweise auf eine rheumatische Erkrankung oder einen entzündlichen Prozess gibt. Bei Verdacht auf Infektionen oder Tumore erhebt man zusätzlich auch Blutuntersuchungen.

Die gute Nachricht: Nichts zu sehen!

Der Arzt kann sehr schnell zwischen gefährlichen und ungefährlichen Ursachen unterscheiden. Findet man keine Ursache, sind meist Muskelkrämpfe die Übeltäter. Hier sind die Chancen für eine aktive Krankheitsbewältigung am größten.

Achtung: auch andere Erkrankungen wie Nieren-, Pankreas-, gynäkologische oder Magen-Darm-Erkrankungen können Rückenschmerzen vortäuschen. Etwa 2 % der Rückenschmerzen sind eigentlich durch innere Organe bedingt.