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Die Erkrankung verstehen: Schnupfen

Wissenswertes über Schnupfen

Schnupfen ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, praktisch ausschließlich von Viren ausgelöst. Er ist unangenehm aber meist harmlos.

Definition

Das steckt dahinter

Warum man immer wieder erkrankt

Bei den Schnupfenviren gibt es tausende verschiedener Erreger. Leider wird oft nur für wenige Wochen eine Teilimmunität aufgebaut. Auch entstehen durch Mutation immer neue Viren-Varianten. Davor musste auch die Pharmaforschung bisher kapitulieren. Eine Schnupfenimpfung gibt es daher bisher nicht.

Häufigkeit

Bei 80 % aller Erkältungskrankheiten kommt es zu Schnupfen. Die rote Triefnase ist eine sehr häufige, harmlose Erkrankung. Schnupfen beeinträchtigt zwar die Lebensqualität erheblich, er macht aber nicht arbeitsunfähig. Der einzige Trost: Schnupfen bleibt nicht lange und heilt folgenlos ab.

Ursachen

Ursache für Schnupfen sind zahlreiche verschiedene Viren, die über winzige Wassertröpfchen übertragen werden. Eine Ansteckung erfolgt daher über die Luft über direkten oder indirekten Hautkontakt.

Eine Anfälligkeit für Erkältungen und Schnupfen sind häufig auch Folge ungesunder Lebensweise mit Schlafmangel, schlechter Ernährung und fehlender Bewegung. Auch Stress und eine intensive UV-Exposition können das Immunsystem schwächen und für eine virale Infektion anfälliger machen.

Erkältung durch Kälte?

Wenn der Körper gründlich auskühlt, ist die Abwehr beeinträchtigt. Bei Fieber lässt der Körper daher nicht ohne Grund die Temperatur steigen. Und es gibt ein weiteres Argument: Bei kalter Witterung überleben die Viren länger. Unterkühlung, kalte Hände und Füße führen in der Tat zu einer sinkenden Durchblutung der Schleimhaut, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Virusinfektionen beitragen kann.

Prävention

Viren sorgen für sich, was tun Sie für sich?

Wer gesund und kräftig in die Erkältungssaison geht hat die besseren Karten. Sie sollten im Herbst bereits für Abhärtung sorgen. Saunen und Wechselwarme Anwendungen nach Kneipp, auch Bewegung an frischer Luft im Sonnenlicht sind bestens geeignet. Dann kommt der Körper mit den starken Temperaturschwankungen besser zurecht.

Echtes Holzfeuer produziert eine feuchte Wärme, Heizungsluft dagegen ist extrem trocken. Das greift die Schleimhäute an: sie trocknen aus und verlieren ihre Schleimschicht. Aber genau diese soll die Viren verkleben und fernhalten. Trockene Schleimhäute werden besonders empfindlich für virale Infektionen. Ein Luftbefeuchter tut hier gute Dienste. Ab und zu sollte man die Luft durch kurzes Stoßlüften austauschen. Geeignet ist auch der Dampf von heißem Tee. Er regt außerdem die Durchblutung den Stoffwechsel der Schleimhäute an.

Ist der Köper fitt, ist auch die Abwehr schlagkräftig. Dazu sollte man auf eine gute Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen achten. Zu früheren Zeiten hatten die Menschen kein frisches Obst und Gemüse zur Verfügung. Das ist heute unser großes Plus – nutzen wir es?

Bei Abwehrschwäche ist es Zeit auf die Darmflora zu achten. Dann sind fermentierte Produkte (Joghurt, Sauerkraut) oder auch Präparate zur mikrobiologischen Therapie angebracht. Dauerhaft bringt das nur etwas, wenn auch die Ernährung stimmt.

Verlauf und Komplikationen

Verlauf

Schnupfen dauert in der Regel etwa 10 Tage, dabei durchläuft er drei Stadien:

  1. laufende Nase (etwa 3 Tage)
  2. stockender Schnupfen mit Atembeschwerden (etwa 3 Tage)
  3. Sekretabfluss und Heilung (etwa 3 Tage)

Dazu gesellen sich sehr oft auch andere Erkältungsbeschwerden wie Husten.

Komplikationen

In der Regel kommt es bei Schnupfen selten zu Komplikationen. Durch zusätzliche bakterielle Infektionen, aber auch durch die Viren selbst können Folgen auftreten wie eine Nebenhöhlenentzündung (Rhinosinusitis). Kennzeichnend sind folgende Symptome: Gesichtsschmerz, Stauungsgefühl im Gesichtsbereich, eitriger Schnupfen, Beeinträchtigung des Geruchsempfindens, eventuell auch die Nebensymptome Kopf- oder Ohrenschmerzen, Fieber, Geruchsbelästigung, Erschöpfung. Schleimhäute werden dann zusätzlich mit krankmachenden Keimen besiedelt. Kennzeichen dafür ist unter Umständen ist ein grünlich verfärbter Schleim.

Verdächtig ist auch eine Zunahme der Krankheitssymptome nach vorübergehender Besserung oder längerem Stocken der Krankheit. Typischerweise tritt dann Fieber erst mehrere Tage nach Beginn der Erkältung auf.

Bei Erkältungen kommt es außerdem häufig auch zu:

Ist der Mensch geschwächt, treten Komplikationen häufiger auf. Dies ist insbesondere der Fall bei Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzerkrankungen, Organschädigungen von Leber, Nieren, Darm, chronischer Bronchitis und Abwehrschwäche. Nach durchgemachten schweren Infektionen, in der Rekonvaleszenz, bei Krebserkrankungen oder Chemotherapie, medikamentös gehemmtem Immunsystem und vielen anderen Erkrankungen sollte mit Komplikationen gerechnet werden.

Formen

Beim Fließschnupfen läuft beständig Sekret aus der Nase. Bei Stockschnupfen verstopft dickflüssiger Schleim die Nasen und Stirnhöhlen. Bei verfärbtem Schleim (gelb/grün) muss man die Möglichkeit einer bakteriellen Zusatzinfektion im Auge behalten.

Quellen/Weitere Informationen

Quellen