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Weitere Therapien: Schnupfen

Was sonst noch hilft: Eigenregie zählt

Gegen Schnupfenviren gibt es keine Impfung und keine ursächlich wirkenden Medikamente. Allerdings lassen sich die Symptome lindern, besonders gut, wenn man schnell handelt und Gelegenheit hat, sich zu schonen. Hierbei helfen die passendne Naturheilverfahren und Tipps, worauf Sie bei Nasensprays aus der Schulmedizin achten sollten. Darüberhinaus sind auch die Informationen zu wirksamen Heilpflanzen und Hausmitteln nützlich.

Naturheilverfahren bei Schnupfen

Physikalische Therapie

Wenn der Schnupfen bereits im vollen Gang ist, bringen wechselwarme Anwendungen nichts mehr. Dann sollte man auf Dauerwärme achten. Bei kalten Händen und Füßen macht man sofort Fußbäder mit ansteigender Temperatur. Danach am Besten ins Bett legen und gut durchwärmen. Manche schwören auf Schwitzbäder: dazu regt man das Schwitzen mit Linden-, oder Holunderblütentee an. Auch Ingwertee wirkt wärmend. Nach dem Schwitzen darauf achten, dass man nicht friert (umziehen!).

Die Wirkung von Wärmelampen (Infrarotbestrahlung) wird von vielen Menschen geschätzt. Der Effekt ist bisher aber nicht wissenschaftlich untersucht. Bei akuter Sinusitis ist eine Wärmelampe nicht geeignet, wohl aber beim Abklingen und chronischen Beschwerden.

Nasenspülung, Nasendusche

Für salzhaltige Nasensprays oder salzige Nasenspüllösungen (hyperton: mit erhöhtem Salzgehalt, 2-3,5 %) wurden abschwellende Effekte auf die Nasenschleimhaut gezeigt. Man setzt sie auch bei stark verkrusteten Sekreten ein. Symptome lassen sich auch durch hypertone Nasensprays bessern. Technisch gesehen wirkt ein größeres Spülvolumen mit niedrigem Druck besser als das einfache Vernebeln von Salzwasser in der Luft.

Die gewünschten Effekte konnte man bisher nicht bei „isotonen“ Kochsalzlösungen, Emser Salz oder Leitungswasser zeigen. Insgesamt aber sind eindeutige Empfehlungen wegen mangelnder Datenlage schwierig. Eine Verkürzung der Krankheitsphase lässt sich ganz klar nicht erreichen.

Nach Gebrauch müssen die Geräte gründlich gereinigt werden, sonst besteht zunehmende Infektionsgefahr. Treten nach der Anwendung Schmerzen und eine verstärkte Verstopfung auf, war die Anwendung nicht geeignet oder die Salzkonzentration zu hoch. Auch wenn die Schleimhäute trocken werden und irritiert reagieren, rät man eher davon ab.

Eigenbluttherapie

Das Verfahren soll regulierend und stärkend auf das Immunsystem wirken. Die Anwender geben an, dass etwa zwei Drittel der Patienten mit chronischen Infekten auf die Behandlung ansprechen würden. Objektive statistische Auswertung bei chronischem oder akutem Schnupfen gibt es allerdings nicht.

Schulmedizin

Abschwellen lassen

Schnupfen kann auch durch die Schulmedizin nicht bekämpft werden. Es lassen sich lediglich die Beschwerden lindern: Nasentropfen mit Wirkstoffen wie Naphazolin, Xylometazolin fördern ein Abschwellen der Schleimhäute. Sie können jedoch die Krankheit nicht verkürzen.

Zu beachten gilt, dass eine übertriebene Anwendung dieser Sprays die Schleimhäute austrocknet. Solche abschwellend wirkenden Nasensprays können zu Gewöhnung, u.U. Sucht führen und nach einer Verwendung länger als sieben Tage zu anhaltenden oder bleibenden Schäden an der Nasenschleimhaut führen, da sie die Durchblutung stören.

Schleim lösen

Acetylcystein wird von Ärzten vor allem bei stockendem Schnupfen als nützlich angesehen, weil es eine Verflüssigung des Schleims bewirkt. Ähnlich sieht es bei Ambroxol, Bromhexin oder Acetylcystein aus. Die Mittel könnten zwar helfen, sind aber speziell bei Rhinosinusitis nicht getestet. Fraglich ist auch, ob die Dauer von Erkältungen dadurch verkürzt werden kann. Es sind Nebenwirkungen möglich.

Entzündungsfolgen bekämpfen

Bei Schmerzen, erheblichem Unwohlsein oder auf Wunsch des Patienten ist gegen die Einnahme von Paracetamol oder Ibuprofen nichts einzuwenden. Eine Überdosis oder chronischer Konsum von Paracetamol sind zu vermeiden, das gefährdet auf Dauer Leber und Niere. Auch Aspirin ist hier ein Klassiker, ist aber nur Erwachsenen vorbehalten.