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Sinusitis

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Bei Sinusitis möglichst früh aktiv werden

Eine naturheilkundliche Behandlung sollte bei Sinusitis möglichst früh einsetzen – eine Antibiotikatherapie kann dann häufig vermieden werden.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wenn man die Nase voll hat

Als wäre eine Schnupfnase nicht schon genug, plagt im Anschluss gelegentlich eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) das Gemüt. Besonders gefährdet sind Personen, die eine verengte Nasenscheidewand haben oder unter Polypen leiden, da der Abfluss des Sekrets durch diese Faktoren behindert wird. Dann entsteht eine Entzündung der Schleimhäute; Schmerzen im Stirn-, Wangen- oder Augenbereich, erschwertes Atmen und Riechen sowie Schwellungen im Gesicht sind typische Symptome einer Sinusitis. Bei frühzeitiger Behandlung mit naturheilkundlichen Mitteln kann eine Antibiotikatherapie in den meisten Fällen vermieden werden. Mit unseren Tipps aus der Pflanzenwelt können Sie bald wieder frei durchatmen!

Behandlung bei Sinusitis: Naturheilkunde und Hausmittel

Sinusitis: Möglichst vermeiden und gründlich ausheilen

Eine naturheilkundliche Behandlung sollte bei Erkältung und Schnupfen möglichst früh einsetzen, die Ausweitung zu einer Sinusitis lässt sich meist vermeiden. Aber selbst wenn schon eine Sinusitis aufgetreten ist, macht Naturheilkunde und Phytotherapie noch Sinn. Das verbessert die Aussichten – eine Antibiotikatherapie kann dann häufig vermieden werden.

Bei akuten Zuständen ist Schonung angesagt. Ein leichtes Schmerzmittel und abschwellende Nasentropfen lindern die schlimmsten Symptome. Leider hat Sinusitis die Tendenz, sich festzusetzen. Sollte die Sinusitis chronisch geworden sein, hilft eine Nasendusche mit Salzwasser. Das ergab die Auswertung von insgesamt 16 klinischen Studien. Darüber sind sich die Experten einig, strittig aber ist immer noch, ob bei chronischer Sinusitis eine wiederholte äußerliche Anwendung von Antibiotika oder Kortikosteroiden wirkungsvoll ist. Systemische Antibiotika oder Kortikosteroide jedenfalls sind häufig wegen der Nebenwirkungen problematisch. Darum sollte man beizeiten auf die Warnzeichen (Symptome) richtig reagieren… sonst hilft nur der Weg zum Experten. Aber auch begleitend zur Schulmedizin ist die Naturheilkunde bei Sinusitis eine ideale Ergänzung.

Ursachen abklären

Manchmal sind gutartige Schleimhautwucherungen (so genannte Polypen) oder verengte Abflusswege die Ursache. Bei Abwehrschwäche stehen die Stimulation des Immunsystems und die Bekämpfung krankmachender Keime als Maßnahmen im Vordergrund. Bei chronischen Beschwerden ist immer eine medizinische Abklärung notwendig. Eventuell ist eine Zahn- und Kiefersanierung notwendig.

Heilpflanzen

Phytotherapie: Heilpflanzen zur Abschwellung der Nasenschleimhaut:

Myrtol, aus den ätherischen Ölen Limonen, Cineol und Pinen (Eukalyptus- und Zitrusöl) wird im Darm ins Blut aufgenommen und gelangt so auch in die Nebenhöhlen. Die ätherischen Öle lassen bei Sinusitis die Nasenschleimhaut abschwellen und erweitern die Bronchien. Die Wirkung ist entschleimend, entzündungshemmend und antibakteriell. Empfindliche Personen können davon Magen-Darmbeschwerden und Aufstoßen bekommen. Daher ist eine Einnahme direkt vor dem Essen sinnvoll.

Auch Bromelain, Papain und andere nicht pflanzliche Enzyme sollen bei Sinusitis für ein Abschwellen, einen Rückgang der Entzündung sorgen und den Schleim verflüssigen. Neuere Studien bescheinigen den Enzymen eine symptomatische Besserung der Sinusitis. Die Behandlung erfolgte häufig parallel zur Schulmedizin, auch begleitend zu einer Antibiotikatherapie.

Das Menthol aus der Pfefferminze und das Öl vom Campherbaum erzeugen bei Sinusitis ein kühlendes Gefühl, das erfahrungsgemäß als angenehm empfunden wird. Direkt abschwellend ist die Wirkung bei Sinusitis aber nicht.

Verflüssigung der Sekrete und Förderung des Sekretausstoßes:

Auch hier leistet Myrtol gute Dienste gegen Sinusitis. Für empfindliche Personen besser geeignet ist eine Kombination von Eisenkraut, Enzianwurzel, Gartensauerampferkraut, Holunderblüten und Schlüsselblumenblüten. Sie kann auch zusammen mit abschwellenden Nasentropfen bei Sinusitis helfen. Der Schleim wird dünnflüssiger und die Atmung erleichtert. Studien haben ein günstiges Nutzen-/Nebenwirkungsverhältnis bestätigt. Ist die Wirkung bei Sinusitis allein zu schwach, kann sie mit mehreren Maßnahmen gut kombiniert werden.

Auch Umckaloabo ist sehr verträglich und fördert die Aktivität der Flimmerhärchen auf der Schleimhaut und den Auswurf. In einer klinischen Studie war Umckaloabo dem Placebo deutlich überlegen.

Hemmung des Keimwachstums:

Präparate aus Kamillenblüten, Schlüsselblumenblüten, Cineol, Umckaloabo, Kapuzinerkresse und Meerrettich wirken keimhemmend und erschweren eine zusätzliche bakterielle Infektion. Sie können auch zur Vorbeugung einer Sinusitis eingesetzt werden. Nach Studien macht Myrtol häufig bei unkomplizierten Erstinfekten den Einsatz von Antibiotika überflüssig.

Stärkung der Abwehr

Zur Stärkung der immunologischen Abwehr bei chronischer Sinusitis kann Sonnenhut (Echinacea) eingesetzt werden.

Weitere Mittel finden Sie unter Abwehrschwäche.

Inhalation

Inhalationen mit heißem Kamillen-, Thymian- oder Eukalyptusdampf bei Sinusitis sind empfehlenswert. Sie wärmen auch von innen und bekämpfen Entzündung, Schwellung, Schmerzen und Keime.

So geht´s

Man gibt kochendes Wasser in eine Schüssel und tropft etwas Kamillenöl oder Cineol (z.B. aus einer Kapsel Gelomyrtol) hinein. Man hält den Kopf darüber und deckt ein Handtuch darüber. Nach der Behandlung lässt man das Handtuch noch eine Weile über dem Gesicht hängen, bis man sich wieder an die normale Zimmertemperatur gewöhnt hat. Vorsicht beim Schwitzen! Bis zum Abtrocknen sollte man sich warm halten und vor Zugluft schützen, eventuell auch umziehen.

Homöopathische Mittel bei Sinusitis

Zaunrübe (Bryonia alba): Berstende Schmerzen im Kopf und der Stirnhöhle, Ausstrahlung zum Jochbein. Schleimhäute trocken. Schleichender Beginn. Personen mit ärgerlicher und gereizter Stimmung. Verschlechterung durch Berührung und Bewegung (auch Husten und Öffnen der Augen), vor allem Bücken. Verbesserung durch Ruhe und Schließen der Augen.
Zinnober (Cinnabaris): Druck auf die Nasenwurzel, dumpfe Schmerzen an der Stirn, und um die Augen. Dickes Eitersekret fließt aus der Nase in den Rachen, beim Räuspern werden Schleimbrocken ausgespuckt. Mund ist trocken, vor allem nachts. Bessert sich durch Trinken.

Kanadischer Gelbwurz (Hydrastis canadensis): Schnupfen mit eitrigem (weiß-gelblichen) fadenziehendem Schleim, der nicht abfließen kann. Schnelle Ermüdung und dumpfer Klopfschmerz hinter der Stirne. Patienten reizbar, depressiv und vergesslich. Druck bessert, kalte Luft und trockener Wind verschlechtert, ebenso Einatmen und Berühren.
Luffaschwamm (Luffa): Immer wieder Stirnkopfschmerzen, Mundtrockenheit und trockene Nasenschleimhaut. Schleim besonders störend am Vormittag. Schleim im Rachen, beim Räuspern Brennen. Geistig erschöpfte und vergessliche Menschen. Schlechter in warmen Räumen mit trockener Luft oder beim Liegen auf der linken Seite. Besserung bei kalter Luft im Freien.
Kaliumbichromat (Kalium bichromicum): Bei gelbem, fadenziehendem Schleim. Geruchswahrnehmung beeinträchtigt, Kopfschmerzen über Nasenwurzel, den Wangen und Augen. Erkältungsneigung, einseitige Kopfschmerzen. Nass-kaltes Wetter verschlimmert; Wärme (Dampfbad), Sekretabsonderung und Druck bessern.

Ein gut ausgebildeter Homöopath kann die Mittel wesentlich besser beurteilen, denn er wird viele weitere individuelle Symptome miteinbeziehen. Die Erstberatung wird die gesamte Krankengeschichte erhoben (hier Therapeuten finden).

Nahrungsergänzung

Mikrobiologische Therapie

Die Darmschleimhaut ist mit der Nasenschleimhaut immunologisch verbunden. Bei chronischer Sinusitis und einer generellen Entzündungsneigung an den Schleimhäuten ist auch an eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder eine Störung der Darmflora zu denken.

Die mikrobiologische Therapie und eine Ernährungsumstellung kann daher bei chronischer Sinusitis sinnvoll sein. Auch bei zeitlich gehäuften Antibiotikabehandlungen sollte man auf eine Wiederherstellung einer gesunden Besiedlung achten.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

  • Häufiges Putzen der Nase führt oft zu einer wunden Haut. Mit einem pflegenden Lippenpflegestift schützt man die Haut.
  • Lagern Sie beim Schlafen den Kopf hoch und befeuchten Sie die Raumluft. Meiden Sie Zugluft und halten Sie den Kopf warm.

Richtig schnäuzen

Die Natur hat vorgesehen, dass das Sekret einfach aus der Nase läuft. Durch Schnäuzen mit hohem Druck gelangt über die Verbindungsgänge bakteriell belasteter Schleim in die Nebenhöhlen. Aus medizinischer Sicht ist also Schnäuzen nicht sinnvoll, wohl aber aus hygienischer. Man sollte es mit wenig Druck tun. Der meiste Druck muss noch durch die Nase nach außen (!) entweichen können. Ist die Schleimhaut zu stark angeschwollen, sollte man nicht stärker, sondern gerade eben weniger heftig schnäuzen. Auch durch ein gelegentliches „Hochziehen“ des Schleims entfernt man Sekret aus den Nebenhöhlen teilweise. Die Benimmregeln verbieten es, der Arzt erlaubt es. Sie können sich dazu ja zurückziehen.

Weitere Therapien

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