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Weitere Therapien: Sinusitis

Was sonst noch hilft

Unterstützend zu den Heilpflanzen und den Hausmitteln, die bei Sinusitis helfen, sind einige Naturheilverfahren eine gute Ergänzung. Wenn gar nichts mehr hilft, ist die Schulmedizin der letzte Ausweg.

Ernährung

Ernährungstherapie

Durch die laufende Nase verliert der Körper Salze und Wasser. Daher ist es wichtig bei Sinusitis, viel zu trinken. Heiße Hühnerbrühe, Erkältungstees und heiße Fruchtsäfte sind sinnvoll und wohltuend. Sie befeuchten die Schleimhaut und verflüssigen das Sekret.

Gerade in der Zeit von Infekten sollten Sie auf eine vitaminreiche Ernährung mit frischem Obst und Gemüse achten. Vollkornprodukte sollten vermehrt, weißes Mehl und Zucker weniger verzehrt werden.

In der Volksheilkunde greift man bei Sinusitis auch mal zu scharfen Gewürzen wie Meerrettich, Zwiebel und Senf um die Nase zu „öffnen“. Man kann diese Pflanzenprodukte auf einem Teller verteilen und die Dämpfe auf die Nase einwirken lassen oder sie in kleinen Mengen essen. Vorsicht aber bei kleinen Kindern und Allergikern!

Naturheilverfahren bei Sinusitis

Physikalische Therapie

Wärmeanwendungen sind bei Sinusitis wohltuend und fördern die Selbstheilung. Schützen Sie Ihren Kopf vor Kälte und Zugluft. Nach Anwendung abschwellender Nasentropfen und bei nicht hochakuten Zuständen sind Wärmeanwendungen wie Kurz- oder Mikrowellen- oder Rotlicht sinnvoll. Feuchtwarme Kompressen im Gesichtsbereich vermitteln ein intensives Wärmegefühl und verbessern die Durchblutung.

Achten Sie bei Sinusitis auch auf warme Füße. Bei Frösteln kann man ansteigende Fußbäder mit Zusatz mehrerer Esslöffel Salz machen.

Wechselwarme Wasseranwendungen, insbesondere wechselwarme Güsse nach Kneipp oder ein Besuch in der Sauna zur Stärkung der Abwehrkräfte sind bei chronischer Sinusitis nur in den anfallsfreien Zeiten sinnvoll. Ebenso: Reizklima-Aufenthalte, Bewegung in Licht und Luft und Balneotherapie.

Akupunktur

In den offiziellen Leitlinien wird Akupunktur zur Schmerzlinderung bei Sinusitis als Versuch empfohlen, obwohl bisher noch keine „überzeugenden Wirksamkeitsnachweise“ in Form von klinischen Studien zu diesem Thema vorliegen. Nach Ansicht der Anwender gehört Sinusitis zu den besten Anwendungsgebieten der Akupunktur.

Neuraltherapie

Sie schreibt das „chronische Krankheitsbild Sinusitis“ einer Störung des Zahn-Kiefer-Bereichs zu. Man empfiehlt hier eine genaue Untersuchung dieses Gebietes nach Störfeldern. Zur Ausschaltung dieser Störfelder werden auch die entsprechenden Akupunktur- und Nervenaustrittspunkte mit Schmerzmitteln oder homöopathischen Lösungen behandelt. Größere Untersuchungen zu Sinusitis und Neuraltherapie fehlen aber.

Schulmedizin

Keimtötend

Sinusitis muss nicht immer antibiotisch behandelt werden. Die meisten Fälle von Schnupfen werden durch Viren ausgelöst und es kommt glücklicherweise meist nicht zu einer bakteriellen Zusatzinfektion. Daher sind Antibiotika auch meist weder sinnvoll noch notwendig.

Antibiotika können bei Sinusitis notwendig sein wenn

  • der Erkrankungsverlauf schwer ist
  • bei geschwächten Patienten (Abwehrschwäche), kleinen Kindern und alten Menschen
  • bei Hinweisen auf bakterielle Erkrankungen (wie hohem Fieber, starken Schmerzen, eitrigem oder besonders grünlichem Sekret, starkem Krankheitsgefühl sowie erhöhten Entzündungsparametern im Blut)

Folgende Antibiotikatypen setzt man zur Behandlung der Sinusitis ein: Tetrazykline wie Doxyzyklin, Aminopenicillin beta-Lactamase-Inhibitor, Cephalosporin 2.Generation). Die Antibiotika sollten längerfristig über die Zeit von 10 Tagen bis zu 3 Wochen eingenommen werden. Bei Doxyzyklin genügen meist 5 Tage.

Abschwellend

Durch Dekongestiva kann die Schleimhaut bei Sinusitis zum Abschwellen gebracht werden. Dadurch bessert sich zumindest das Symptom Atemnot. Die im Handel befindlichen Stoffe (wie Xylametazolin, Pseudoephedrin, Phenylenphrin und Phenylpropanolamin-Hydrochlorid) haben aber Nebenwirkungen, auf die ausdrücklich hingewiesen werden sollte (Schädigung der Schleimhaut, Gewöhnung und Abhängigkeit, Hyperaktivität, Schlafstörungen, Blutdruckanstieg und Kopfschmerzen). Sie sollten bei Sinusitis nicht länger als 5-7 Tage am Stück eingesetzt werden

Entzündungshemmend

Bei der chronischen Sinusitis kann die antibiotische Behandlung mit Mitteln zur Hemmung der Entzündung kombiniert werden. Am wichtigsten sind NSAR (Nicht Steroidale Antirheumatika) wie Ibuprofen und Diclofenac. Bei Anwendung über mehrere Tage empfiehlt sich zur Sicherheit oft ein Schutz der Magenschleimhaut mit Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol.

Verwendet werden in schwereren Sinusitis-Fällen Glucocorticoide wie Budesonid, Flunisolid, Triamcinolol, Fluticason und Mometason in Form von Nasensprays. Sie reduzieren die Entzündung und damit auch die Beschwerden bei Sinusitis. Sogar beim Vorliegen von Nasenpolypen können Steroide durch das Abschwellen der Polypen die Symptome lindern und Operationen noch hinauszögern oder Operationen vermeiden helfen.

Das letzte Mittel: die OP

Gelegentlich ist bei Sinusitis eine chirurgische Sanierung des Herdes notwendig, dann nämlich, wenn die Therapie nicht anschlägt oder wenn Komplikationen auftreten.

Dabei werden die angeschwollene Schleimhaut sowie Wucherungen entfernt, so dass nach dem Abheilen der Sekretabfluss und die Belüftung der Nebenhöhle wiederhergestellt sind.

Auch die Verbindungen der Nasenhöhlen können erweitert werden, so dass Belüftung auch beim Anschwellen gewährleistet ist. Dadurch kann man das Rückfallrisiko vermindern. Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung erfolgen, meist wählt man jedoch eine Vollnarkose. Leider kann es selbst nach Operationen zu Rückfällen von Sinusitis kommen.