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Thrombose

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Thrombose: Kann lebensbedrohlich sein

Unter bestimmten Umständen läuft die Blutgerinnung aus dem Ruder. Die Folge ist die Bildung kleiner Blutgerinnsel. In den Adern kann eine Verstopfung die Folge sein und das dahinter liegende Gebiet wird nicht mehr versorgt.

Von: PhytoDoc-Redaktion

Wenn Thromben im Blutstrom wandern

Bei einer Thrombose verstopft ein Gefäß durch ein Blutgerinnsel. Je nachdem ob Venen oder Arterien betroffen sind, spricht man von einer Venenthrombose oder einem Arterienverschluss. Abhängig davon, welches Gefäß betroffen ist, lösen sie ganz unterschiedliche Symptome aus. Thrombosen sind manchmal lebensbedrohlich. Thromben wandern im Blutstrom und lösen unter Umständen im Gehirn einen Schlaganfall und im Herz einen Herzinfarkt aus. Die Prognose hängt von einem schnellen Eingreifen ab. Akute Fälle muss die Schulmedizin behandeln, daran führt kein Weg vorbei. Bei der Vorbeugung aber zählt die Naturheilkunde mit ihren Teilgebieten Phytotherapie, Ernährung, Naturheilverfahren. Auch einige Verhaltensregeln sollten Sie bei Zeiten beherzigen. Ist es einmal zu einer Thrombose gekommen, drohen dauerhafte Schäden.

Eine Thrombose ist ein Fall für den Notarzt über 112

Thrombosen sind sehr gefährlich und mitunter lebensbedrohlich. Auch wenn sie sich in den Extremitäten ereignen sollten, können sie in lebenswichtige Organe (Herz und Gehirn) geschwemmt werden und dort tödlich sein. Innerhalb von 4-6 Stunden nach der Thrombose muss mit der schulmedizinischen Therapie begonnen werden. Darum müssen Sie sensibel dafür sein, wann Sie einen Arzt brauchen. Handelt es sich um einen Notfall, sollte der Patient bis zum Eintreffen des Arztes richtig gelagert werden. Wirken Sie beruhigend auf ihn ein und achten Sie auf den Puls. Bieten Sie weder Essen noch Trinken an und achten Sie darauf, dass er Patient ansprechbar bleibt. Lassen Sie die Person nie alleine.

Der Arzt wird ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung spritzen sowie durch eine Infusion für eine Blutverdünnung sorgen. Ein Thrombus kann in den ersten Stunden noch aufgelöst oder operiert werden.

Nach der Thrombose-Behandlung erst einmal abwarten

Nach der akuten Behandlung muss die Heilung abgewartet werden. Dann wurde gerettet, was zu retten war. Der Thrombus wurde entfernt oder ist festgewachsen, so dass keine weitere Verbreitung droht. Dann ist Gelegenheit mit den hier beschriebenen Verfahren weiteren Thromben vorzubeugen. Aber vernachlässigen Sie dabei nicht die ärztlich verschriebenen Medikamente zur Thromboseprophylaxe. Sie müssen erst ihre volle Wirksamkeit erreicht haben, bevor Sie beginnen.

Heilpflanzen

Einer akuten Thrombose kann man nicht mit Phytotherapie beikommen. Daher muss man bei Thrombosegefahr im Vorfeld mit Phytotherapie dafür sorgen, dass die Gefäße möglichst lange gesund bleiben. Je früher man aktiv wird, umso besser das Ergebnis.

Schmerzen beim Gehen wegen Durchblutungsstörungen:

Weitere Heilpflanzen unter Periphere Arterielle Verschlusskrankheit und Arterienverschluss.

Arteriosklerose ist lange symptomlos. Informieren Sie sich daher im Vorfeld über die Krankheit, bevor Thrombosen schwere Spuren hinterlassen haben.

Beinschwellung am Abend:

Offene Beine (Ulcus cruris)

Weitere Tipps zu Thrombosen unter Krampfadern, geschwollenen Beinen und Wunden.

Heilpflanzen und Vitalstoffe, die bei Thrombose helfen können

Homöopathische Mittel

Der homöopathische Therapeut sucht die Mittel nach den individuellen Symptomen aus. Sie fallen bei jedem der Thrombose-Patienten anders aus. Hier finden Sie nur wenige Beispiele.

Mutterkorn (Secale): Durchblutungsstörungen durch Gefäßkrämpfe, blasse Haut, Absterben der Zehen bei Zuckerkrankheit, Taubheit und Prickeln an Händen und Beinen, inneres Brennen, Wadenkrämpfe nach Thrombosen. Wärme verursacht Schmerzen. Bewegung und Berührung verschlechtern.

Tabak (Tabacum): Körper blass, eiskalt, kalter Schweiß, Schmerzen an Muskeln und Gelenken, Prickeln („Ameisenlaufen“). Schwäche, Übelkeit bei Speichelfluss. Bewegung und Wärme verschlechtert. Kalte Luft und Erbrechen bessert.

Holzkohle (Carbo vegetabilis): Hämorrhoiden, Krampfadern und Thrombosefolgen (Geschwüre, marmorierte, kalte Haut), Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen. Abmagerung, Blähungen, Schwächung. Verlangen nach frischer Luft trotz Gänsehaut.

Buschmeisterschlange (Lachesis): Venenentzündung und Hautveränderungen (Geschwüre, blaurote Ränder). Erregung, Beengung unerträglich, pulsierende Schmerzen.

Schüsslersalze

Magnesiumfluorid (Magnesium flouratum): Geschwollene Beine, Anregung des Lymphflusses.

Homöopathische Mittel und Schüsslersalze können keine Thrombose heilen oder vorbeugen. Sie sind nur als begleitende Maßnahme geeignet.

Nahrungsergänzung

Omega-3, der fette Freund

Omega-3-Fettsäuren wirken nicht nur antithrombotisch, aus Omega-3-Fettsäuren werden wichtige Botenstoffe erzeugt. Sie sorgen für ein Gleichgewicht des Stoffwechselwegs und beruhigen die Entzündungsaktivität. Gerade bei Arteriosklerose ist dies ein wichtiger Beitrag gegen Thrombosen. Die deutschen Leitlinien zur Schlaganfallprophylaxe empfehlen diese Fettsäuren ausdrücklich und auch bei Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkten sind sie eine wichtige Ernährungskomponente. Sie unterstützen im Übrigen auch die Elastizität der Gefäße und senken den Blutdruck.

Achtung: Bereits vorhandene Schäden machen auch die Omega-3-Fettsäuren nicht rückgängig.

Hausmittel und Tipps für den Alltag

Was Sie selbst tun können

Für eine akute Thrombose gibt es keine Hausmittel. Sie helfen nur im Vorfeld eine Thrombose zu vermeiden.

Durchblutung steigern

Rosmarin regt Durchblutung und Kreislauf an

Wenn Sie ständig unter kalten Füßen und Händen leiden, sind durchblutungsfördernde Einreibungen ein probates Hausmittel. Solange Thrombosen das Gefäßsystem nicht zerstört haben, lässt sich die Durchblutung noch gut anregen. Massageöle mit Rosmarin bringen schnell eine rosige Farbe auf die Haut. Eine Alternative sind Wärmesalben oder Badezusätze.

Senfmehl - starker Tobak

Stark durchblutungsfördernd wirken außerdem Senföle. Man rührt einen Esslöffel Senfmehl (Gewürzeladen) in einer Tasse warmem Wasser glatt. Einige Minuten quellen lassen (10-15 min) und nochmals gut aufschlämmen, dann in einen Eimer mit warmem Wasser geben. Die Füße hinein stecken und mit einem Handtuch abdecken. Etwa 10 Minuten baden. Danach Füße warm einpacken. Manchmal verzögert sich die Wirkung etwas und man bemerkt erst nachts das angenehme Prickeln an den heißen Füßen. (Achtung bei empfindlicher Haut oder Hautschäden sind Senföle ungeeignet. Bei empfindlicher Haut die Füße danach abspülen). Bei Thromboseschäden sind heiße Fußbäder tabu.

Quarkwickel – sanft zu den Waden

Wenn nach verheilten Thrombosen erste Hautveränderungen auftreten, ist entzündungs-lindernder Quark das richtige Hausmittel (nicht bei offenen Beinen!). Dazu streicht man das kühle Milchprodukt auf eine Mullbinde und befestigt sie mit einem lockeren Verband oder einem Wollschal an der Wade. Der Quark kann am Bein verbleiben, bis er bröckelig wird. Die Milchsäure lindert Entzündungen, die Kälte stärkt die Venen und das Fett pflegt die strapazierte Haut.

Salzsocken gegen chronisch kalte Füße

Alte Rezepte empfehlen bei Hautproblemen und kalten Füßen Salzsocken. Dazu Baumwollsocken in Salzwasser tränken (30-50g auf einen Liter Wasser). Darüber warme Wollsocken ziehen. Sie werden eine halbe Stunde lang getragen. Abschließend spült man alle salzigen Reste gründlich ab.

Lebensführung

Allgemeine Verhaltensregeln bei einer bekannten Neigung zu Thrombosen (Thrombophilie):

In Bewegung bleiben:

Langes Sitzen und Stehen fördert Thrombosen. Dass die Durchblutung schwächelt, merkt man sehr schnell an schweren Beinen. Auch wenn die Hände und Füße eiskalt sind, ist der Blutfluss zu schwach.

Hier die wichtigsten Thromboseregeln:

    • Spätestens nach einer Stunde sollte man sich bewegen.
    • Beim Sitzen die Beine nie übereinanderschlagen.
    • Achten Sie darauf, dass enge Kleidung den Blutfluss nicht drosselt.
    • Wer viel steht braucht bequeme Schuhe ohne hohen Absatz.
    • Beim Sitzen und Stehen zwischendurch immer wieder Bein- und Wadengymnastik machen. Besonders effektiv ist der Zehenstand, weil er die Wadenpumpe aktiviert. Dann quetscht der Muskel die Adern aus und fördert das Blut zum Herzen.

Gesund leben – was also ändern?

Wie stark eine ererbte Thromboseneigung ausfällt, haben Sie ein Stück weit in der eigenen Hand.

  • Laster kontrollieren: Ob man dem blauen Dunst oder der Liebe zum Essen erliegt: Rauchen und Übergewicht belasten die Gefäße. Bei Thromboseneigung heißt es Risikofaktoren meiden!
  • Schmerzende Füße nach langem Stehen? Dann ist eine Fußreflexzonenmassage das richtige für Sie. Nach einer sanften Wadenmassage auch die geschwollenen Knöchel massieren. Geschwollene Beine wann immer möglich hoch legen. Die „herznahen“ Bereiche immer vor den fernen stimulieren.
  • Kampf der Krampfader: Schlängeln sich dicke Adern über die Waden, braucht man Stützstrümpfe. Sie helfen Thrombosen in den gestauten Gefäßen zu vermeiden. Stützstrümpfe oder Bandagen schonen die Restfunktion der Venenklappen und lindern Beschwerden durch geschwollene Beinen.
  • Trinken nicht vergessen: Bei gut gefüllten Adern bleibt der Kreislauf in Schwung. Für die Adern optimal wäre Kräutertee wie Buchweizen- oder Steinkleekrauttee. Gerade ältere Menschen haben eine hohe Thromboseneigung, weil sie keinen Durst empfinden und daher oft zu wenig trinken.
  • Vorsicht bei familiärer Thromboseneigung. Oft haben schon mehrere Familienmitglieder eine Thrombose erlitten. Dann sollen auch junge Menschen über verstärkende Risiken informiert sein. Bei Frauen ist die Verhütung zu überdenken: die "Pille" fördert Thrombosen auch in jungen Jahren! Informieren Sie sich über Warnsymptome und Ihre Handlungsoptionen.
  • Die totale Überwachung: Bei Venenschwäche und Durchblutungsstörungen nach Thrombosen muss man auf seine Beine und Füße achten und eventuell regelmäßig den Umfang der Beine an den Knöcheln messen. Hautveränderungen, Druckstellen und nässende Wunden immer sofort behandeln. Konsequente Pediküre hat sich bei Durchblutungsstörungen bewährt. Reagieren Sie auf Bewegungsschmerzen und suchen Sie eventuell ein Arztgespräch. Kleinere Thrombosen bleiben oft unbemerkt!

Weitere Therapien

Verhalten und Phytotherapie kann helfen Thrombosen vorzubeugen. Weitere Optionen finden Sie auf der nächsten Seite. Dort geht es um die Vorbeugung durch Ernährung und Naturheilverfahren, aber nur die Schulmedizin darf Thrombosen behandeln.