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Symptome und Diagnose bei Tinnitus

Lästige Ohrgeräusche

Symptome

Tinnitus äußert sich meist durch ein Brummen, Summen, Klingen, Pfeifen, Rauschen oder Zischen. Die Lautstärke und Tonhöhe kann sehr unterschiedlich sein. Das führt beim Patient zu einer Vielzahl negativer Gefühle von „genervt sein“ bis zur Angst, Hilflosigkeit und Depression. Die Tinnitus-Symptome beeinträchtigen Stimmung, Entspannung, Schlaf und Konzentration.

Darüber hinaus übertönt der Tinnitus bisweilen die Umgebung und es wird schwerer, andere Geräusche zu lokalisieren, zu telefonieren oder sich bei Lärm auf eine einzelne Stimme zu konzentrieren. Manchmal ist auch ein Druck im Ohr vorhanden, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen im Kiefer und im Nacken treten auf. Ohrensausen und Schwindel deuten eine Durchblutungsstörung an.

Wenn zum Tinnitus ein Taubheitsgefühl und Hörverlust dazukommt, ist das ein Alarmzeichen für einen Hörsturz. Eine sofortige Untersuchung ist dann dringend notwendig.

Wann zum Arzt

Tinnitus ist nur dann gefährlich, wenn er mit einem Hörsturz verbunden ist. Es tritt ein plötzlicher Hörverlust ein, meist mit einem Taubheitsgefühl auf dem betroffenen Ohr. Eine sofortige medizinische Abklärung beim Hausarzt oder HNO, ist schon sinnvoll, insbesondere, um eine ernste dahinter stehende Erkrankung wie Schlaganfall, entgleister Bluthochdruck auszuschließen. Meist aber gilt bei Tinnitus: nicht aufregen und vor allem nicht darauf fixieren.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Zunächst muss beim Arzt abgeklärt werden, ob das Ohr an sich erkrankt ist und inwieweit psychische Probleme in die Problematik mit hineinspielen. Dabei sind Geräuschempfindlichkeit (Hyperakusis), Phonophobie (Abneigung gegenüber bestimmten Geräuschen) als eigene Krankheitsbilder vom Tinnitus abzugrenzen.

Nase und Ohr, Kehlkopf, Rachen und Mund werden häufig endoskopisch untersucht. Auch die Arterien im Kopfbereich, der Schädelknochen, Kiefer und das Gehirn müssen unter Umständen bei Tinnitusbeschwerden geprüft werden (Ultraschall, CT, MRT).

Der Arzt wird zunächst außerdem nach Auslösern fahnden (Lärm/Arbeitsplatz, Stress, Krankheiten, Medikamente) und die psychische Grundbefindlichkeit überprüfen. Das Abtasten der Muskulatur gibt Hinweise auf Verspannungen. Auch eine kieferorthopädische Abklärung kann notwendig sein. Die Audiometrie hilft bei der Bestimmung der störenden Töne oder zur Erfassung des Grades des Hörverlustes. Bei bleibenden Hörschwächen führt der Gang zum Hörgeräteakustiker, der Hörhilfen anpasst.