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Symptome und Diagnose bei einem Unerfüllten Kinderwunsch

Symptome, Diagnose und Arztbesuche

Symptome

Ein Kinderwunsch lässt sich selten beim ersten Versuch verwirklichen. Wenn ein Paar aber innerhalb eines Jahres trotz „Nutzung“ der fruchtbaren Tage der Frau nicht schwanger wird, liegen vermutlich Störungen der Fruchtbarkeit vor. Wenn die Frau Unregelmäßigkeiten im Zyklus bemerkt, bei Entzündungen, Infektionen und Schmerzen, ist immer eine ärztliche Abklärung zu empfehlen. Keine Scham bei Erektionsproblemen: heute ist das kein grundsätzliches Hindernis mehr bei Kinderwunsch. Eine Behandlung ist in den meisten Fällen möglich.

Wann zum Arzt

Wie lange dauert es, bis es zu einer Schwangerschaft kommt? Das hängt unter anderem vom Alter ab. Paare bis zu einem Alter von Anfang 30 Jahren sollten nach etwa einem Jahr ihren Kinderwunsch erfüllt haben. Ab 35 wird es schwieriger, hier kann es durchaus 2 Jahre bis zu einer Schwangerschaft dauern. Ab dem 38. Lebensjahr nimmt die Fruchtbarkeit bei der Frau schnell ab. Der Mann ist bis ins hohe Alter zeugungsfähig, jedoch nimmt die Spermienproduktion ab 40 ab. Aber auch dann ist ein Kinderwunsch durchaus realisierbar.

Ab 45 ist es für Frauen sehr schwierig, auf natürlichem Weg noch schwanger zu werden. Wenn man im fortgeschrittenen Alter noch ein Kind bekommen möcht, sollte man daher nicht zu lange warten, sondern am besten gleich einen Spezialisten aufsuchen. Da die Krankenkassen die Behandlung bei Kinderwunsch nur noch zu 50 % erstatten, ist jedoch die Zahl der Hilfesuchenden mit Kinderwunsch drastisch zurückgegangen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch zu Erkrankungen, Medikamenten, Zyklus, Sexualleben und Lebensführung. Was viele nicht wissen: Auch Übergewicht, Rauchen und Alkohol gehören in ein Gespräch über Empfängnis. Außerdem ist die berufliche Tätigkeit (wegen einer möglichen Schadstoffbelastung) ein Thema.

Erste Untersuchungen

Zunächst werden grundlegende Faktoren zur Fertilität von Frau und Mann überprüft.

Untersucht werden bei der Frau im Blut zum Beispiel verschiedene Hormon wie das „Antimüllersches Hormon“ (AMH). Dieses Hormon gibt Auskunft über die ovarielle Reserve, also über die Menge an noch reifungsfähigen Eizellen und damit über die Konzeptionswahrscheinlichkeit. Relevant sind weiter das „Folikelstimulierende Hormon“ (FSH), Östradiol, das luteinisierende Hormon (LH), der Prolaktinspiegel sowie das männliche Geschlechtshormon Testosteron. Auch die Schilddrüsenwerte muss man abklären. Besonders wichtig ist, ob die Hormone während des Zyklus in der vorhergesehen Art und Weise schwanken, denn erst dadurch kann ein Eisprung und eine Reifung des Follikels ausgelöst werden. Kontrolliert werden Scheide und Mutermund, insbesondere auf Infektionen mit Chlamydien. Die Eierstöcke und die Gebärmutter kann man im Ultraschall gut darstellen.

Beim Mann wird zusätzlich zu den Hormonen (FSH, LH und Testosteron) das Sperma getestet. Ein „Spermiogramm“ gibt Auskunft über die Spermienqualität – die Zahl, das Aussehen und die Bewegungsfähigkeit der Samen. Da die Qualität erheblich schwankt, wird die Erhebung in der Regel wiederholt. Des Weiteren werden Penis, Hoden, Nebenhoden, Prostata sowie die Samenblase gecheckt. Auch beim Mann klärt ein Abstrich, ob eine Infektion mit Chlamydien vorliegt. Eventuell ist zur Abklärung ein Ultraschall von Hoden und Prostata nötig.

Weitergehende Maßnahmen

Erst wenn diese Untersuchungen keine Ergebnisse liefern, wird die Eileiterdurchgängigkeit bei der Frau überprüft. Durch Infektionen mit Chlamydien kann der Eileiter verkleben und dadurch verhindern, dass Spermien und Eizelle zusammentreffen. Dazu führt man eine Bauchspiegelung oder ein Gebärmutter-Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel durch. Bei einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kann man mittels einer Videokamera die Schleimhaut dargestellt werden. Eventuelle Veränderungen wie Polypen oder Muskelknoten (Myome) können während dieser Behandlung entfernt werden.