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Alzheimer und Demenz: Gibt’s da einen Unterschied?

Freundin und ältere Dame lesen gemeinsam in einem Buch als Demenzprophylaxe.

Unterschiede: Alzheimer oder Demenz

Zugegeben, die Begriffe werden gerne in einem Atemzug genannt und häufig ist dem Verwender nicht bewusst, dass diese Begriffe nicht Synonyme sind. Doch wo liegt der Unterschied?

Von: Corinna Heyer

Demenz ist der Oberbegriff

Welche weiteren Demenzformen gibt es?

Die zweithäufigste Demenzursache ist die vaskuläre Demenz, die durch Durchblutungsstörungen des Hirngewebes verursacht wird. Vaskulär bedeutet "die Blutgefäße betreffend". Dahinter kann also eine Arteriosklerose oder ein plötzlicher Schlaganfall stecken. 15 % der Demenzerkrankungen gehören zu diesem Typus.

Daneben gibt es noch die selteneren Formen Lewy-Körperchen-Demenz und frontotemporale Demenz (früher Pick-Krankheit genannt).

Allen gemeinsam ist, dass sie durch Vergesslichkeit, Orientierungsschwäche und Denkstörungen gekennzeichnet sind.

Um zur eingangs gestellten Frage zurückzukommen...

... Unterschied Alzheimer und Demenz? Antwort: Alzheimer ist EINE Form der Demenz und eine eigenständige Erkrankung, aber nicht jede Demenz-Erkrankung ist auch Alzheimer. Es gibt übrigens mehr als 50 Ursachen, die zu einer Demenz führen können. Daher kommt der richtigen Diagnose eine hohe Bedeutung zu, hierzu werden verschiedene körperliche, insbesondere neurologische Untersuchungen durchgeführt, auch die Blutwerte werden untersucht. Das Gehirn wird durch bildgebende Verfahren wie Computertomografie oder Magnetresonanztomographie dargestellt, zusätzlich ermittelt der Arzt den Mentalstatus. Dabei bedient er sich Tests zur Aufmerksamkeit, Lernen, Erinnerung, Sprache und testet die Fähigkeit zum räumlichen Erfassen.

Was unterscheidet die primäre von der sekundären Demenz?

Um die Thematik noch etwas komplizierter zu machen, unterscheiden Mediziner die Demenzformen nach primärer oder sekundärer Demenz. Die oben genannten Formen sind primäre Demenzen, da sie ihren Ursprung im Gehirn haben, also hirnorganisch bedingt sind. Sekundäre Demenzen sind Folge von anderen organischen Erkrankungen, die dann in der Folge zu einer Demenz führen können (in circa 10 % der Fälle). Dazu zählen z. B.

  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Demenz durch chronischen Alkoholkonsum (Korsakow-Demenz)
  • Pseudodemenz bei Depression
  • Vitaminmangel

Wird die zugrunde liegende Erkrankung rechtzeitig behandelt, können sekundäre Demenzen geheilt werden.