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Weitere Therapien: Verdauungsbeschwerden

Was sonst noch hilft

Einige pflanzliche Mittel helfen bei verschiedenen Symptomen von Verdauungsbeschwerden. Außerdem unterstützt werden kann der Heilvorgang durch die richtige Ernährung bei Verdauungsbeschwerden und weitere Therapien. Bei starken Beschwerden muss die Schulmedizin hinzugezogen werden.

Ernährung

Bei einfachen Verdauungsbeschwerden ist die einfachste und erste Maßnahme: kleine Portionen essen und leicht verdauliche Nahrung bevorzugen (gedünstet, nicht gebraten, fettarm).

Da Darmgase bei einigen Menschen starke Beschwerden und das Gefühl des Aufgedunsenseins auslösen, sollten alle Nahrungsmittel die Luft/Gase enthalten (geschlagene Sahne, Speiseeis, kohlensäurehaltige Nahrungsmittel) gemieden werden. Auch Speisen, die blähend wirken (Bohnen, Linsen, Zwiebeln) sollte man gegebenenfalls weglassen.

Achtung: Bei einer Umstellung auf ballaststoffreiche Ernährung kann es vermehrt zu Darmgasbildung kommen.

Meiden Sie künstliche Nahrung (Süßigkeiten, Fertiggerichte) und Reizstoffe (Koffein, Nikotin, Alkohol). Eventuell sollte man auch an eine mögliche Unverträglichkeit denken. In diesem Sinne kann es hilfreich sein, Buch über die Beschwerden und die Nahrungsmittel zu führen.

Naturheilverfahren bei Verdauungbeschwerden

Bewegungstherapie

Bewegung entspannt und bringt die Verdauung in Schwung. Darum sollte man bei Verstopfung erst an Sport denken, bevor man zu Abführmitteln greift. Bei Durchfallerkrankungen sollte man zurückhaltend mit Sport sein, da dann die Verdauung noch beschleunigt werden kann.

Entspannungsverfahren

Für viele ist die Tatsache schwer zu akzeptieren: Beschwerden des Verdauungssystems entstehen häufig durch psychische Stressoren. Der Darm wird durch das unbewusste Nervensystem reguliert, was sich unserer Kontrolle entzieht. Der Darm wird aktiv, wenn wir zur Ruhe kommen.

Daher sollte bei Behandlung von unspezifischen Verdauungsstörungen den entspannenden Verfahren eine große Bedeutung zukommen.

Ordnungstherapie

Tatsache: Der Darm liebt Zeit und Ordnung.

Am besten wäre ein Tagesablauf, in dem es feste und vor allem ruhige Zeiten für Stuhlgang gibt. Gehen Sie unverzüglich zur Toilette, wenn sich der Darm meldet. Er wartet nicht gerne…

Essen Sie morgens mehr als abends. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und Kauen. Die letzte Mahlzeit sollte besonders leicht verdaulich sein.

Heilfasten

Heilfasten gibt dem Darm Zeit zum Regenerieren.

Nach dem Fasten ist es sinnvoll, die verschiedenen Nahrungssorten nach und nach wieder zuzuführen und mit den am leichtesten Verdaulichen anzufangen. Gerade nach Fastenkuren bietet sich eine Umstellung auf eine gesunde Ernährung sowie der Aufbau einer gesunden Darmflora an.

Symbioselenkung und mikrobiologische Therapie

Bei Durchfall, Verstopfung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie entzündlichen Beschwerden im Magen-Darmtrakt, Übelkeit und Befindlichkeitsstörungen kann eine Symbioselenkung Besserung bringen.

Ausleitende Verfahren: Baunscheidtieren

Bei Reizdarmbeschwerden ist es oft möglich, die Beschwerden mit einem „Gegenreiz“ zu lindern. Meist verwendet man Baunscheidtieren oder Schröpfen.

Akupunktur

Akupunktur, Akupressur und Fußreflexzonenmassage können den Darm tonisieren und eine geregelte Verdauung unterstützen.

Manuelle Medizin, Neuraltherapie

Eine Fehlfunktion des Darms könnte auch durch eine Fehlstellung der Wirbel und abgeklemmte Nerven verursacht sein, so die Therapeuten der manuellen Verfahren. Beschwerden könnten daher damit oft gelindert werden.

Orthomolekulare Medizin

Bei dauerhaft mangelnder Verdauung oder chronischem Durchfall, chronischen Erkrankungen, in der Schwangerschaft, im Alter, bei Hochleistung und in anderen besonderen Situationen sollte man auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralien achten:

Vitamine A, D, E und K, Vitamin B12, Folsäure; Kalium, Calzium, Eisen, Zink

Kinesiologie, Bioresonanz

Die alternative Medizin kennt zahlreiche Diagnoseverfahren zur Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Kinesiologie, Bioresonanz- und andere elektrische Verfahren (beispielsweise Elektroakupunktur). Diese Verfahren werden von der Schulmedizin als nicht evaluierte Testmethoden abgelehnt. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurden Wirkungen bzw. die diagnostische Beweiskraft bisher nicht belegt.

Schulmedizin

Verdauungsbeschwerden müssen gründlich abgeklärt werden, um auszuschließen, dass sich eine schlimme Erkrankung dahinter verbirgt. Behandelt wird entsprechend der Grunderkrankung.

Bei akutem Durchfall muss sofort für die Zufuhr von lebenswichtigen Salzen und sauberem Wasser gesorgt werden. Dauert er länger als drei Tage, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Besonders bei älteren Menschen, bei Säuglingen und Kleinkindern kann es rasch zu lebensgefährlicher Austrocknung des Körpers kommen.

Die Schulmedizin setzt bei leichten Verdauungsbeschwerden ebenfalls auf naturheilkundliche Verfahren und eine an die Gesundheitsstörung angepasste Lebensweise.