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Vermehrter Durst

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Unstillbares Durstgefühl

Immer wieder werden wir daran erinnert, wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist. Das Verlangen nach zu viel Wasser, kann jedoch auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen.

Von: PhytoDoc-Redaktion

"Man spricht vom vielen Trinken stets, doch nie vom vielen Durste!"

…heißt es in einem Gedicht von Joseph Victor von Scheffel, wir wollen uns dem Thema Durst nun intensiv widmen. Vermehrter Durst – in medizinischen Fachkreisen auch als Polydipsie bekannt – hat meist harmlose Ursachen. Nach schweißtreibendem Sport, nach dem Genuss von Alkohol oder bei heißen Temperaturen im Sommer ist Durst ein normales körperliches Verlangen, um den Wasserhaushalt auszugleichen. Auch bei Fieber, Durchfall oder Erbrechen verspürt der Mensch vermehrten Durst. Hält das Gefühl allerdings für längere Zeit an, sollten ernsthafte Erkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen durch einen Arzt ausgeschlossen werden. In der Regel ist eine Trinkmenge von mindestens 1-1,5 Litern am Tag für Erwachsene ausreichend. Grundsätzlich gilt: Unser Körper gibt uns durch Signale zu verstehen, was er benötigt. Wer also Durst hat, sollte auch trinken. Hängt der vermehrte Durst mit einer Erkrankung zusammen, wird der behandelnde Arzt je nach Ursache therapierenDie Ursachen können sehr vielfältig sein.

Was tun bei vermehrtem Durst?

Die Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung. Hauptziel ist es, die Ursachen von vermehrtem Durstgefühl und pathologischem Trinken zu erkennen und zu behandeln.

Um relativ harmlose Flüssigkeitsverluste (leichter Durchfall) zu ergänzen, sollte man dem Durst nachgeben und viel trinken. Wichtig dabei ist ein Ausgleich der Salzverluste. Für kurzfristigen Gebrauch sind Sportgetränke, Mineralwasser, Saft und gezuckerter Tee geeignet.

Für die orale Rehydratation (bei starkem Durchfall, Erbrechen) sind diese Getränke nicht sinnvoll, da sie zu wenig Natrium und zu viele Kohlenhydrate enthalten. Hierzu gibt es in Apotheken spezielle Granulate, die nur mit einer exakten Menge Wasser aufgefüllt werden müssen. Diese Trinklösungen enthalten Traubenzucker (Glukose) und Kochsalz (Natriumchlorid) im Verhältnis 1:1 sowie andere Salze.

Alkoholkonsum bei vermehrtem Durst

Alkohol wirkt auf den Körper austrocknend, da es zu einer erhöhten Wasser-Ausscheidung kommt. Damit gehen aber auch Salze verloren und es entsteht ein Elektrolytmangel.

Alkohol erzeugt also Durst. Wenn dagegen weiter alkoholische Getränke konsumiert werden, wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt.

Sinnvoller wäre ein entsprechender Ausgleich mit Mineralien und Vitaminen. Der Vitamin-Gehalt von Obst stimuliert den Stoffwechsel und erleichtert die Entgiftung der Zwischenprodukte. Eine Säure-, Mineralien- und Flüssigkeitszufuhr kann einem „Kater“ in gewissem Ausmaß vorbeugen.

Diabetes

Eine bestehende schwere Form von Diabetes kann nicht mit einer Naturheiltherapie behandelt werden. Leichte Formen können zunächst durch eine Diät behoben werden. Ziel dieser Ernährungsumstellung ist eine langsame Freisetzung des Zuckers aus der Nahrung. In dieser Situation ist der Körper oftmals noch in der Lage den Blutzucker zu kontrollieren.

In der Anfangsphase von Diabetes besteht oft auch ein starkes Übergewicht. In diesem Fall ist eine langsame und kontrollierte Gewichtsreduktion sinnvoll.

Zu den Therapien siehe Texte zu den entsprechend verlinkten Krankheiten.