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Symptome und Diagnose bei Wechseljahren

Die Menopause

Wechseljahresbeschwerden beginnen häufig lange vor der Menopause und dauern auch darüber hinaus an. Man spricht daher von „Perimenopause“. Welche (und ob) Beschwerden auftreten, ist individuell sehr verschieden.

Symptome

Regel ohne Regel

Recht lästig kann es werden, wenn man sich auf den Eintritt der Blutungen nicht mehr verlassen kann. Sie ändern auch ihre Charakteristik: Sie werden länger oder kürzer, schwächer oder stärker. Es kommt zu Zwischenblutungen oder zum Ausfall der Regel. Manchmal häufen sich auch die Regelbeschwerden, prämenstruelle Beschwerden wie Reizbarkeit, Migräne und Wassereinlagerungen.

Vegetative Beschwerden

Besonders typische Beschwerden sind Hitzewallungen, Schwindel und Schweißausbrüche. Sie dauern nur einige Minuten, danach folgt manchmal Kältegefühl und Frösteln. Herzbeschwerden wie Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen können eine Herzerkrankung vortäuschen. Häufig wird eine, meist vorübergehende, Zunahme des Blutdrucks bzw. starke Schwankungen des Blutdrucks verzeichnet. Treten diese Erscheinungen nachts auf, ist der Schlaf oft erheblich gestört.

Psychische Beschwerden: gereizt und aggressiv, traurig und interesselos

Manchmal empfinden die betroffenen Frauen eine „Stimmungslabilität“ sowie eine depressive Verstimmung. Es bestehen häufig Zustände der Reizbarkeit, Nervosität oder Anspannung. Andere verspüren eine abnehmende Belastbarkeit, Interesseverlust, Selbstwertprobleme oder Antriebslosigkeit.

Direkte hormonelle Effekte:

Durch die Hormonumstellungen kann eine Trockenheit der vaginalen Schleimhaut ausgelöst werden, denn die Haut, insbesondere die Schleimhäute werden dünner und die Elastizität nimmt ab. Deswegen kann es auch sein, dass Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten.

Daneben beginnen sich unter dem Einfluss der Hormonumstellung bestimmte Organe zurückzubilden, besonders die Gebärmutter wird kleiner und das Fett wandert von der Brust in der Spätphase allmählich in den Bauch.

Zwar nimmt das Progesteron ab (später das Östrogen), die männlichen Hormone werden vermehrt produziert. Dies kann in Form einer Oberlippen- und Gesichtsbehaarung sichtbar werden. Die Produktion von Testosteron (die ebenfalls in den Eierstöcken der Frau erfolgt) bleibt bis ins hohe Alter erhalten.

Auch die Funktion der Schilddrüse und der Nebennierenrinde ändert sich. Das beeinflusst die Verdauung und den gesamten Stoffwechsel sowie den Wasserhaushalt. Eine Gewichtszunahme sowie Wassereinlagerungen können die Folge sein. Das macht sich als prämenstruelle Beschwerden, geschwollene Brüste oder einem „geblähtem“ Bauch bemerkbar. Es kommt häufig zu einer unerwünschten Gewichtszunahme.

Bei manchen Frauen wird der Darm empfindlich, so dass manchmal bestimmte Lebensmittel nicht mehr vertragen werden.

Störungen des Stoffwechsels:

Besonders gefürchtet ist die Osteoporose. Da Östrogen mitverantwortlich für den Knochenstoffwechsel ist, verliert er nach der Menopause zunehmend an Festigkeit. Sollte die Menopause besonders früh eintreten (42 bis 47 Jahre), ist das Risiko hierfür erhöht.

Andere Beschwerden

Daneben kann es in dieser Zeit zu Beschwerden im Bereich der harnableitenden Organe kommen, wie Harnwegsinfekte, unfreiwilliger Harnabgang (Harninkontinenz) und häufiges Wasserlassen.

Aber auch ohne Wechseljahresbeschwerden kommt es im Alter oft zu Schlafstörungen und die Gesamtschlafdauer nimmt ab. Diese Änderung des Schlafverhaltens wird von Frauen und Männern gleichermaßen berichtet.

Wann zum Arzt

Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Umstellung. Dennoch muss genau abgeklärt werden, ob die Beschwerden mit den Wechseljahren zusammenhängen, oder durch andere Krankheit ausgelöst werden.

Ab einem Alter von 50 bis 55 empfiehlt sich zumindest einmal im Leben eine vorsorgliche Knochendichtemessung um die vorhandene Knochenmasse zu dokumentieren. Später können diese Daten zum Vergleich herangezogen werden. Daneben kann man Auf-, Ab- und Umbau des Knochens mit Hilfe verschiedener Laborparameter messen.

Diagnostik

Was Sie vom Arzt erwarten können

Der Arzt erkennt die Wechseljahre an den Zyklusanomalien. In fraglichen Fällen kann die Konzentration bestimmter Hormone im Blut bestimmt werden (Östrogenabfall und Abfall des Gelbkörperhormons Progesteron, Anstieg des follikelstimulierenden Hormons). Ein neuer Parameter ist das Anti-Müller-Hormon. Es gilt zurzeit als der genaueste Parameter, für den Stand der Umstellung.

Nicht immer werden Hitzewallungen oder Unregelmäßigkeiten in der Regel von den Wechseljahren ausgelöst. Daher klärt man sicherheitshalber ab, ob Bluthochdruckkrisen, eine Schilddrüsenüberfunktion oder hormonproduzierende Tumoren (sehr selten) die Ursachen sind.