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Silvester-Kater: So beugen Sie vor

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Das böse Erwachen nach einer fröhlichen Nacht

Altbewährte Tipps gegen den Brummschädel sind viel Mineralwasser, eine handfeste Nahrungsgrundlage und die Wahl des richtigen Getränks. Außerdem soll ein Extrakt aus dem Feigenkaktus vorbeugend helfen.

Von: Eva Pantleon

Die Missetäter: Methanol und Fuselöle

Kaum ist Weihnachten vorbei, naht mit Silvester die nächste Attacke auf die Verdauungsorgane. Hauptbetroffene ist in diesem Fall die Leber, welche sich beim Knallen der Silvesterraketen bereits an die Verarbeitung von diversen Gläsern Sekt, Punsch oder Schlimmerem machen muss. Unschöne Nebenerscheinung: der dicke Kopf am nächsten Morgen. Hauptsächliche Ursache der Kopfschmerzen ist die durch den Alkohol entstandene Dehydration des Körpers. Ein weiterer Missetäter ist der neben dem Ethyl-Alkohol (Trinkalkohol) in alkoholischen Getränken enthaltene Methylalkohol, auch Methanol genannt. Dieser führt im Zusammenspiel mit den so genannten Fuselölen zu den bekannten Symptomen. Fuselöle werden auch „Begleitalkohole“ genannt. Sie sind Nebenprodukte, die bei der alkoholischen Gärung entstehen, und dienen in geringen Mengen als Geschmacksträger. Im menschlichen Körper aber richten Fuselöle plus Methanol allerlei Unheil an: Sie werden zu Giftstoffen abgebaut, die zu einer Verminderung der Herzleistung und zur Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen können. Die Folge sind Kopfschmerz, Übelkeit und Müdigkeit – kurz gesagt, ein kräftiger Kater.

Auch gegen den Kater ist ein Kraut gewachsen: der Feigenkaktus

Wer mag, kann aber auch das homöopathische "Katermittel" Nux vomica testen. Dazu nach dem Aufwachen noch im Bett jeweils 5 Globuli nux vomica D12 dreimal im Abstand von 5 Minuten einnehmen und anschließend (nur falls es dann noch nicht besser ist) im Abstand von einer Stunde noch einmal weiter 5 Globuli.

Wissenschaftlich belegt ist die Wirkung allerdings nicht – im Gegensatz zu einem Pflanzenextrakt aus der Frucht der Opuntia Ficus indica, zu deutsch „Feigenkaktus“. Dieser erwies sich bei einer klinischen Studie als potentes „Katermittel“. Einzelheiten der Studie finden Sie hier >>

Sollten die Kopfschmerzen trotzdem hartnäckig sein, hilft das Einreiben der Schläfen mit einem Mentholstift oder Pfefferminzöl, Wechselduschen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen – und vor allem: ein strammer Spaziergang an der frischen Luft!

Hände weg vom "Katerbier"

Worauf Sie allerdings unbedingt verzichten sollten ist das so genannte „Reparier-Bier“ oder „Konterbier“ am Morgen danach.

Dieses bringt lediglich einen „neuen kleinen Rausch, der entspannend wirkt«, sagt Peter Kruck, Autor des Buches „Alcohol. Alles, was Sie darüber wissen sollten“. Dies Wohlbefinden wird allerdings von kurzer Dauer sein. Denn was für den Kater sorgt, ist, wie schon oben beschrieben, vor allem der Methylalkohol, der langsamer abgebaut wird als Ethanol (der „normale“ Alkohol). Kippt man nun Bier nach, gelangt frisches Ethanol in den Körper, das die Leber leichter abbauen kann. Dafür lässt sie den Methylalkohol vom Vortag links liegen. Ist das frische Ethanol aber abgebaut, geht es mit dem Methanolabbau weiter, der Kater kommt zurück – meist sogar schlimmer als zuvor.