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Makuladegeneration – Möglichkeiten alternativer Therapien

© elfey

AMD (altersbedingte Makuladegeneration)

Die Therapie stellt sowohl für die Schulmedizin als auch für alternativ arbeitende Therapeuten eine Herausforderung dar. Verfahren, die sich in der Praxis bewährt haben, stelle ich hier vor.

Von: Dr. rer. nat. Ernst Grondal

Alternative Therapien bei Makuladegeneration

Die Makula oder auch der "gelbe Fleck" genannt, ist in der Netzhaut des Auges die Stelle des schärfsten Sehens. Bei einer Degeneration des Sehzentrums (Makuladegeneration) nimmt die Funktionalität der dort befindlichen Zellen mehr und mehr ab. Die alternativen Therapien der trockenen und feuchten Makuladegeneration, die sich in der Praxis bewährt haben, werden hier erläutert.

Keine Heilung für Makuladegeneration

AMD (altersbedingte Makuladegeneration) stellt sowohl für die Schulmedizin als auch für alternativ arbeitende Therapeuten eine Herausforderung dar. Es handelt sich um eine degenerative Erkrankung für die es keine Heilung gibt, man kann lediglich die Sehkraft etwas verbessern bzw. die Degeneration zum Stillstand bringen. AMD tritt in zwei Formen auf: Die häufigere trockene Form, die durch Ablagerungen (Drusen) am Sehzentrum charakterisiert ist und die feuchte Form, die durch unkontrolliertes Einwachsen von Blutgefäßen ziemlich rasch zur kompletten Erblindung führen kann. (siehe auch Makuladegeneration)

Für die feuchte Form gibt es schulmedizinische Therapien, die aber nur einen Stillstand erreichen können. Das skandalöse Verhalten der Pharmaindustrie bei der Preisgestaltung der Spritzen, die einen Hemmstoff gegen den Wachstumsfaktor enthalten, der für die krankhafte Neubildung von Blutgefäßen verantwortlich ist, ist wohl allen noch in Erinnerung, die sich diese Therapie nicht leisten konnten und mittlerweile erblindet sind. Relativ unbekannt in der Bevölkerung ist die Tatsache, dass es alternative Therapien gibt, die auch noch zu einer Verbesserung der Sehleistung führen können, zumal diese Therapieformen von den meisten Augenärzten rundweg abgelehnt werden, weil sie sich nicht damit beschäftigen wollen.

Die Erfolgsrate bei diesen Therapien geht bis zu 60 %, wobei auch schon ein Stillstand als Erfolg gewertet wird. Häufig lässt sich aber auch eine Verbesserung der Sehkraft erreichen. Das Prozedere der Therapie ist bei den Therapeuten unterschiedlich, allen ist aber als Grundlage eine Akupunkturbehandlung gemein.

Verfahren, die sich in der Praxis bewährt haben:

Akupunktur: zweiwöchige Akupunkturbehandlung zweimal am Tag. Es werden Punkte der chinesischen Akupunktur kombiniert mit Schädelakupunktur, Ohrakupunktur, ECIWO und NPSO nach Siener.

Studien zur Akupunkturbehandlung wurden vor allem vom dänischen Prof. Boel durchgeführt und zeigten gute Ergebnisse, nicht nur bei AMD sondern bei fast allen Augenerkrankungen.

Ozon-Eigenblut-Therapie: es wird eine Serie von 10 bis 15 Behandlungen (2 x pro Woche) durchgeführt. Auch hier gibt es kleinere Studien, die eine Sehkraftverbesserung erreichen konnten (Bocci). Die Wirkung erklärt sich über eine Verbesserung der Durchblutung und einer Reduktion der Radikalkonzentration in der Retina. So wurde in einer Untersuchung der Universitätsaugenklinik Bonn nachgewiesen, das bei AMD eine erhöhte unterschwellige Entzündungsreaktion nachzuweisen ist, die durch eine Fehlregulation des Komplementsystems verursacht wird (H. Scholl). Entzündungsreaktionen setzen vermehrt Radikale frei, die durch die Ozontherapie abgefangen werden.

Organhydrolysate: Es wird zweimal pro Woche ein homöopathisch aufbereiteter Organextrakt des Auges, möglichst nah am Auge, appliziert. Nach dem Paracelsus-Prinzip: Auge heilt Auge.

Orthomolekulare Basistherapie: Hier sollen vor allem fehlende Nähstoffe zugeführt werden. Diese Therapie sollte standardmäßig bei jeder Form der AMD lebenslang weitergeführt werden. Es gibt bereits fertige Rezepturen, die auf die AMD abgestimmt sind und die Einnahme vereinfachen. Interessant ist eine Meta-Studie, die zeigt, dass Omega-3-Fettsäuren aus Fisch das Risiko an AMD zu erkranken senkt. Dabei ist der Fisch wichtig, da die Omega-3-Fettsäuren aus dem Fisch langkettig sind (Eicosapentaensäure EPA und Dokosahexaensäure DHA) und in der Retina die Konzentration von Dokosahexaensäure (DHA) vergleichsweise hoch ist (Chong, Elaine W-T. ).

Neben diesen Therapieangeboten gibt es noch Verhaltensregeln, die ein AMD-Patient unbedingt einhalten sollte und die mitentscheidend für den Erfolg der Therapie sind:

Augen schonen: wenig fernsehen, Bildschirmarbeit, keine direkte Sonneneinstrahlung...

Augen stärken und Durchblutung fördern: Bewegung, frische Luft, Augenübungen...

Arteriosklerose vorbeugen: Ernährung, nicht rauchen...

Wichtig ist aber vor allem eins:

frühzeitig mit einer Therapie beginnen, denn was einmal zerstört ist, lässt sich meist nicht mehr regenerieren.

Literatur

  1. Chong, Elaine W-T. et al: Dietary ω-3 Fatty Acid and Fish Intake in the Primary Prevention of Age-Related Macular Degeneration,. Archives of Ophthalmologie, Vol. 126, S. 826-833, 2008
  2. Bocci, V.: Die senile Makulopathie und verwandte Erkrankungen. In: Ozon-Handbuch. Grundlagen. Pravention. Therapie, edited by Beck and Viebahn-Hansler. Landsberg: Ecomed, p. 1-25., 1997
  3. Tischler, W.: Alternative Hilfe bei Sehstörungen – Augenakupunktur nach Prof. Boel, Zellkern S. 14/15 Frühjahr 2006
  4. Scholl HPN, Issa PC, Walier M, Janzer S, Pollok-Kopp B, et al. Systemic Complement Activation in Age-Related Macular Degeneration. PLoS ONE 3(7): e2593. doi:10.1371/journal.pone.0002593, 2008