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Vitamin B12: Warum es so wichtig ist

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Die Versorgung mit Vitamin B12 ist häufig nicht ausreichend. Dabei ist es wichtig für die Blutbildung und für das Nervensystem.

Von: Gabriele Strelau

Neben einer guten Versorgung unseres Organismus mit Vitamin D könnte die Versorgung mit Vitamin B12 zu einem zunehmenden Problem werden. Denn Vitamin B12 ist hitzeempfindlich, beispielsweise wird Milch nur noch stark erhitzt (länger haltbar) angeboten und wir trauen uns kaum noch, Fleisch und Eier roh oder halbgegart zu essen. Die Zahl der Vegetarier und Veganer ist ansteigend, Vitamin B12 finden wir aber hauptsächlich in tierischen Produkten. Vitamin B12 ist wichtig für die Blutbildung, Zellteilung und für das Nervensystem.

Welche Beschwerden könnten auf einen Vitamin B12-Mangel hinweisen?

  • Anämie und damit verbunden Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Infektanfälligkeit
  • Kribbeln und Brennen, Missempfindungen, Migräne, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Demenz
  • Schleimhautveränderungen, Aphten, Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erhöhter Homocystein-Spiegel im Blut und damit verbunden erhöhte Gefahr von Arteriosklerose, Netzhautschäden

Worin ist Vitamin B12 enthalten?

Mehr oder weniger reichlich in Reihenfolge:

  • Fleisch und Fisch
  • Milch und Milchprodukte
  • Eier

In Spuren und damit nicht bedarfsdeckend aber besser als nichts:

  • Leguminosen (z. B. Erbsen, Bohnen)
  • Rohes Sauerkraut und Bier
  • Hefeprodukte
  • Manche Algenarten (Nori, Spirulina, Chlorella – die letzten 2 sollen aber kein für den Menschen verwertbares Vitamin B12, sondern ein Pseudo-Vitamin-B12 enthalten, welches nahezu unverwertbar ist oder sogar anderes Vitamin B12 verdrängt)
  • Ingwer
  • Champignons

Vitamin B12 in der Küche

Es ist hitze-, licht- und luftsauerstoff-empfindlich, leidet also doch sehr unter Aufbewahrung und Zubereitung. Eine vegetarische oder vegane Ernährung erschwert durch hohen Folsäuregehalt eine Früherkennung von Vitamin-B12-Mangel und macht sich erst durch Nervensymptome bemerkbar. Für Säuglinge von Müttern, die sich überwiegend vegetarisch oder sogar vegan ernähren, kann das fatale Folgen haben (vermehrtes Schreien kann das 1. Zeichen sein). Leider können jetzt Vegetarier nicht unbedingt sagen: Dann überwinde ich mich mal und esse 1 x im Monat ein Gericht mit Leber. Unser Organismus kann lediglich 1,5 – 2 Mikrogramm / Mahlzeit aufnehmen. Besser ist es hier mehrmals in der Woche Camembert und rohen Hering (Matjes, Rollmops), Makrele, Kaviar zu sich zu nehmen (für Veganer bleibt da nur die Nahrungsergänzung).

Körperlicher Stress (viel körperliche Arbeit und Sport), psychischer Stress und häufige Infekte erhöhen den Bedarf an Vitamin B12 stark.

Gründe für einen erhöhten Vitamin B12-Bedarf

Durch viel Vitamin C in der Nahrung (z. B. im Winter als Infekt-Prophylaxe) erhöht sich der Bedarf an Vitamin B12, sowie durch Rauchen, viel Kaffee, Süßigkeiten und Alkohol (also alles, was Spaß macht). Vitamin B12 kann bei Allergien und Neurodermitis (Antiallergika erhöhen den Bedarf), v. a. aber bei Multiple Sklerose, Parkinson und Demenz hilfreich sein, die Psoriasis wird aber durch dieses Vitamin verschlimmert.

Durch eine chronische aber auch schon leichte Magenschleimhaut- und Darmentzündung, bakterielle Fehlbesiedelung des Darms oder Schwermetallbelastung wird die Aufnahme aus der Nahrung vermindert. Zusätzlich durch Medikamente wie Antatzide und Protonenpumpenhemmer gestört. Auch andere Medikamente wie die Pille, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker stören die Aufnahme.

Bevor man jetzt einfach Vitamin-B12-Präparate schluckt, sollte man sich doch besser bei einer Heilpraktikerin zum Vitamin-B12-Status untersuchen lassen und bei einem Mangel die Ursache dafür herausfinden lassen.

Die Autorin
Heilpraktikerin Gabriele Strelau hat ihre Naturheilpraxis für klassische Homöopathie in Düsseldorf. Ihre Schwerpunkte sind: Klassische Homöopathie, Ernährungs-, Gesundheits-, Lebensberatung, Behandlung des Bewegungsapparates.