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Weißer Spargel mit Bärlauchpesto – Rezept

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Spargel- und Bärlauchsaison

Jetzt ist die perfekte Zeit, um weißen Spargel und Bärlauch für einen köstlichen Gaumenschmaus zu kombinieren. Und gut für die Gesundheit ist es obendrein!

Von: Christian Beimel

Die ersten Frühlingsboten

Jetzt ist genau die Zeit, um weißen Spargel und Bärlauch für einen perfekten Gaumenschmaus zu kombinieren. Die ersten Spargelstangen werden angeboten und der köstliche Bärlauch hat schon überall seine Blätter geschoben, ist aber noch nicht am Blühen. Und gut für die Gesundheit sind die beiden Zutaten obendrein! Das beliebte Stangengemüse hat übrigens eine lange Anwendungstradition als Heilpflanze.

Bärlauch ist einer der ersten Frühlingsboten. Zwischen März und Mai wächst er vor allem in feuchten Laubwäldern und ist in Deutschland weit verbreitet, wobei es große regionale Unterschiede gibt. Um den richtigen Standort zu finden, können Sie sich zunächst auf Ihre Nase verlassen: Wenn es im oder am Wald plötzlich nach Knoblauch riecht, sind die Pflanzen nicht mehr weit. Die Blätter lösen Sie unten am Stil ab. Aber Vorsicht! Bärlauch kann man leicht mit Maiglöckchen, der Herbstzeitlosen oder mit dem gefleckten Aronstab verwechseln. Diese drei Pflanzen sind sehr giftig, so dass Sie hier auf Nummer sicher gehen sollten. Gerade unerfahrene Sammler sollten sich das Aussehen der Pflanzen gut einprägen! Sichere Alternativen: Auf dem Markt einkaufen oder sich einer geführten Kräuterexkursion anschließen.

Bärlauch unterstützt Magen und Darm

Nicht nur der Geruch von Bärlauch ähnelt dem des Knoblauchs. Auch in der Wirkung haben die beiden Pflanzen vergleichbare Eigenschaften. Kein Wunder, enthalten doch beide Alliin (eine schwefelhaltige Verbindung, die sowohl blutverdünnend als auch antibakteriell wirkt) und Adenosin (wirkt gefäßerweiternd). Wobei der Alliingehalt ein Drittel niedriger als beim Knoblauch liegt, der Adenosingehalt dafür aber 20 Mal höher ist.

So wirkt sich Bärlauch reinigend auf Magen und Darm aus: Er regt den Appetit an und hilft bei Verdauungsbeschwerden und gegen Blähungen, da er gasbildende Bakterien im Darm unschädlich macht. Zudem senkt er den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.

So verarbeiten Sie Bärlauch

Bärlauch sollte am besten frisch verarbeitet werden. Die Blätter können aber auch unbehandelt eingefroren werden. Sie sind dann bis zu einem Jahr haltbar.

Kräuterbutter mit Bärlauch

Schnell, leicht und lecker können Sie eine Kräuterbutter mit Bärlauch zubereiten. Dazu schneiden Sie die Blätter klein und vermischen sie mit Butter. Auf 250 g Butter benötigen sie circa 100 g Bärlauch. Wie die Blätter können Sie auch die Kräuterbutter einfrieren. So ist sie etwa ein Jahr haltbar.

Rezept: Weißer Spargel mit Bärlauchpesto

Zubereitungsdauer:

Pesto: 40 Minuten

Spargel: 40 Minuten (circa 25 Minuten schälen 15 Minuten kochen)

Zutaten für 4 Personen

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75 g Bärlauch
75 g Petersilie
40 g Pinienkerne
40 g Mandeln
65 g Parmesan gerieben
150 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Pinienkerne fünf Minuten lang ohne Fett bei 180 Grad im Backofen rösten. Anschließend die Zutaten für das Pesto bis auf das Olivenöl fein pürieren, bis es eine feine homogene Masse ergibt. Das geht am besten im Mörser. Alternativ können Sie dafür auch den Mixer verwenden. Die pürierte Masse anschließend mit dem Olivenöl verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Pesto kann bis zu drei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Den weißen Spargel schälen und anschließend 15 Minuten kochen. Das Kochwasser je Liter mit 20 g Salz und 20 g Zucker würzen.

Das Pesto geben Sie über den noch heißen Spargel. Fertig. Und keine Sorge, anders als beim Knoblauch riechen Sie nach dem Essen nicht nach Bärlauch.

Ich wünsche gutes Gelingen und guten Appetit!