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Wie Sie verletzungsfrei durch die Skisaison kommen

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Fitness, Ausrüstung und Fahrtechnik – alles, was Sie für einen sicheren Ski-Urlaub wissen müssen.

Von: Anne Wlodarz

Ski heil!

Die Bundeskanzlerin war 2014 ein prominentes Beispiel für das, was jährlich vielen Ski-Urlaubern zustößt. Laut der Stiftung „Sicherheit im Skisport“ verletzten sich in der Saison 2012/13 ca. 43.000 Deutsche beim Skifahren. 3.550 Skifahrer mussten nach einem Unfall sogar im Krankenhaus behandelt werden. Mit 37,2 % aller Skiverletzungen ist das Knie beim Skifahren am meisten gefährdet. Auch Schulterverletzungen (20,1 %) sowie Verletzungen an Rumpf (8,7 %) und Hüfte und Oberschenkel (7,4 %) kommen häufig vor.

Fakt ist, dass sich die meisten Unfälle vermeiden lassen könnten. Mangelnde Fitness, fehlendes Fahrvermögen und unzureichend kontrollierte Skiausrüstung sind häufige Auslöser eines Unfalls. Wenn Sie unsere Tipps für den Winter beachten, können Sie mit einem sicheren Gefühl die Pisten erobern.

Schon vor dem Winter fit für die Piste sein

Möchte man Skisport betreiben, so sollte man körperlich fit sein. Man nimmt ja auch nicht ohne vorheriges Training an einem Marathon teil. Genauso verhält es sich beim Skifahren. Spätestens 1 bis 2 Monate vor dem Ski-Urlaub sollte man mit Skigymnastik beginnen. Im Handel sind DVDs oder Fachbücher zum Thema erhältlich, damit man sich auch gut in den eigenen vier Wänden auf den Urlaub vorbereiten kann. Wem es zuhause an Motivation fehlt, kann auch an speziellen Kursen in Fitnessstudios oder in Skisportvereinen teilnehmen, wo Übungen durch einen fachkundigen Trainer vermittelt werden. Wer ohnehin das ganze Jahr über regelmäßig Sport treibt, kann bereits eine gute Fitness vorweisen. Dennoch sollte man die Körperregionen, die beim Skifahren besonders beansprucht werden, zusätzlich trainieren.

Eine einwandfreie Skiausrüstung ist das A und O für die Wintersaison. Diese sollte durch einen Fachmann jährlich überprüft werden. Vor allem die Bindung sollte korrekt eingestellt werden, da viele Verletzungen durch eine zu leicht oder zu schwer auslösende Bindung verursacht werden.

Vor dem Skilaufen

Es ist soweit: Man ist am Urlaubsort angekommen, die Schneeverhältnisse sind optimal und am liebsten würde man sofort die Pisten erkunden. Bevor man allerdings loslegt, sollte man einige Dinge beachten. Zunächst sollte man sich gut aufwärmen und Dehnungsübungen machen, damit sich der Körper auf die bevorstehende Belastung einstellen kann und die Muskeln besser durchblutet werden. Wer zu den Fahranfängern gehört, sollte lieber einen Skikurs belegen und die richtige Technik von einem ausgebildeten Skilehrer erlernen. Das Tragen von Skihelm und Protektoren für den Rücken sind unerlässlich für ein sicheres Vergnügen im Schnee. Das Risiko schwerer Kopf- und Rückenverletzungen kann auf diese Weise reduziert werden.

Glühwein und Schweinshaxe sind tabu!

Der Besuch einer urigen Skihütte während des Skifahrens ist für jeden Fahrer ein beliebtes Ziel, um sich etwas zu entspannen und sich zu stärken. Viele Menschen neigen jedoch dazu, sich ein üppiges Mittagessen zu gönnen oder – noch schlimmer – den allseits beliebten Glühwein oder einen Jagertee zu trinken. Schwere Mahlzeiten und Alkohol machen allerdings träge und vermindern die Konzentrationsfähigkeit, die auf der Piste so wichtig ist. Generell sollte man darauf achten, genügend Erholungsphasen einzuplanen, um Müdigkeit vorzubeugen. Man sollte auf kleinere stärkende Snacks mit vielen Kohlenhydraten setzen und für genügend (alkoholfreie!) Flüssigkeitszufuhr sorgen. Wer sich schlapp fühlt, sollte lieber nicht mehr allzu lange auf den Skiern stehen. In den ersten Tagen sollte man es erst langsam angehen lassen und die Fahrtzeiten am Tag erst nach und nach verlängern. Der Deutsche Skiverband hat 10 Gesundheitsregeln für Skifahrer aufgestellt, die man sich zu Herzen nehmen sollte.

Mithilfe dieser Tipps steht einem sicheren Ski-Vergnügen nichts im Wege. In diesem Sinne wünscht PhytoDoc allen Skihasen einen verletzungsfreien und schönen Ski-Urlaub!