Adonisröschen

Gewinnung

Die Pflanze stammt meist aus Wildbeständen. Nach der Ernte wird das Kraut möglichst rasch getrocknet (eine zu langsame Trocknung führt zu einem partiellen Abbau der herzwirksamen Glykoside). Aus dem gleichen Grund muss der Wassergehalt der Droge sehr niedrig sein.

Wirkstoffe

  • mehrere herzwirksame Glykoside vom Cardenolidtyp (Konzentrationen von 0,2–0,5%), mit dem Hauptwirkstoff Cymarin, kleineren Mengen an Adonitoxin und 26 weiteren Cardenolide
  • Flavonoide (Flavon-C-Glykoside)
Anwendungsgebiete
Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Herzschwäche/Herzinsuffizienz Stadium NYHA (New York Heart Association) I-II (d.h. nur bei leicher Herzschwäche), insbesondere bei nervöser Begleitsymptomatik

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Adonisröschen bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Blasen- und Nierensteine
  • Blutdruck, niedriger (Hypotonie)
  • Kreislauflabilität mit nervöser Begleitsymptomatik (insbesondere, wenn noch kein Digitalis benötigt wird)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Adonisröschen helfen kann