Aloe vera

Die Echte Aloe (Aloe vera L. oder Aloe barbadensis Mill.) aus der Familie der Affodillgewächse kann große Mengen Wasser speichern und ist daher für heiße Standorte mit unregelmäßiger Wasserzufuhr hervorragend angepasst. Die Gattung Aloe besteht aus…

> mehr

Wie wirkt Aloe vera?

Es gibt einige klinische Studien über die Wirksamkeit von Aloe vera-Produkten, deren Qualität aber als gering eingestuft wurde. Zudem fehlt auch häufig eine korrekte Kontolle oder eine unabhängige Bestätigung der Befunde.

Kontaktdermatitis

30…

> mehr

Anwendungsgebiete

Wichtige Hinweise zur Verwendung von Aloe

Als darmreizendes Abführmittel sollte Aloe vera (ähnlich wie Sennes-Blätter) nur dann eingesetzt werden, wenn durch eine Ernährungsumstellung, ausreichende Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Bauchmassage, Entspannungsmaßnahmen oder durch Einnahme von Lactulose, Quellmitteln wie Flohsamen, Leinsamen, Agar etc. kein ausreichender therapeutischer Effekt zu erzielen ist. Nach der strengeren Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sollte es wegen Krebsgefahr sogar höchstens zweimal pro Woche für höchstens zwei Wochen eingesetzt werden.

Bei schmerzhaften Einrissen in der Gegend des Darmausgangs (Analfissuren), Hämorrhoiden und nach Eingriffen im Enddarmbereich für ein bis zwei Wochen kann eine Anwendung u.U. nützlich sein. Als „Health drink“, z.T. über den (erweiterten) „Freundeskreis“ vertrieben, ist es bei der gegenwärtigen Beweislage abzulehnen, insbesondere, wenn der Gehalt an abführenden Anthranoiden („Anthrachinone“, z.B. Aloin) nicht deklariert ist, die genaue Stammpflanze und die galenische Zubereitung nicht angegeben sind.

Die äußerliche Wirkung für die Wundheilung unter bestimmten Umständen (siehe Wirkungsweise) ist belegt. Es konnte eine beschleunigte Wundheilung im Sinne einer rascheren Hautneubildung (Epithelialisierung) nachgewiesen werden. Auch halbierte Aloe-Blätter wirken durch die Heilwirkung des Gels gut bei der Wundbehandlung. Mehrere klinische Studien, v.a. in den USA und Thailand, geben Hinweise auf eine Wirksamkeit von Aloe vera-Gel-Produkten bei entzündlichen Hauterkrankungen, Wunden, Verbrennungen, Erfrierungen, und Insektenstichen. Bei Sonnenbrand und Akne ist die Wirkung nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Verstopfung (maximal zwei Wochen, nach der strengeren Richtlinie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte höchstens zweimal pro Woche)

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Aloe vera bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Analfissuren, Hämorrhoiden, Operationen am Rektum
  • Diabetes
  • Entzündungen im Magen-Darmbereich
  • Erfrierungen
  • Hauterkrankungen: Hautentzündung, Hautinfektionen, Ekzem (Dermatitis), Wunden, Verbrennungen, Verletzungen, leicht, Schuppenflechte
  • Herpes (Herpes genitalis)
  • Infektionen im Mundbereich
  • Rheuma und Arthritis
Links zu den Erkrankungen, bei denen Aloe vera helfen kann