Anis

Die Pflanze Echter Anis (Pimpinella anisum) ist ein Vertreter der Doldenblütler (Apiaceae). Er stammt aus dem östlichen Mittelmeergebiet und Westasien und wird weltweit angebaut. Dass Anis seit Jahrtausenden bekannt ist, weiß man, da selbst bei…

> mehr

Wie wirkt Anis?

Nach der Monographie der Kommission E hat Anis folgende Wirkungen:

  • expektorierend („Auswurf fördernd“, dadurch wird der Schleim vermehrt abtransportiert)
  • schwach krampflösend (spasmolytisch)
  •  antibakteriell

Anis wirkt blähungslindernd (karminativ), was…

> mehr

Anwendungsgebiete
Produkt
Anzeige

Der Hauptinhaltsstoff der Anisfrüchte ist ein wohlschmeckendes ätherisches Öl. Für dessen Wirkung liegen keine klinischen Studien vor. Die Aussagen der Kommission E stützen sich im Wesentlichen auf Labor-/Tierversuche oder die Überlieferung.

Anis ist ein traditionelles Hustenmittel bei Atemwegskatarrh (Erkältungen und Grippe, Husten, Bronchitis) zur Linderung des Hustenreizes und Förderung des Auswurfs. Daneben sorgt es für eine Steigerung der Produktion der Verdauungssäfte und wird bei allgemeinen Verdauungsbeschwerden sowie Blähungen eingesetzt. Anisöl entspannt die glatte Muskulatur und wirkt daher sehr wahrscheinlich auch gegen Magen-Darmkrämpfe.

Hinweis: Damit das ätherische Öl aus den Früchte austreten kann sollten die Früchte vor der Verwendung gequetscht werden.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.

Innere Anwendung

  • Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden)


Innere und äußere Anwendung

  • Katarrhe der Luftwege, Schleimlösung im Bereich der Atemwege

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Anis bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Erkältungen, Grippe, Husten, Bronchitis
  • Durchblutungsstörungen: Stimulierende Einreibung (Öl);
  • Parasiten: gegen Parasiten auf der Körperoberfläche (Ektoparasiten)

Klinische Studien, welche die Wirksamkeit bei den genannten Anwendungsgebieten belegen, liegen nicht vor.

Links zu den Erkrankungen, bei denen Anis helfen kann