Beta-Carotin

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnte in einem Rundschreiben vor der Einnahme von β-Carotin bei Rauchern, da in klinischen Studien das Risiko für das Auftreten von Lungenkrebserkrankungen bei Rauchern erhöht war. Dies war der Fall, wenn zusätzlich zur normalen Ernährung täglich 20 mg β-Carotin über einen längeren Zeitraum (bis 24 Monate) eingenommen wurden. Arzneimittel, die mehr als 20 mg β-Carotin als Wirkstoff enthalten, dürfen von Rauchern daher nicht eingenommen werden. Arzneimittel, die zwischen 2 und 20 mg β-Carotin als Wirkstoff enthalten, wurden mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen. Die Verwendung von mehr als 2 mg β-Carotin als Hilfsstoff in Arzneimitteln wurde den pharmazeutischen Herstellern verboten.
Bei Nichtrauchern sind auch bei sehr hohen β-Carotin–Dosen bisher keine Risiken bekannt. In Bezug auf Darmkrebs wirkt β-Carotin positiv nur auf Patienten, die weder rauchten noch Alkohol tranken (s. Wirkungsweise).
Als Sonnenschutz ist die orale Einnahme von β-Carotin mit Vorsicht zu genießen. In Kombination mit anderen Zusatzstoffen kann β-Carotin auf Grund von Wechselwirkungen schützend wirken. In einem Fall verschlimmerte β-Carotin jedoch die Krebsentstehung durch UV-Licht.
Als nicht schwerwiegende Nebenwirkungen wurde in der Literatur die Gelbfärbung der Haut und Aufstoßen (Rülpsen) beschrieben.

Anwendungsgebiete
Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Nachtblindheit
  • Vitamin-A-Mangel

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Beta-Carotin bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Abwehrschwäche
  • Arteriosklerose
  • Krebserkrankungen, vorbeugend (gilt nicht für starke Raucher!)
  • Makuladegeneration
  • Vorbeugung gegen Prostata-Krebs
  • Vorbeugung gegen Wiedererkrankung an Darmkrebs (nur für Personen, die nicht rauchen und keinen Alkohol zu sich nehmen)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Beta-Carotin helfen kann