Cayennepfeffer

Scharfes Paprikapulver wird oft als Cayennepfeffer bezeichnet. Es besteht aus dem Pulver der getrockneten Chili-Früchte der Sorte „Cayenne“. Die Pflanze gehört, wie die Kartoffel oder Tomate, zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) und ist von strauchartigem Wuchs. Die meist unbehaarten Blätter sind oval bis lanzettlich und die Blüten sternförmig, grünlich- oder weißlich. Die Chili-Schoten sind sehr variabel in Farbe und Form: von gelb über orange-lachsfarben und rot bis braun, von kugelig bis länglich-spitz oder -stumpf.

Eng verwandt mit dem Cayennepfeffer ist die Gewürzpaprika mit meist länglichen und rot gefärbten Früchten, (z. B. Capsicum annuum convar. Longum) und die Gemüsepaprika (Capsicum annuum convar. Grossum), welche meist…

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    bei Ohrenschmerzen und Mittelohrentzündung

Der Stoff Capsaicin aus Chili ist für viele Schmerzpatienten, die auf keine andere Behandlung ansprechen oder andere Behandlungen nicht vertragen, eine Alternative. Am besten belegt ist die äußerliche Wirkung bei schmerzhafter Muskelhärte im Schulter-Arm- und Wirbelsäulen- Bereich.

Auf eine Schmerzbehandlung mit Capsaicin sprechen in klinischen Studien etwa 50% der Patienten an. Dabei leiden etwa 30% unter den Nebenwirkungen und jeder 10. verträgt die Behandlung nicht. Die Wirksamkeit wird als moderat bis gering bewertet.

Bei Unverträglichkeit von Capsaicin können auch z.B. Lidocain-haltige Zubereitungen (wie Emla-Creme) verwendet werden.

Neuere Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass die Schmerzen durch Chili-Salbe auch bei schmerzhaften Herzbeschwerden zur Reduktion des Schmerzes, Linderung der Beschwerden und Vorbeugung von Schäden eingesetzt werden könnte.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • äußerliches, lokales Schmerzmittel bei Muskelschmerzen, insbesondere schmerzhafter Muskelhärte im Schulter-, Arm- und Wirbelsäulen- Bereich
  • Counterirritans Effekt (Behandlung eines Reizes durch einen Gegenreiz)
  • Nervenschmerzen, Neuralgien
  • Skelettschmerzen
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Cayennepfeffer bei Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.

Hinweise aus verschiedenen Studien (Hinweischarakter):

  • Blähungen lindernd 
  • Schmerzen und Schmerzzustände
  • Nervenschmerzen bei Zuckerkrankheit oder nach Gürtelrose,
  • Schuppenflechte, Psoriasis vulgaris
  • rheumatische Erkrankungen, Rheuma, Schmerzlinderung
  • Arthrose, Schmerzlinderung
  • Angina pectoris, Schmerzlinderung
  • Therapie bei Herzinfarkt - experimentell

 

Anwendungsgebiete: laut Volksmedizin (nicht gesichert):

    • Heiserkeit, Halsschmerzen, Kehlkopfentzündungen und eitrige Halsentzündungen
    • Juckreiz-lindernd
    • Libido- und Potenzsteigerung 
    • Magen- und Darmstörungen, Bauchschmerzen krampfartig
Links zu den Erkrankungen bei denen Cayennepfeffer helfen kann