Damiana

Die Damiana (Damiana diffusa) stammt aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Traditionell wird die Damiana bei Infektionskrankheiten der Atmungs- und Verdauungsorgane eingesetzt, aber auch  bei Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane. In der Phytotherapie und der Homöopathie werden die Inhaltsstoffe der Pflanze als Stärkungsmittel genutzt, um gegen körperliche und geistige Schwächephasen entgegenzuwirken. Behandelt werden mit Damiana u. a. Erschöpfungszustände, Stress und Übermüdung. Dabei wirkt Damiana stärkend, stimmungsaufhellend, angstlösend und entspannend. Eine stimulierende und aphrodisierende Wirkung wurde der Damiana in der Kultur der Mayas nachgesagt; in Tierversuchen konnten Anzeichen dafür inzwischen auch belegt werden. Zur Herstellung von pharmazeutischen Produkten dienen die Blätter der Damiana. Die Darreichungsform reicht von Tabletten über Tees, hin zum Extrakt oder Tinktur.

Damiana
Die Damiana kommt aus dem südamerikanischen Raum. Verwendet werden die getrockneten Blätter. Foto: Franz Stempfle

Anwendungsgebiete: Wogegen hilft Damiana?

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    bei Erschöpfung und nervösen Beschwerden

Damiana: stärkend, stimmungsaufhellend sowie entspannend

Damiana wird seit langer Zeit traditionell zur Behandlung von Infektionskrankheiten sowie als sexuelles Stimulans verwendet. In der modernen Phytotherapie steht die stärkende, stimmungsaufhellende sowie entspannende Wirkung im Vordergrund. In der Homöopathie ist Damiana bei körperlichen und geistigen Erschöpfungszuständen, Überarbeitung, nachlassender Leistungsfähigkeit und Stress sowie bei sexueller Schwäche und Regelstörungen gebräuchlich. Es liegen einige Tier- und Laborversuche zu Damiana vor, genauere Studien am Menschen fehlen noch.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit

Wirksamkeit laut Erfahrung

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Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.
  • Aphrodisiakum (traditionell): Impotenz, sexuelle Lustlosigkeit, sexuelle Schwäche, erotische Stimulation, einer Verstärkung erotischer Gefühle und der Hautsensibilität
  • depressive Verstimmung, Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen (traditionell)
  • Nervosität, Stress, nervöse Beschwerden
  • Schwäche, Müdigkeit, Leistungsschwäche, körperliche und geistige Erschöpfungszustände, Überarbeitung, nachlassende Leistungsfähigkeit
  • Schlafstörungen

Nicht gesicherte Wirksamkeit

Blatt
Die Hinweise aus traditioneller Anwendung oder Laborversuchen sind zu wenig überzeugend und gehen über einen experimentellen Status nicht hinaus. Es gibt bisher keine korrekten oder positiven klinischen Studien.
  • Asthma, Husten, Krampfhusten (traditionell)
  • Erkältungen, Infektionskrankheiten (traditionell)
  • Erkrankungen der Blutgefäße (traditionell)
  • Förderung der Entwässerung (Diuretikum, traditionell)
  • Konzentrationsschwäche
  • Menstruationsschmerzen, Regelstörungen, Bauchschmerzen, Verspannungen
  • Verspannungen 

Links zu den Erkrankungen, bei denen Damiana helfen kann

Wie wirkt Damiana?

Damiana gilt in der modernen Phytotherapie als Stärkungsmittel aller Arten von Schwäche (körperliche und geistige Erschöpfungszustände, Überarbeitung, Stress, Übermüdung, Überarbeitung, sexuelle Schwäche). Als homöopathisches Komplexmittel wird Damiana häufig mit anderen, ähnlich wirkenden Stoffen gemischt. Es liegen nur traditionelle Erfahrungswerte vor.

Entspannend, angstlösend, stimmungsaufhellend

Im Tierversuch ist ein angstlösender Effekt gezeigt worden, allerdings nicht im wässrigen Auszug. Nur Präparate, die mit dem Lösungsmittel Methanol hergestellt worden waren, zeigten diese Eigenschaft. Auch beim Menschen soll eine leichte Euphorie – wie nach dem Konsum von Marihuana – auftreten. Man setzt Damiana zur Förderung der Entspannung bei schmerzhaften Menstruationsstörungen sowie Prostataproblemen ein, des Weiteren bei Verspannungen, Nervosität und Schlaflosigkeit. Studien liegen nicht vor.

Das ätherische Öl aus der Pflanze wird in der Aromatherapie zur Stimmungsaufhellung genutzt.

Infektionskrankheiten

In Mexiko werden mehrere Arten der Gattung Turnera gegen entzündliche Krankheiten oder Erkrankungen der Blutgefäße verwendet. Auch behandelt man mit Damiana Erkältungen, Infektionskrankheiten der Atmungs- und Verdauungsorgane. Damiana ist ein traditionelles Mittel gegen Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane inklusive Nieren- und Blasenkatarrhe.

Der Inhaltsstoff Arbutin ist als diuretische und die Harnwege desinfizierende Substanz vor allem aus Ericaceen-Pflanzen bekannt; allerdings ist die Konzentrationen dieses Stoffes in Damiana für eine therapeutische Wirkung eventuell zu gering.

Die verwandte Pflanze Turnera ulmifolia ist nicht nur antibiotisch wirksam, sie kann auch die Aktivität einiger chemischer Antibiotika verstärken. Dies ist insbesondere dann von Interesse, wenn die Keime gegen das chemische Mittel bereits sehr unempfindlich geworden sind.

Verdauung

Damiana soll bei Appetitlosigkeit helfen, die Verdauungsorgane stärken und Bauchschmerzen lindern. In der Tat wirkt Damiana auch auf die glatte Muskulatur der inneren Organe entspannend. Außerdem dürfte auch eine antibakterielle Wirkung die Ausheilung von Magen-Darmbeschwerden unterstützen. In einem Laborversuch hat man eine hemmende Wirkung auf Bakterien festgestellt, die Magen-Darmbeschwerden verursachen.

Versuche gibt es nur für Turnera ulmifolia. Hier hatte eine Zubereitung im Tierversuch eine entzündungshemmende Wirkung im Magen-Darmtrakt. Auch die Bildung von Magengeschwüren wurde im Tierversuch gehemmt. Dazu waren allerdings erhebliche Mengen an Trockenextrakt notwendig. Die Wirkung wird auf die antioxidativ wirkenden Komponenten zurückgeführt.

Vermutlich hat  ein wässriger Auszug aus dem Kraut auch eine blutzuckersenkende Wirkung. Dazu liegen jedoch nur Versuche an Mäusen und Kaninchen vor. Für alkoholische Extrakte konnte diese Aktivität nicht bestätigt werden.

Aphrodisiakum

Damiana wirkt nach der Überlieferung stimulierend und aphrodisierend und wird zur Vorbeugung und Behandlung von sexuellen Störungen, Libidoverlust und Impotenz eingesetzt. In der Kultur der Mayas galt Damiana als Aphrodisiakum. Die Pflanze stimuliert vermutlich erotische Gefühle, Euphorie sowie die Sensibilität der Haut. Eventuell wird außerdem die Durchblutung im Unterleib verstärkt. Daten hierzu fehlen aber.

Auch die Homöopathie nutzt die aphrodisierende Wirkung und setzt Damiana gegen Frigidität ein. Für eine traditionelle Anwendung von Damianawurzel als Aphrodisiakum fehlen wissenschaftliche Belege am Menschen. Im Tierversuch jedoch stimulierte Damiana die sexuelle Aktivität von männlichen Ratten und verkürzt das Intervall bis zur nächsten Ejakulation. Auch sexuell träge/impotente Ratten aktivierte der Flüssigextrakt. Daneben entspannte ein Extrakt aus Damiana die Schwellkörpermuskulatur bei Meerschweinchen, so dass eine Erektion gefördert wird.

 

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