Eukalyptus

Aussehen und Herkunft

Der zu den Myrtengewächsen (Myrtaceae) gehörende schnellwüchsige Blaue Eukalyptus (Eucalyptus globulus)oder Blaugummibaum wird bis zu 60 m hoch und hat eine abschilfernde Rinde sowie graugrünes Laub. Die großen Blüten des Blauen Eukalyptus besitzen zahlreiche weiße Staubblätter. Zur Blütezeit springt die deckelartige Haube auf und gibt die büschelartigen Staubblätter frei. Die Blätter sind je nach Alter unterschiedlich geformt:

  • Jugendblätter sind eirund und wachsen gegenständig,
  • die Blätter alter Bäume hingegen sind schmal, sichelförmig und wachsen wechselständig am Zweig.

Eukalyptusarten sind wichtige Holzlieferanten, sind aber auch als Zierbäume beliebt. Vor hundert Jahren nutzte man den Baum zur Trockenlegung von Sümpfen sowie zur Bekämpfung des Sumpffiebers. Weltweit gibt es über 700 Eukalyptusarten.

Die ursprüngliche Heimat des Eukalyptus ist Australien, heute wird er aber auch in vielen anderen warmen Klimagebieten gepflanzt. Der Rohstoff für die Herstellung von Medikamenten stammt traditionell aus Spanien und Marokko.

Aus den Blättern von älteren Bäumen (Eucalypti folium) destilliert man das etherische Öl (Eucalypti aetheroleum). Öl gewinnt man auch aus den verwandten Arten E. fruticetorum (= E. polybractea) und E. smithii.

Anwendungsgebiete
Produkt
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Zur Anwendung des Öls aus Eukalyptus in Produkten gegen Erkältungskrankheiten fehlen bisher klinische Daten. Erfahrungsgemäß stellt sich aber meist eine schleimlösende und subjektiv angenehm kühlende Wirkung ein. Die Verwendung wird durch langjährige Anwendungsbeobachtungen und Laborversuche gestützt.

Allgemein anerkannt ist die Anwendung des Öl vom Eukalyptus bei Katarrhen, Husten und als durchblutungsförderndes Mittel bei Rheuma.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Erkältungskrankheiten der Luftwege (Öl und Blätter)
  • rheumatische Beschwerden (Öl, äußerlich)

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Eukalyptus bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Atemwegsprobleme, Asthma
  • Bronchialerkrankungen, Bronchitis
  • Darminfektionen, Würmer (traditionell)
  • Erkältung
  • Kopfschmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen, nicht entzündliche (Öl zusammen mit Campher und Terpentinöl)
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Zahnwurzelentzündung, Zahnfleischentzündung (nicht belegt)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Eukalyptus helfen kann