Ginseng

Wechselwirkungen

Da Ginseng die Blutgerinnung verändert, kann die Wirkung von Blutgerinnungsmitteln vom Cumarin-Typ (Phenprocoumon, Warfarin) möglicherweise abgeschwächt werden.

Eine Wechselwirkung mit Medikamenten zur Blutzuckerregulation kann nicht ausgeschlossen werden.

Da Ginseng vielfältige Wirkungen hat, muss eventuell die Dosis chronisch eingenommener Medikamente herabgesetzt werden.

Koffeinhaltige Getränke sollten aufgrund der stärkeren Wirkung des Koffeins während der Einnahme von Ginseng nicht oder nur in geringem Maße eingenommen werden.

Die Wirkung von Östrogenen und Kortisonpräparaten kann unter Umständen verstärkt werden.    

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Die Einnahme von Ginseng kann in sehr seltenen Fällen Schlafstörungen auslösen und zu Magen-Darm-Beschwerden, vaginalen Blutungen oder Bluthochdruck führen. Bei Patienten mit Arteriosklerose und Bluthochdruck ist daher Vorsicht geboten.

Da Ginseng den eingestellten Blutzuckerspiegel senken kann, sollten Diabetiker die Einnahme von Ginsengprodukten mit ihrem Arzt besprechen.

Es gibt bisher keinerlei Hinweise, dass Ginseng während der Schwangerschaft schädigend ist. Aus Sicherheitsgründen sollte er jedoch unter diesen Umständen nicht eingenommen werden.

Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Ginseng sollte deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.

Anwendungsgebiete
Produkt
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Ginseng gehört zu den bedeutendsten Heilmitteln der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Die sehr gute Verträglichkeit bestätigte sich in der Anwendung seit Tausenden von Jahren in Asien und auch in neueren europäischen Studien. So wurden viele überlieferte Eigenschaften durch klinische Studien bestätigt: Ginseng hebt die Stimmung, stellt die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit durch Erschöpfung und Müdigkeit wieder her und  fördert bei Krankheit die Rekonvaleszenz. Viele der weiteren Anwendungsgebiete stützen sich nur auf traditionelle Anwendungsbeobachtungen.

Er ist kein Medikament im herkömmlichen Sinne, denn er wirkt nicht gezielt gegen eine spezifische Krankheit, sondern bei allgemeinen Schwäche- und Ermüdungszuständen (Tonikum, Adaptogen).

Billige Ginseng-Fertigpräparate sind häufig unterdosiert, vor allem wenn sie als Nahrungsergänzungsmittel in Verkehr gebracht werden. Extrakte, die neben einem hohen Gehalt an Ginsenoiden weitere Ginsenginhaltsstoffe mit konstanten Mindestgehalten enthalten, sind daher empfehlenswert.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Müdigkeit
  • Rekonvaleszenz (Beschleunigen der Erholung nach Krankheit)
  • Schwächezustände und Erschöpfung
  • Stärkung der geistigen und körperlichen Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Vorbeugung von Schwächezuständen

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Ginseng bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Abwehrschwäche
  • chronisches Erschöpfungssyndrom (Neurasthenie)
  • depressive Verstimmung
  • Diabetes (nicht gesichert)
  • Gedächtnis und Lernleistung, Steigerung, zentral aktivierend
  • Impotenz
  • Infektanfälligkeit
  • klimakterische Beschwerden
  • Krebsvorbeugung, Stärkung bei Krebserkrankungen
  • Lungenfunktion, Unterstützung (bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Gastritis und Geschwüre), Unterstützung einer gesunden Darmflora
  • Resistenzsteigerung gegenüber verschiedenen Arten von Stress (physikalisch, chemisch, biologisch)
  • sportliche Belastung, anabol
Links zu den Erkrankungen, bei denen Ginseng helfen kann