Isländisch Moos
Isländisch Moos zählt weder zu den Blütenpflanzen noch – wie der Name vermuten lassen könnte – zu den Moosen. Es handelt sich um eine Flechte, eine symbiotische Lebensgemeinschaft aus Alge und Pilz. Das bedeutet, sowohl Alge als auch Pilz haben einen Nutzen von der Partnerschaft.
Isländisch Moos wächst auf dem Erdboden oder auf Felsen und wird bis zu 10 cm hoch. Es bildet feine, geweihförmig verzweigte Gewebslappen von olivbrauner Farbe. Unterseits sind sie grau gefärbt. In nordischen Ländern war Isländisch Moos ein Hausmittel gegen Lungenkrankheiten und Entkräftung. Aus dem Mehl der Flechte wurde früher eine Art Brot hergestellt.
Flechten sind über die ganze Welt verbreitet. Von der Gattung Cetraria werden zwei Arten pharmakologisch…
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bei Hustenreiz und Heiserkeit
Isla Moos
bei Hustenreiz und Heiserkeit
Isländisch Moos hat eine lange Anwendungstradition und ist seit dem 17. Jahrhundert unter Namen wie Lungenmoos oder Fiebermoos bekannt. Die Kommission E erkennt die Anwendung bei Husten, Schleimhauterkrankungen und Appetitmangel an. Versuche deuten zudem auf eine immunmodulierende Wirkung hin (d. h. eine anregende sowie dämpfende Wirkung). Auch eine Anwendung bei Krebs wird geprüft.
Es werden vorwiegend Zubereitungen in Form von Lutschpastillen hergestellt, da sich Isländisch Moos aufgrund seines hohen Schleimstoffanteils sehr gut als Schleimhautschutz in Mund und Rachen eignet.

- Appetitmangel: bitteres Tonikum
- Reizhusten: hustenreizstillend, auswurffördernd (auch für Kinder geeignet)
- Schleimhauterkrankungen von Mund- und Rachenraum

- Blähungen
- Bronchitis, chronische, Keuchhusten
- Durchfall
- Erschöpfung, Tonikum
- Gallenleiden
- Hals, kratzender, reizmildernd
- Heiserkeit
- Infekte der oberen Atemwege
- Katarrhe
- Magendarmentzündung, Gastritis
- Übelkeit und Brechreiz (Schwangerschaftserbrechen und bei Migräne; nicht belegt)
- Wunden, schwer heilend: immunstimulierend und entzündungshemmend
- Hals, Nase, Ohren, Mund und Zähne:
- Haut und Haar:
- Infektionskrankheiten:
- Körperregionen übergreifende Symptome:
- Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse:
- Lunge und Bronchien:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Psyche und Sucht:

