Isländisch Moos
Darreichungsform
Isländisch Moos wird meist in Form von Lutschpastillen und Tee angeboten.
Wichtig für die immunstimulierende und reizmildernde Wirkung ist, dass der Auszug durch Lutschen oder Spülen mit Rachenraum und Mandeln in Verbindung treten kann. Isländisch Moos wird häufig in Kombination mit anderen Heilpflanzen (z. B. Lindenblüten, Primelblüten, Thymian) in Hustenmitteln angeboten (vorwiegend Tabletten und Lutschpastillen).
Dosierung
Dosierung bei Husten und Magendarmkatarrh
Ein Aufguss aus 4–6 g Isländisch Moos (pro Tag) wird empfohlen; 1 Teelöffel pro Tasse, 10-30 min. ziehen lassen und eventuell mit Honig süßen.
- zur Reizlinderung warmes Wasser,
- zur Förderung des Auswurfs heißes Wasser zum Aufbrühen verwenden.
Dosierung bei Appetitmangel
Um die bitter schmeckenden Verbindungen aus den Flechten zu lösen, werden am Besten Kaltwasserauszüge mit 1-2 g Isländisch Moos eingesetzt. 3-5 h ziehen lassen. Den Auszug vor dem Trinken gegebenenfalls leicht erwärmen. Etwa eine halbe Stunde vor dem Essen langsam trinken.
Isländisch Moos hat eine lange Anwendungstradition und ist seit dem 17. Jahrhundert unter Namen wie Lungenmoos oder Fiebermoos bekannt. Die Kommission E erkennt die Anwendung bei Husten, Schleimhauterkrankungen und Appetitmangel an. Versuche deuten zudem auf eine immunmodulierende Wirkung hin (d. h. eine anregende sowie dämpfende Wirkung). Auch eine Anwendung bei Krebs wird geprüft.
Es werden vorwiegend Zubereitungen in Form von Lutschpastillen hergestellt, da sich Isländisch Moos aufgrund seines hohen Schleimstoffanteils sehr gut als Schleimhautschutz in Mund und Rachen eignet.

- Appetitmangel: bitteres Tonikum
- Reizhusten: hustenreizstillend, auswurffördernd (auch für Kinder geeignet)
- Schleimhauterkrankungen von Mund- und Rachenraum
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Isländisch Moos bei

- Blähungen
- Bronchitis, chronische, Keuchhusten
- Durchfall
- Erschöpfung, Tonikum
- Gallenleiden
- Hals, kratzender, reizmildernd
- Heiserkeit
- Infekte der oberen Atemwege
- Katarrhe
- Magendarmentzündung, Gastritis
- Übelkeit und Brechreiz (Schwangerschaftserbrechen und bei Migräne; nicht belegt)
- Wunden, schwer heilend: immunstimulierend und entzündungshemmend
Links zu den Erkrankungen, bei denen Isländisch Moos helfen kann
- Hals, Nase, Ohren, Mund und Zähne:
- Haut und Haar:
- Infektionskrankheiten:
- Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse:
- Lunge und Bronchien:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Psyche und Sucht:
