Kamille
Darreichungsform
Gebräuchlich sind Flüssigextrakte aus Kamillenblüten sowie konzentrierte Lösungen, die auf Inhaltsstoffe eingestellt wurden (ätherisches Öl oder Apigenin-7-glucosid). Daneben gibt es Puder mit 10% Trockenextrakt, Badezusätze, Tropfen und Salben.
Kamillenprodukte werden wegen ihrer entzündungshemmenden, duftenden und deodorierenden Eigenschaften in vielen Haupflegeartikeln, Waschlösungen und Schminkartikeln zugesetzt. Außerdem konnte nachgewiesen werden, dass Kamille positiv auf den Hautstoffwechsel wirkt.
Dosierung
Innerliche Anwendung als Tee
Bei Magen-/Darmbeschwerden: 3 g Kamillenblüten (1 Esslöffel) mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. 3 - 4 mal täglich zwischen den Mahlzeiten eine frisch zubereitete Tasse trinken
Äußerliche Anwendung:
- zum Gurgeln, Spülen oder für Umschläge: 3-10 g Kamillenblüten mit 100 ml kochendem Wasser zubereiten.
- zum Inhalieren: ätherisches Kamillenöl mit heißem Wasser übergießen und die feuchten Dämpfe inhalieren. Um die Wärme einzufangen, empfiehlt es sich die Schüssel und den Kopf mit einem Handtuch abzudecken.
- als Badezusatz: für 10 l benötigt man 50 g Blüten; diese werden als Tee in einer kleinen Menge Wasser zubereitet (z.B. ½ l) und dann im Badewasser verdünnt. Einfacher ist die Verwendung von Kamillenkonzentraten.
Bei wiederkehrenden Beschwerden sollte ein Arzt konsultiert werden.
Aufbewahrung
Kamille-Präparate sollten vor Licht und Feuchtigkeit geschützt in dicht schließenden Behältern aufbewahrt werden. Der Wirkstoffgehalt geht bei Lagerung zurück. Beachten Sie die Angaben des Herstellers. Getrocknete Kamille sollte innerhalb von 18 Monaten aufgebraucht werden.
Diarrhoesan
bei Durchfall
Gastritol
bei Magen- und Darmbeschwerden
Kamillan
bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut sowie zur Wundheilung
Kamillosan Mund- und Rachenspray
bei Halsschmerzen
Otovowen
bei Ohrenschmerzen und Mittelohrentzündung
Kamillenextrakte weisen eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung auf. Sie können äußerlich und innerlich mit gutem Erfolg bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut - wie Mund, Darm und Genitalbereich - eingesetzt werden. Auch bei milderen Magen-/Darmbeschwerden wie Krämpfen und Blähungen ist Kamille nützlich. Eine beruhigende Wirkung wurde ebenfalls nachgewiesen.
Kamille ist sehr gut verträglich und Nebenwirkungen sind bei Pflanzenzubereitungen mit guter Qualität sehr selten. Die Kamille ist wegen der Breite ihres möglichen Einsatzes, ihrer guten Wirkung und des guten Nutzen-Risiko-Verhältnisses eine der wertvollsten Heilpflanzen.

- Erkrankungen und Entzündungen im Anal-/Genitalbereich (Sitzbäder)
- Haut- und Schleimhauterkrankungen (incl. Mundhöhle und Zahnfleisch),
- bakterielle Hauterkrankungen (Akne vulgaris, Dermatitis, Ekzeme, Furunkel, Entzündungen und Wunden allgemein): Förderung der Heilung
- Luftwege, entzündliche Erkrankungen und Reizzustände der
- Magen-Darmkrämpfe
- Magen-Darmtrakt, Entzündungen
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Kamille bei

- Durchfall
- Hautverletzungen, oberflächliche
- Insektenbisse
- Körpergeruch: geruchneutralisierend
- Leichte Magen-Darmbeschwerden: Dyspepsie, Darmgeräusche, Blähungen
- Menstruationsbeschwerden, Dysmenorrhoe
- Pflege der Brustdrüse in der Schwangerschaft und Stillzeit, Brustdrüsenentzündung
- Säuglingspflege
- Schutz vor Magen-/Zwölffingerdarmgeschwüren und Übersäuerung des Magens
- Unruhe, leichte, Schlafstörungen: beruhigend
- Ulcus cruris, Decubitus, Operationswunden, Dermabrasio
Links zu den Erkrankungen, bei denen Kamille helfen kann
- Geschlechtsorgane und Sexualleben:
- Hals, Nase, Ohren, Mund und Zähne:
- Haut und Haar:
- Infektionskrankheiten:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Muskeln, Knochen und Gelenke:
- Psyche und Sucht:
