" /> Kiefer: Anwendungen und Wirkungsweise - PhytoDoc

Kiefer

Der Nadelbaum Kiefer (Pinus sylvestris) ist auf der gesamten Nordhalbkugel beheimatet. Das ätherische Öl macht die Kiefer zur Heilpflanze. Es ist bei Atemwegserkrankungen, Muskel- oder Hautleiden und Rückenschmerzen nutzbar. Bei Erkältungen wie Katarrhen oder chronischer Bronchitis unterstützt die Kiefer den Sekretabtransport. Gegen Hauterkrankungen bieten sich Bäder an, denn die ätherischen Öle dämmen Juckreiz und Entzündung ein. Sehr beliebt ist Kiefernnadelöl auch bei Muskel- bzw. Sportverletzungen sowie bei Rückenschmerzen und Rheuma.

Für die Produktion der Präparate werden frische Nadeln, Zweige und Äste oder auch das Harz der Kiefer verarbeitet. Das fertige Produkt ist meist als Tinktur, Salbe, Creme oder Öl erhältlich. Außerdem werden Kiefersprossen als Tee angeboten.

Kiefer
Die Kiefer ist auf der ganzen Nordhalbkugel heimisch. © Thomas Wöhrle - Fotolia.com
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Anwendungsgebiete: Wogegen hilft Kiefer?

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Die Kiefer gehört zu den altbekannten Heilpflanzen. Das ätherische Öl aus Kiefernnadeln reinigt die Atemwege und ist bei Katarrh ein sinnvolles Heilmittel. Es gibt viele mögliche Präparate zur Anwendung als Tee, Inhalation, Einreibung oder Erkältungsbad. Kiefernnadelöl steigert die Durchblutung und wird bei Rheuma und Schmerzen eingesetzt.

Zu Beachten gilt, dass ätherische Öle nicht für Kleinkinder geeignet sind.

Der Teer aus der Kiefer sollte nicht zu häufig angewendet werden, denn er kann erbgutverändernd wirken.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit
Gesicherte Wirksamkeit
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Für diese Anwendungsgebiete liegen eindeutige klinische Studien vor, um von einer Wirksamkeit auszugehen. Die Wirksamkeit wurde von mindestens einer der maßgeblichen Bewertungskommissionen (Kommission E/ESCOP/HMPC/WHO) verbindlich festgestellt.
  • Katarrh der Luftwege (äußerlich, innerlich)
  • rheumatische Beschwerden (lokale Anwendung)
  • Nervenschmerzen, neuralgische Beschwerden (leichte lokale Anwendung)
  • Muskelschmerzen (leichte, lokale Anwendung)

Wirksamkeit laut Erfahrung

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Es liegen zahlreiche Hinweise aus einer langen Anwendungstradition in der Volksmedizin und in der ärztlichen Erfahrungsheilkunde vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind. Falls es klinische Studien gibt, haben die Ergebnisse nicht zweifelsfrei überzeugt.
  • akute Bronchialerkrankungen
  • Halsschmerzen und Heiserkeit
  • Schnupfen, verstopfte Nase

Links zu den Erkrankungen, bei denen Kiefer helfen kann

Wie wirkt Kiefer?

Das ätherische Öl wird entweder inhaliert, als Tee getrunken oder in Form eines Erkältungsbades eingesetzt. Beim Baden nimmt die Haut den überwiegenden Teil des ätherischen Öls auf. Trinkt man den Tee aus Kiefernnadeln, so stimulieren die Öle durch die Nerven im Mundraum die Bronchialsekretion. Auch die Flimmerepithelien der Bronchien und des Nasenraumes werden angeregt. Dadurch erfolgt ein beschleunigter Abtransport des Schleims.

Atemwege

Terpentinöl und Nadelöle wirken nicht nur sekretomotorisch sondern auch sekretolytisch: Auf der Schleimhaut wird bei Inhalation der Dämpfe ein dünnflüssiger Schleim produziert. Er kann leicht abtransportiert werden und mit ihm auch andere dickflüssige Sekrete. Durch den Auswurf werden die Luftwege befreit und Bakterien entfernt. Die Öle kann man daher bei Katarrh der Atemwege nutzen. Terpentinöl ist auch bei chronischer Bronchitis mit starker Sekretbildung sinnvoll.

Haut

Der Teer aus verschiedenen Pinusarten wird in Form von Bädern bei Hautkrankheiten (z.B. atopisches Ekzem, Psoriasis vulgaris) und Juckreiz verwendet. Antibakteriell wirkt auch das Öl (Latschenkiefernöl). Die Homöopathie setzt Zubereitungen aus den jungen Trieben gegen Ekzeme und Nesselsucht ein.

In Laborversuchen wurde gezeigt, dass Latschenkiefernöl auf Entzündungen moderat lindernd wirkt.

Muskeln und Nerven

Das Öl oder entsprechende Produkte zum Einreiben werden in die Haut einmassiert, um Rheuma oder leichte Muskel- und Nervenschmerzen zu behandeln. Bei äußerlicher Anwendung fördert das Terpentinöl oder Kiefernnadelöl die Durchblutung der Haut.

 

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