Lein

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum), auch Saat-Lein oder Flachs genannt, ist eine aufrechte, bis zu 1 m hohe einjährige Pflanze mit schlanken Stängeln, die kleine unbehaarte Blätter und hübsche blaue Blüten tragen. Die Fruchtkapseln enthalten…

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Wie wirkt Lein?

Die Schleimstoffe aus dem Leinsamen nehmen viel Wasser auf und quellen dadurch stark auf. Diese Volumenzunahme stimuliert die Darmbewegung und der Schleim macht den Stuhl zusätzlich geschmeidig. Aus den geschroteten Leinsamen wird außerdem das Öl…

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Anwendungsgebiete


Die therapeutische Anwendung des Leinsamens am Menschen basiert vorwiegend auf langer Erfahrung. Die Kommission E hat die Anwendung bei Entzündungen im Darmbereich bei Abführmittel-geschädigtem Darm, bei Reizdarm, bei entzündeten Darm-Divertikeln, bei Magen- und Darmschleimhautentzündung sowie bei Verstopfung bestätigt.

Derzeit gibt es eine lebhafte Forschungstätigkeit über Leinsamen und Leinsamenöl für zahlreiche Anwendungen (Bluthochdruck, Arteriosklerose, Hyperlipidämie, Herz/Kreislauferkrankungen, Krebs (Brust-, Darm-, Prostata), zyklisches Brustspannen, Menopausebeschwerden). Allerdings ist die Aussagekraft dieser ersten und vorläufigen Studien für eine sichere Empfehlung noch nicht ausreichend hoch.

Achtung: Leinsamen darf nicht eingenommen werden, wenn eine organische Erkrankung Ursache der Verstopfung ist.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.

Innerlich:

  • Dickdarm, geschädigter (nach Missbrauch von Abführmitteln)
  • Diverticulitis (Entzündung von Darmausstülpungen)
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und Dünndarmentzündung (Enteritis)
  • Reizdarm-Syndrom (Colon irritable)
  • Verstopfung (ohne organische Erkrankungen)

Äußerlich:

  • Entzündungen, lokale (Breiumschlag)

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Lein bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Bauchschmerzen, krampfartigen
  • Darmträgheit
  • Diabetes
  • Durchfall
  • entzündliche Erkrankungen wie Rheuma
  • Hämorrhoiden
  • Husten, trockener und Bronchitis
  • Karbunkel, Furunkel, Geschwüre und andere Hautleiden
  • Magendarmkatarrh, lindernd
  • Oberbauchbeschwerden (psychisch bedingte)
  • Reizmagen
  • Schleimhautreizungen, entzündliche (der Atmungsorgane, der Harnwege und des Magen-Darmtrakts)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Lein helfen kann