Mariendistel
Darreichungsform
Mariendistelpräparate sind in unterschiedlichen Formen erhältlich.
Dosierung
Innerliche Anwendung
Als Tagesdosis werden 12–15 g getrocknete Früchte oder 200 bis 400 mg des Inhaltsstoffs Silymarin empfohlen:
Pulver zum Einnehmen: 1 bis 2 g Pulver aus den Früchten.
Tee aus den Früchten: 5 bis 15 g für Aufgüsse; die Menge in einem oder mehreren Aufgussbeuteln mit einer Tasse (etwa 150 ml) siedendem Wasser übergießen und nach etwa 10 bis 15 min abseihen. Soweit nicht anders verordnet, wird drei- bis viermal täglich eine Tasse des Aufgusses getrunken.
Tinktur (1:10) dreimal täglich20 bis 25 Tr. in etwas Wasser einnehmen.
Flüssige und feste Zubereitungen: Entspr. 200 bis 400 mg Silymarin einnehmen.
Am besten wirken Fertigarzneimittel mit standardisierten Extrakten.
Iberogast
Pflanzliche Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden
Die Wirksamkeit von Früchten der Mariendistel bei toxischen Leberschäden und Leberzirrhose wurde in kontrollierten klinischen Studien nachgewiesen. Die Kommission E befürwortet die Anwendung bei den genannten Indikationen. Nach der Beurteilung der WHO liegen keine verlässlichen Daten vor. Es wird kritisiert, dass in den Studien über Hepatitis zu wenige Patienten untersucht wurden.
Über die Wirkung der Mariendistel zur allgemeinen Anregung, bei Gallenkoliken, funktionellen Störungen von Leber und Galle, Milzleiden, Gelbsucht und Seitenstechen gibt es keine wissenschaftlichen Belege.
Nach eigenen Beobachtungen an leberkranken Patienten bewirken Leberkuren mit standardisierten Präparaten mit ausreichend Sylimarin eine Verzögerung, teilweise einen Stillstand oder Rückgang der verschiedenen Symptome. Die Patienten haben allgemein eine bessere Leistungsfähigkeit. Die Regeldosis wurde dabei zwei Wochen pro Monat eingenommen.
Wie viele andere Phytotherapeutika wirken Präparate mit Früchten der Mariendistel bei unterschiedlichen Krankheitsprozessen und -ursachen und haben durch die zahlreichen Inhaltsstoffe verschiedene - sich gegenseitig unterstützende – Wirkprinzipien bei geringen Neben- und Wechselwirkungen. Konventionelle Pharmaka dagegen verfolgen meist ein oder wenige Wirkprinzipien und lösen oft unangenehme Nebenwirkungen aus.

- Chronisch entzündliche Lebererkrankung und -zirrhose, unterstützend zur Therapie
- Leberschäden, toxische
- Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden)
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Mariendistel bei

- dyspeptische Beschwerden
- Fettleber
- Verdauungsbeschwerden
- Gallensteinen mit Koliken
- Hypotonie (Wirkung nicht belegt)
- Leberleiden: Übelkeit und Migräne, die auf Leberleiden zurückgeführt werden (Wirkung nicht belegt)
- Verstopfung (Wirkung nicht belegt)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Mariendistel helfen kann
- Körperregionen übergreifende Symptome:
- Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Muskeln, Knochen und Gelenke:
- Psyche, Unruhe, Stress und Sucht:



