Mariendistel

Literatur

  1. Blaschek W. et al. (Hrsg.): Hagers Handbuch der Drogen und Arzneistoffe,  Springer-Verlag Heidelberg, 2004
  2. Heilpraktikerverband http://www.heilpraktikerverband.de/report/rep_99/r9902_md.php?sid=&s_von=vdt
  3. Schilcher, H., Kammerer, S., Wegener, T.: Leitfaden Phytotherapie, 3. Auflage, Urban & Fischer Verlag München-Jena, 2007
  4. Union Deutscher Heilpraktiker: http://www.udh-bw.de/pages/posts/tee-des-monats--juni-2006115.php, Stand August 2007-08-07
  5. Van Wyk, B.-E., Wink, C., Wink, M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2004
  6. WHO: WHO monographs on selected medicinal plants, Vol.2, AITBS Publishers & Distributors (Regd.), India, Delhi, 2005
Anwendungsgebiete
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  • Iberogast
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    Pflanzliche Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden

Die Wirksamkeit von Früchten der Mariendistel bei toxischen Leberschäden und Leberzirrhose wurde in kontrollierten klinischen Studien nachgewiesen. Die Kommission E befürwortet die Anwendung bei den genannten Indikationen. Nach der Beurteilung der WHO liegen keine verlässlichen Daten vor. Es wird kritisiert, dass in den Studien über Hepatitis zu wenige Patienten untersucht wurden.

Über die Wirkung der Mariendistel zur allgemeinen Anregung, bei Gallenkoliken, funktionellen Störungen von Leber und Galle, Milzleiden, Gelbsucht und Seitenstechen gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

Nach eigenen Beobachtungen an leberkranken Patienten bewirken Leberkuren mit standardisierten Präparaten mit ausreichend Sylimarin eine Verzögerung, teilweise einen Stillstand oder Rückgang der verschiedenen Symptome. Die Patienten haben allgemein eine bessere Leistungsfähigkeit. Die Regeldosis wurde dabei zwei Wochen pro Monat eingenommen.

Wie viele andere Phytotherapeutika wirken Präparate mit Früchten der Mariendistel bei unterschiedlichen Krankheitsprozessen und -ursachen und haben durch die zahlreichen Inhaltsstoffe verschiedene - sich gegenseitig unterstützende – Wirkprinzipien bei geringen Neben- und Wechselwirkungen. Konventionelle Pharmaka dagegen verfolgen meist ein oder wenige Wirkprinzipien und lösen oft unangenehme Nebenwirkungen aus.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Chronisch entzündliche Lebererkrankung und -zirrhose, unterstützend zur Therapie
  • Leberschäden, toxische
  • Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden)

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Mariendistel bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • dyspeptische Beschwerden

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  • Fettleber
  • Verdauungsbeschwerden
  • Gallensteinen mit Koliken 
  • Hypotonie (Wirkung nicht belegt)
  • Leberleiden: Übelkeit und Migräne, die auf Leberleiden zurückgeführt werden (Wirkung nicht belegt)
  • Verstopfung (Wirkung nicht belegt)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Mariendistel helfen kann