Pelargonie, Kapland-

Der Weg nach Europa
Bei uns bekannt wurde die Kapland-Pelargonie (Pelargonium sidoides, Handelsname "Umckaloabo®") durch den Engländer Charles Henry Stevens, der auf eine Empfehlung seines Arztes in das Klima Südafrikas fuhr, um seine Tuberkulose zu kurieren (ca. 1897). Ein einheimischer Heiler behandelte Stevens mit dem Sud einer Pelargonie und nach kurzer Zeit war Stevens wieder gesund.

Sehr wahrscheinlich hatte Stevens keine Tuberkulose, sondern eine chronische Bronchitis oder Ähnliches. Tuberkulose kann vermutlich kaum durch die Kapland-Pelargonie geheilt werden. 

Begeistert brachte er die Knolle als Heilmittel gegen Tuberkulose mit nach England und versuchte sie zu vermarkten. Das war allerdings nicht leicht und er wurde auch von…

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Umckaloabo wurde bei uns durch eine intensiv betriebene Vermarktung bekannt und hat sich in den letzten Jahren weit verbreitet. Der Preis auf dem Markt erscheint etwas hoch, einige Mediziner sind dennoch von ihrer Wirkung überzeugt.

In der jüngeren Vergangenheit hat man zur Wirkungsweise intensive Forschungsarbeiten betrieben: Entgegen der ursprünglichen Annahme hat die Pflanze – oder der Extrakt EPs 7630 – keine deutlichen antibiotischen Eigenschaften. Sie moduliert jedoch das Immunsystem auf unterschiedliche Weise und trägt so zur besseren Abwehr bzw. Elimination der Krankheitserreger bei.

Die klinischen Studien haben meist die Wirkung auf Erkältungskrankheiten (Bronchitis, Schnupfen, Halsbeschwerden) untersucht. Umckaloabo verringerte die Beschwerden sowie die Dauer der Erkrankungen bei Bronchitis.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Bronchitis
  • akute und chronische Infektionen der Atemwege
  • Erkältung

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, Bonn) hat Umckaloabo im Jahr 2005 die Zulassung als Arzneimittel erteilt. 

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Pelargonie, Kapland- bei Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Durchfall (traditionell)
  • Infektionen von Hals-Nasen-Ohr: Mandelentzündung, Nasenrachenentzündungen
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Tuberkulose (traditionell)
  • Vermeidung von bakteriellen Infektionen bei bestehenden viralen Erkältungskrankheiten
Links zu den Erkrankungen bei denen Pelargonie, Kapland- helfen kann