Pestwurz

Die Gewöhnliche Pestwurz (Petasites hybridus) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine kräftige und mehrjährige Pflanze mit einem unterirdisch kriechenden Stängelabschnitt. Die blasspurpurnen Blüten stehen in kleinen Körbchen in einer…

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Wie wirkt Pestwurz?

Die Sesquiterpene der Pestwurz hemmen die Aktivität verschiedener Zellen des Immunsystems und zeigen eine entzündungshemmende Eigenschaft. Man setzt die Pestwurz daher gegen allergische Erkrankungen ein. Bei allergischem Schnupfen war das…

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Anwendungsgebiete

Nach Aussage der Kommission E sind die Wirkungen der ganzen Gewöhnlichen Pestwurz sowie der Blätter in den beanspruchten Gebieten nicht ausreichend belegt worden. Wegen der Risiken durch Giftstoffe befürwortet sie eine Anwendung der ungereinigten Produkte nicht, mit Ausnahme der Wurzel gegen Steinleiden und Krämpfe in den ableitenden Harnwegen.

Heute sind neue Kultursorten der Gewöhnlichen Pestwurz verfügbar, die weniger Giftstoffe enthalten. Mit besonderen Reinigungs- und Extraktionsverfahren kann außerdem der Gehalt an Giftstoffen minimiert werden.Für die Indikationen Migränevorbeugung und Heuschnupfen durch die Gewöhnliche Pestwurz gibt es kleinere klinische Studien, welche die Wirksamkeit belegen. Ein Pestwurzpräparat wird als Migräneprophylaktikum in einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und in der Leitlinie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) als alternatives Mittel erwähnt. Es wird aber darauf hingewiesen, dass die Bewertung der Gewöhnlichen Pestwurz von unabhängigen Gutachtern noch aussteht.

Nur in der Schweiz wurde 2004 die Zulassung für zwei Präparate zurückgezogen, da in sehr seltenen Fällen eine Leberschädigung beobachtet wurde (diese gehen vermutlich auf die Furanopetasin-Droge zurück). Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hält diese Maßnahme für Deutschland für nicht notwendig und empfiehlt lediglich eine verstärkte Aufmerksamkeit bei der Verwendung von Präparaten mit Pestwurz. Die vorhandenen klinischen Studien hätten ferner eine gute Verträglichkeit dokumentiert. Allerdings war die Anzahl der Probanden viel zu gering und die Anwendungszeit zu kurz, um diese seltene Nebenwirkung der Gewöhnlichen Pestwurz ausschließen zu können.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Steinleiden und Krämpfe in den ableitenden Harnwegen
  • Migränevorbeugung
  • Heuschnupfen

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Pestwurz bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.

Wurzel

  • krampfartige Schmerzen des Kopfes, des Verdauungs- und Harntrakts (besonders bei Nieren- und Blasensteinen) sowie bei Bronchialkrämpfen.
  • Schmerzen: krampflösend, schmerzstillend
  • Entzündungen

 

Blätter (traditionell; Wirkung nicht belegt)

  • Appetitlosigkeit
  • Beschwerden der Bauchspeicheldrüse
  • Erkältungskrankheiten
  • Erkrankungen und Beschwerden der Atemwege
  • Leber- und Gallenbeschwerden
  • Migräne
  • Nervenschwäche
  • nervöse Krämpfe (Tranquilizer)
  • psychosomatische Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen (auch Kopfschmerz) und Koliken
  • schmerzhafte Monatsblutung
  • Unruhe
  • Wund- und Hautbehandlung
Links zu den Erkrankungen, bei denen Pestwurz helfen kann