Pfefferminze
Wirkungsweise
Pfefferminzblätter und ihre Zubereitungen wirken bei innerer Anwendung
- krampflösend
- beruhigend
- blähungstreibend
- galletreibend
- gegen Bakterien, vermutlich auch gegen Viren
Für die Wirkung sind hauptsächlich die Bestandteile des ätherischen Öls verantwortlich. Der enthaltene Wirkstoff Menthol beeinflusst die Kälterezeptoren, wodurch eine kühlende Wirkung erzeugt wird. Einige in den Blättern enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe wirken als Radikalfänger (antioxidativ).
Wissenschaftler der Kieler Universitätsklinik wiesen in einer Untersuchung die Wirkung einer Pfefferminzöl-Lösung gegen Spannungskopfschmerzen, dem häufigsten Kopfschmerztyp, nach. Dazu wurde die alkoholische Lösung auf die Stirn aufgetragen.
In einigen Studien wirkte Pfefferminzöl bei Magen-Darm-Spiegelungen bzw. einem Einlauf mit Bariumsulfat krampflösend. Hierbei wurde das Pfefferminzöl mit einer Sonde in den Magen-Darm-Trakt eingebracht und freigesetzt bzw. äußerlich zusammen mit der Bariumsulfat-Suspenison verabreicht. Das so verabreichte Pfefferminzöl bewirkte in diesen Studien, dass sich der Magen bzw. Darm bei den Untersuchungen weniger verkrampfte.
Reizdarm (engl.: irritable bowel syndrome, IBS)
Diese Darmstörungen äußern sich in zeitweise auftretenden Bauchschmerzen und einem Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall. Kennzeichnend ist ein Gefühl der unvollständigen Darmentleerung und Blähungen.
- Vor einigen Jahren wurde in Taiwan eine klinische Studie mit 110 ambulanten Patienten (Alter: 18 – 70 Jahren) durchgeführt, die an den Symptomen des Reizdarms litten. Von diesen erhielt ca. die Hälfte für einen Monat 3 – 4mal täglich eine magensaftresistente Kapsel mit Pfefferminzöl (15 – 30 min. vor den Mahlzeiten). Die andere Gruppe erhielt ein Scheinpräparat (Placebo). In der Pfefferminzöl-Gruppe besserten sich die Symptome stärker als in der Placebo-Gruppe. (Ein Patient bekam Sodbrennen, da er die Kapseln zerkaute, ein anderer Patient zeigte einen leichten vorübergehenden Hautausschlag).
- Eine Metaanalyse von 5 Placebo-kontrollierten, doppelblinden Studien weist ebenfalls auf eine positive Wirkung von Pfefferminzöl zur Behandlung der Reizdarmsymptome hin. Da es in vielen Studien noch methodische Schwachstellen gibt, können bisher noch keine klaren Aussagen über die Wirksamkeit gegeben werden. Dazu sind weitere gut geplante und sorgfältig ausgeführte Studien nötig.
- In den USA wurde eine klinische Studie an 42 Kindern, die ebenfalls an diesen Beschwerden litten, durchgeführt. Sie erhielten entweder magensaftresistente Pfefferminzöl-Kapseln oder Placebo. Nach 2 Wochen hatten 75 % der Kinder in der Pfefferminzöl-Gruppe weniger Bauchschmerzen, die durch den Reizdarm hervorgerufen werden.
Die folgenden Studien wurden im Tierversuch bzw. im Reagenzglas durchgeführt:
Krebs
Neugeborenen Albino-Mäusen wurde eine Substanz gespritzt, die Lungentumore auslöst. Die orale Verabreichung eines Extrakts aus Mentha piperita-Blättern verringerte die Anzahl der Lungentumore im Vergleich zu den Kontrolltieren, die diesen Extrakt nicht erhielten. Auch Veränderungen an der Erbsubstanz (z.B. Chromosomenbrüche) in Knochenmarkszellen traten bei den mit Pfefferminz-Extrakt behandelten Tieren nicht so häufig auf, wie bei den Kontrolltieren.
Schutz vor Strahlenschäden
Bei Albino-Mäusen konnte ein Schutz vor Strahlenschäden durch Pfefferminzöl nachgewiesen werden. Wenn die Tiere 3 Tage vor der Bestrahlung mit Pfefferminzöl gefüttert wurden, hatten sie im Vergleich zu den Kontrolltieren, die kein Pfefferminzöl erhielten, eine bessere Überlebenschance. Die veränderten Blutwerte erholten sich nach der Bestrahlung wieder.
Herpes-simplex-Virus
Das Herpes-simplex-Virus befällt vorwiegend die Lippe. Dabei entstehen Bläschen auf gerötetem Grund. Wie eine Heidelberger Forschergruppe feststellte, ist Pfefferminzöl im Reagenzglas in der Lage, Herpes-simplex-Viren Typ 1 und Typ 2 abzutöten. Da Pfefferminzöl auf Grund seiner lipophilen (fettliebenden) Beschaffenheit in die Haut eindringen kann, wäre es möglich, Pfefferminzöl – auf der Haut aufgetragen - gegen eine wiederkehrende Herpes-Infektion einzusetzen.
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bei Halsschmerzen
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bei Unwohlsein und Verdauungsproblemen
Pfefferminze wird bei verschiedensten Verkrampfungszuständen eingesetzt: Magen-Darmkoliken, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Blähungen, Aufstoßen, Gallenbeschwerden. Leider liegen nur wenige klinische Daten vor.
Die kühlende Wirkung beruht auf Menthol, das die Kälterezeptoren aktiviert. Das Öl der Pfefferminze wirkt darüber hinaus schwach betäubend und wird äußerlich zur Schmerzstillung bei Kopfschmerzen angewandt.
Auch eine antimikrobielle sowie antivirale Wirkung sind nachgewiesen, weswegen man die Pflanze bei Entzündungen der Mundschleimhaut und in Zahnpflegeprodukten einsetzt.

- krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und -wege.
- Entzündung mit Schleimabsonderung (Katarrhe) der oberen Luftwege
- Mundschleimhautentzündung
- Myalgien und Beschwerden durch Nervenschmerzen (Pfefferminzöl, äußerlich)
- Reizdarm (engl: irritable bowel syndrome, IBS)
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Pfefferminze bei

- Verdauungsbeschwerden: Blähungen, Übelkeit
- Gastritis
- Kopfschmerzen
- Spannungskopfschmerzen und Migräne (Pfefferminzöl, äußerlich)
- Brechreiz, Erbrechen
Links zu den Erkrankungen, bei denen Pfefferminze helfen kann
- Hals, Nase, Ohren, Mund und Zähne:
- Herz, Kreislauf und Gefäße:
- Kopf, Gehirn und Nerven:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Muskeln, Knochen und Gelenke:
- Psyche und Sucht:
