Propolis
Gewinnung
Propolis wird von der Biene in Bäumen (Pappel, Birke, Erle, Kastanie, etc.) gesammelt, mit einem Speichelsekret vermischt und an den Beinen als Höschen in den Stock getragen
Der Imker sammelt Propolis durch Gitter vor „undichten“ Stellen im Bienenkorb. Die Bienen versuchen diese Stellen abzudichten, um das Klima im Stock zu erhalten, und bekleben sie dicht mit Propolis
Die Gitter werden anschließend gefroren. Dadurch wird das Kittharz sehr spröde und lässt sich durch Klopfen abschlagen. Dann erfolgt eine Zerkleinerung im Mörser. Das Material wird zum Schluss pharmakologisch aufgearbeitet (z. B. extrahiert und in eine Salbengrundlage eingearbeitet).
Wirkstoffe
Die Zusammensetzung ist je nach Herkunft und Jahreszeit unterschiedlich. 200 verschiedene Substanzen wurden bislang in Propolis gefunden.
Die wichtigsten sind:
- Phenolcarbonsäuren (3-50%, geforderter Mindestgehalt 6%): Benzoe p-Cumarsäure, 3,4 Dimethoxyzimtsäure, Ferulasäure, Kaffeesäure, Zimtsäure
- Flavonoide (1,2-29%; geforderter Mindestgehalt 5%): Apigenin, Galangin, Kämpferol, Quercetin, Pinobanksin und andere.
- Ätherische Öle: Caryophyllen, Cineol, Farnesol, Geraniol und andere
- Fettsäuren (3-5%): Caprunsäure, Laurinsäure, Myristinsäure und andere
- Zucker
- Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Magnesium, Selen, Silizium, Zink)
- Vitamine, Aminosäuren, Blütenpollen
Die traditionelle Medizin nutzt seit Jahrtausenden die antibiotischen Eigenschaften von Propolis, ohne genau zu wissen, was der Wirkung zu Grunde liegt. Bereits die Alten Ägypter, Griechen und Römer heilten mit Propolis.
In den letzten Jahren erwachte ein lebhaftes Interesse an Propolis. Es gibt zahlreiche Labor- und Tierversuche. Leider liegen nur wenige wissenschaftlich aussagekräftige Patientenstudien vor.
Laborversuche bestätigen die antibiotische Wirksamkeit. Die verfügbaren Studien am Menschen belegen die Wirkung bei bakteriellen Infektionen, Scheidenentzündungen, Herpes und Hautkrankheiten. Propolis soll auch bei anderen Entzündungen, Krämpfen und Schmerzen (wie Gelenksschmerzen) helfen. Daneben laufen Untersuchungen zur Wirkung bei Krebs und Schäden durch Chemotherapie.
Erschwerend für die Untersuchungen zu Propolis ist die starke Schwankung der Zusammensetzung. Es wurde daher vorgeschlagen, die aktiven Substanzen chemisch herzustellen und, um sie dann klinisch zu testen. Bisher wurden 200 Substanzen in Propolis gefunden. Es ist davon auszugehen, dass die Wirkung eine Summe von vielen Einzeleffekten ist. Bis zu einer sicheren Anwendung wird noch Zeit vergehen.
Als einzig unerwünschte Eigenschaft fiel bei der Anwendung eine allergene Wirkung auf. Kritiker empfehlen daher, Propolis nicht unkritisch oder über einen längeren Zeitraum anzuwenden.

Nicht von der Kommission E untersucht, aber aufgrund der hochwirksamen Inhaltsstoffe bei guter Qualität, galenischer Aufbereitung und Standardisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksam (persönliche Mitteilung Prof. Schilcher).
- Abwehrschwäche, Aktivierung des Immunsystems
- Hauterkrankungen
- Herpesinfektionen (kleine Studie)
- Infekte der oberen Atemwege, viral und bakteriell
- Scheideninfektionen (kleine Studie)
- Schnupfen
- Wundheilung, Verletzungen und Verbrennungen
Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Propolis bei

- Akne, Furunkel, Karbunkel
- Erkrankungen im Mundbereich (Parodontose)
- Gelenkschmerzen
- Narbenbildung, gestörte (äußerlich)
- Hämorrhoiden oder Fieberblasen
- Harnwegsinfekte
- Krebs (experimentell)
- Mandel-, Rachen, Kehlkopfentzündung
- Pilzerkrankungen
- Schuppenflechte
Links zu den Erkrankungen, bei denen Propolis helfen kann
- Blase und Nieren:
- Geschlechtsorgane und Sexualleben:
- Hals, Nase, Ohren, Mund und Zähne:
- Haut und Haar:
- Immun- und Lymphsystem, Allergien:
- Infektionskrankheiten:
- Magen, Darm und Speiseröhre:
- Muskeln, Knochen und Gelenke:
