Propolis

Wirkungsweise

Seit Jahrtausenden bekannt ist die antimikrobielle Eigenschaft von Propolis. Laborversuche belegen die Wirksamkeit gegen Bakterien, Pilze und Viren. Die Qualität von Propolis schwankt sehr stark. Die Wirkung ist daher nicht zuverlässig, wenn das Wirkstoffgemisch nicht auf einen ausreichenden Wirkstoffgehalt eingestellt ist.

 

Hauterkrankungen und Wundheilung

Wegen der antibiotischen, entzündungshemmenden, adstringierenden und granulationsfördernden Eigenschaften wirkt Propolis positiv auf die Wundheilung und bei Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze. Auch immunstärkende Komponenten dürften daran beteiligt sein und die unkomplizierte Wundheilung beschleunigen. So ist die Propolisanwendung bei Wundheilungsstörungen und Verbrennungen weit verbreitet.

Bei Akne kann die Anwendung in Auflagen zusammen mit anderen antibiotisch wirksamen Produkten erfolgen (Wachs, Honig, Ringelblume, Melisse). Eine Studie über Genitalherpes zeigte, dass sich der Heilungsprozess bei den meisten Patienten beschleunigte und eine gleichzeitige bakterielle Scheideninfektion abklang. Auch bei einer Mageninfektion mit Helicobacter pylori konnte man positive Reaktionen auf Propolis beobachten.

 

Schmerzen

Daneben soll Propolis auch Schmerzen lindern, nicht nur Wund-, sondern auch Gelenkschmerzen und Krämpfe.

 

Schutz

Komponenten von Propolis sollen durch ihre antioxidativen Eigenschaften oxidativem Stress vorbeugen und die Leber schützen. Daneben sollen sie die Beschwerden durch eine Krebstherapie (Chemotherapie und Strahlenschäden) verringern. Im Tierversuch verringerten sich durch ein Propolisprodukt auch Nervenschäden, wie sie durch eine Unterbrechung der Blutversorgung ausgelöst werden.

Daneben soll Propolis die Verdauung fördern und die Durchblutung verbessern.

 

Krebs

Die Wirkung gegen Krebs ist durch zahlreiche Experimente belegt. Auch bei einem bösartig veränderten Zellabstrich der Gebärmutter besserte sich der Befund in einem signifikanten Anteil der Fälle. Für eine allgemeine Anwendung ist es zu früh.

Bei Vorliegen entsprechender Studien wäre Propolis als adjuvantes Krebstherapeutikum ähnlich wie die Mistel vorstellbar.

 

Immunsystem

Propolis zeigte in verschiedenen Versuchen eine immunsteigernde, aber auch dämpfende (immunausgleichende, entzündungshemmende) Wirkung. Das  ließ sich bei Augen-, Magen- und Gelenkentzündungen durch Bakterien nachweisen. Bei Laborversuchen hemmte eine Komponente aus Propolis das Absterben von HIV-infizierten Zellkulturen und förderte die Zellvermehrung. Weitere Berichte, die diesen Versuch bestätigen, gibt es aber bisher nicht.

 

Homöopathie und Propolis

Homöopathisch verdünnt kommt Propolis zur Behandlung von allergischen Reaktionen der Augen (tränende Augen), der Nase (wässriges Sekret) und der Haut (atopisches Ekzem) zum Einsatz.

Anwendungsgebiete

Die traditionelle Medizin nutzt seit Jahrtausenden die antibiotischen Eigenschaften von Propolis, ohne genau zu wissen, was der Wirkung zu Grunde liegt. Bereits die Alten Ägypter, Griechen und Römer heilten mit Propolis.

In den letzten Jahren erwachte ein lebhaftes Interesse an Propolis. Es gibt zahlreiche  Labor- und Tierversuche. Leider liegen nur wenige wissenschaftlich aussagekräftige Patientenstudien vor.

Laborversuche bestätigen die antibiotische Wirksamkeit. Die verfügbaren Studien am Menschen  belegen die Wirkung bei bakteriellen Infektionen, Scheidenentzündungen, Herpes und Hautkrankheiten. Propolis soll auch bei anderen Entzündungen, Krämpfen und Schmerzen (wie Gelenksschmerzen) helfen. Daneben laufen Untersuchungen zur Wirkung bei Krebs und Schäden durch Chemotherapie.

Erschwerend für die Untersuchungen zu Propolis ist die starke Schwankung der Zusammensetzung. Es wurde daher vorgeschlagen, die aktiven Substanzen chemisch herzustellen und, um sie dann klinisch zu testen. Bisher wurden 200 Substanzen in Propolis gefunden. Es ist davon auszugehen, dass die Wirkung eine Summe von vielen Einzeleffekten ist. Bis zu einer sicheren Anwendung wird noch Zeit vergehen.

Als einzig unerwünschte Eigenschaft fiel bei der Anwendung eine allergene Wirkung auf. Kritiker empfehlen daher, Propolis nicht unkritisch oder über einen längeren Zeitraum anzuwenden.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.

Nicht von der Kommission E untersucht, aber aufgrund der hochwirksamen Inhaltsstoffe bei guter Qualität, galenischer Aufbereitung und Standardisierung mit hoher Wahrscheinlichkeit wirksam (persönliche Mitteilung Prof. Schilcher).

  • Abwehrschwäche, Aktivierung des Immunsystems
  • Hauterkrankungen
  • Herpesinfektionen (kleine Studie)
  • Infekte der oberen Atemwege, viral und bakteriell
  • Scheideninfektionen (kleine Studie)
  • Schnupfen
  • Wundheilung, Verletzungen und Verbrennungen

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Propolis bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Akne, Furunkel, Karbunkel
  • Erkrankungen im Mundbereich (Parodontose)
  • Gelenkschmerzen
  • Narbenbildung, gestörte (äußerlich)
  • Hämorrhoiden oder Fieberblasen
  • Harnwegsinfekte
  • Krebs (experimentell)
  • Mandel-, Rachen, Kehlkopfentzündung
  • Pilzerkrankungen
  • Schuppenflechte
Links zu den Erkrankungen, bei denen Propolis helfen kann