Salbei

Anmerkungen

Nahe verwandt mit dem Echten Salbei (Salvia officinalis) sind der Griechische oder Dreilappige Salbei (S. fruticosa = S. triloba) und der Spanische Salbei (S. lavandulifolia). Diese drei Arten werden traditionell auch ähnlich genutzt.

Salbeiprodukte werden gerne als Zusatz von Seifen, Waschmitteln, Cremes, Lotionen und Parfüms verwendet. Der Europäische Rat hat Salbeiöl als Zusatz in bestimmten Konzentrationen erlaubt (Seifen 0,2%, Detergentien 0,02%, Cremes/Lotionen 0,05%, Parfüm 0,8%).

Literatur

Blaschek W. et al. (Hrsg.): Hagers Handbuch der Drogen und Arzneistoffe,  Springer-Verlag Heidelberg, 2004

Hänsel, R., Sticher, O.: Pharmakognosie – Phytopharmazie, 8. Auflage, Springer Verlag, Heidelberg, 2007

Kaufhold, P.: PhytoMagister, Moderne und traditionelles Wissen der Pflanzenheilkunde, 1. Auflage, Richard Pflaum Verlag, München, Bad Kissingen, Berlin, Düsseldorf, Heidelberg, 2002

Madaus Homepage, Salbei, Stand Mai 2008 www.madaus.de/Salbei.1555.0.html

Reuter J, et al.: Sage extract rich in phenolic diterpenes inhibits ultraviolet-induced erythema in vivo; Planta Med., 73 (11), 1190-1, 2007

Schilcher, H., Kammerer, S., Wegener, T.: Leitfaden Phytotherapie, 3. Auflage, Urban & Fischer Verlag München-Jena, 2007

Van Wyk, B.-E., Wink, C., Wink, M.: Handbuch der Arzneipflanzen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart, 2004

Anwendungsgebiete

Salvia stammt vom lateinischen Wort "salvare", also heilen, und deutet auf dessen Heilkraft hin. Seine antibiotischen Eigenschaften machen ihn zu einem sehr guten Heilmittel gegen Entzündungen der Schleimhäute und Magen-Darmbeschwerden. Er ist nachweislich schweißhemmend und wurde traditionell auch gegen Schweißgeruch eingesetzt.

Ob Salbei auch schmerzlindernd, antidiabetisch und anregend auf die geistige Leistungsfähigkeit wirkt, wird diskutiert und ist nicht abschließend geklärt.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Halsschmerzen, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (äußere Anwendung)
  • Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie)
  • Schwitzen, übermäßiges

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Salbei bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Bronchialkatarrhe (traditionell)
  • Diabetes (experimentell)
  • Herpes simplex (experimentell)
  • Mundgeruch (traditionell)
  • rheumatische Schmerzen (nicht belegt)
  • Schmerzen, Kopfschmerzen und Menstruationsbeschwerden (nicht belegt)
  • Stärkung der geistigen Leistungsfähigkeit, Alzheimer (traditionell, experimentell)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Salbei helfen kann