Schafgarbe

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium L.) stammt aus der Familie der Korbblütler. Die Gattung ist sehr artenreich, insgesamt wurden mehr als 120 Arten beschrieben; die Schafgarbe ist in Europa, Nordasien und Nordamerika heimisch und wird…

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Wie wirkt Schafgarbe?

In der Volksheilkunde verwendete man die Schafgarbe bei Arthritis, Fieber und zur Wundheilung. Sie galt auch als Ersatz für Kamille.

Eine entzündungshemmende und ödemhemmende Wirkung ist in Laborversuchen belegt. Sie werden den Sesquiterpenlactonen…

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Anwendungsgebiete
Produkt
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  • Kamillan
    Kamillan
    bei Entzündungen von Haut und Schleimhaut sowie zur Wundheilung

Die Schafgarbe ist eine bewährte Arzneipflanze: Die Kommission E empfiehlt die Anwendung der Schafgarbe bei Appetitlosigkeit zur Anregung des Gallenflusses (choleretische Wirkung) und bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darmbereich.

Die adstringierende und antibakterielle Wirkung macht die Schafgarbe zu einem guten Heilmittel gegen Entzündungen. So wird Schafgarbe auch für Sitzbäder bei krampfartigen und entzündlichen Zuständen im Unterleib (kleinen Becken) der Frau verwendet.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Appetitlosigkeit
  • Dyspepsie, leichte Krampfbeschwerden im Magen-Darm-Bereich
  • Unterleibsbeschwerden bei Frauen: psychovegetativ bedingte Schmerzen im kleinen Becken (Pelvipathia vegetativa)

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Schafgarbe bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Arthritis (Bewegungsapparat, Gelenkschmerzen)
  • Bauchschmerzen, Mittelbauchschmerz: leicht spasmolytisch
  • Entwässerung
  • Entzündungen, entzündungshemmend
  • Erkältung
  • Frauenleiden (s. Regelbeschwerden), Gebärmuttentzündung (Kolpitis), Entzündung der äußeren Geschlechtsteile bei der Frau (Vulvitis, s. Scheidenerkrankungen),
  • Hautinfektionen, Verletzungen, Wunden: antibakteriell, adstringierend, blutungsstillend
  • Verdauungsbeschwerden, bei Entzündungen im Magen-Darm-Trakt
  • Verdauungsschwäche: sekretionsfördernd
  • Leber-Galle-Leiden, chronisch entzündliche Lebererkrankungen
  • Blasen- und Nierenerkrankungen (nicht belegt)
  • Menstruationsstörungen und -beschwerden (nicht belegt)
  • Durchfälle (nicht belegt)
  • Fieber und Schmerzen (nicht belegt)
  • Hämorrhoiden, Blutungen, Blutergüssen (äußerlich, nicht belegt)
  • Schweißbildung, übermäßige (Bäder, nicht belegt)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Schafgarbe helfen kann