Schwarzkümmel(öl)

Aussehen und Herkunft

Der Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist in Südeuropa, Nordafrika und Westasien beheimatet. Im Alten und Neuen Testament wurde bereits der Samen dieser Pflanze als „Kümmel“ erwähnt, wobei höchstwahrscheinlich der Schwarzkümmel gemeint ist. Seit Jahrtausenden sind verschiedene Wirkungen der Pflanze bekannt: Schwarzkümmel wird in der arabischen und islamischen Welt als Gewürz für Fladenbrot, aber auch gegen viele Beschwerden genutzt (Magenbeschwerden, Koliken, Krämpfe, Asthma, Kopfschmerzen und Eingeweidewürmer). Nicht nur die Griechen (z.B. Hippokrates), Römer und Europäer (u.a. der bekannte Arzt Paracelsus) schätzten die heilenden Wirkungen der Pflanze. Noch heute kann man im Ägyptischen Museum in Kairo ein Fläschchen Schwarzkümmelöl besichtigen, das als Beigabe im Grab des ägyptischen Pharao Tut-Ench-Ammun (ca. 1350 v. Chr.) gefunden wurde.

In Europa wurde der Schwarzkümmel hauptsächlich als Gewürz für Brot verwendet und ist daher im deutschen Sprachgebrauch auch als Brotwurz bekannt. Weitere Synonyme sind „Schwarzer Kreuzkümmel“, aber auch „Römischer Kümmel“, „schwarzer römischer Koriander“, „Nigellensamen“ und „Black Cumin“. Achten Sie bei Unklarheit auch auf den lateinischen Namen Nigella sativa, so verhindern Sie Verwechslungen mit dem Kreuzkümmel (Cuminum cyminum). In den 1970iger Jahren geriet die Pflanze zunächst in Vergessenheit. Ein deutscher Arzt entdeckte sie wieder, als er auf den Rat eines ägyptischen Tierarztes das kranke Pferd seiner Tochter mit Schwarzkümmel erfolgreich behandelte.

Die einjährige Schwarzkümmel-Pflanze wächst bis zu einer Höhe von 40 cm. Sie hat fein gefiederte Blätter und weiße Blüten. Die Kapselfrüchte tragen den schwarzen Samen, der die wichtigen Inhaltsstoffe enthält. Nigella sativa ist mit der Zierpflanze „Jungfer im Grünen“ (Nigella damascena) verwandt, deren ätherisches Öl als Parfum verwendet wird.

Anwendungsgebiete
Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Schwarzkümmel(öl) bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Abwehrschwäche
  • Asthma bronchiale, Husten
  • Erkältung, Fieber, Grippe, echte
  • Entzündungen
  • Fettwerte, erhöhte, Homozysteinerhöhung
  • Infekte der oberen Atemwege
  • Juckreiz, Neurodermitis
  • Krebserkrankungen
  • Leberentzündung, Vermeidung von Leberschädigung
  • rheumatische Erkrankungen
  • Verdauungsbeschwerden, Magen-Darmbeschwerden
  • Zuckerkrankheit
Links zu den Erkrankungen, bei denen Schwarzkümmel(öl) helfen kann