Thymian

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist ein Zwergstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit gegenständigen, kleinen graugrünen Blättern und kleinen violetten Lippenblüten, die in köpfchenförmigen Blütenständen beisammen stehen.

Die…

> mehr

Wie wirkt Thymian?

Sowohl Thymianöl als auch der Inhaltsstoff Thymol wirken im Laborversuch antibiotisch. Thymol zählt zu den am stärksten antibakteriell und antiviral wirkenden Einzelkomponenten etherischer Öle. Unter bestimmten Versuchbedingungen wird auch das…

> mehr

Anwendungsgebiete

Die Anwendung von Thymian wird vorwiegend durch Laborversuche und Anwendungsbeobachtungen der traditionellen Medizin gestützt.

Anwendungen, die auf der antiseptischen, entzündungshemmenden, krampflösenden und sekretionsfördernden  Wirkung beruhen, wurden wegen mangelhafter Datenlage in den Neunziger Jahren von der Kommission E nicht in den Anwendungskatalog aufgenommen.

Klinische Untersuchungen für die Wirkung von Thymol gibt es noch nicht. Laborversuche zeigen aber, dass Thymol zu den am stärksten antibakteriell und antiviral wirkenden Einzelkomponenten etherischer Öle zählt. Thymian wirkt nach ärztlichen Erfahrungen auch schmerzlindernd.  

Die Kommission E erkennt die lange Erfahrungstradition an und befürwortet die Anwendung bei Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis und Keuchhusten.

Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Hier gibt es gute wissenschaftliche Studien, die in ausreichender Zahl vorhanden sind und die Wirksamkeit der Heilpflanze bei dem genannten Anwendungsgebiet bestätigt. Die Bewertung der Daten nahm die Kommission E von 1978 bis 1995 vor und erstellte so genannte Positiv-Monographien.
  • Katarrhe der oberen Luftwege, Bronchitis, Keuchhusten

 

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Thymian bei

Die Wirksamkeit wird vermutet, ist aber noch nicht ausreichend belegt. Das heißt, bei diesen Anwendungsgebieten waren die Ergebnisse der bisherigen klinischen Studien nicht eindeutig oder es sind zu wenige Studien oder aus Kostengründen noch keine wissenschaftlichen Studien durchgeführt worden. Das Fehlen überzeugender Beweise für die Wirksamkeit der Heilpflanze bei diesem Anwendungsgebiet ist aber nicht gleichbedeutend mit deren Unwirksamkeit. Es kann durchaus sein, dass weitere Untersuchungen die Wirksamkeit in Zukunft belegen.
  • Appetitlosigkeit, Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion
  • Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhäuten
  • Krämpfe (spasmolytisch, für Thymol belegt)
  • Mandelentzündung
  • Mundgeruch
  • Rheumatische Beschwerden (Bad)
  • Verdauungsbeschwerden, dyspeptische Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen (nicht belegt)
  • Wundbehandlung: Antiseptikum (Mittel zur Hemmung von Bakterienwachstum, Vorbeugung von Infektionen)
Links zu den Erkrankungen, bei denen Thymian helfen kann