Vitamin A

Wechselwirkungen

Vitamin A und Fett: Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin. Als solches ist es auf die Anwesenheit von Fett und Gallensäuren abhängig. Bei ausreichender Fettaufnahme kann das Nahrungsvitamin A zu ca. 80% resorbiert werden.

Vitamin A und Eisen: Vitamin A stimuliert die Produktion bzw. Freisetzung von roten Blutkörperchen (Hämatopoese).

Vitamin A und Zink: Die Herstellung des Transport-Proteins von Vitamin A (RBP) ist zinkabhängig. Außerdem behindert ein Mangel an Zink die wichtige Umwandlung von Retinol in aktive Verbindungen (Retinaldehyd). Somit kann auch ein Zinkmangel Symptome eines Vitamin A-Mangels verstärken.

Alkohol verstärkt die toxischen Eigenschaften von Vitamin A.

Medikamente zur Geburtenkontrolle können den Vitamin A-Spiegel im Blut erhöhen.

Einnahme von Vitamin A über längere Zeit oder in größeren Dosen führt zu einer verstärkten Blutungsneigung. Die sollte insbesondere bei Patienten, die Blutverdünnungsmittel einnehmen berücksichtigt werden.

Verschiedene Medikamente zu Erniedrigung des Cholesterins (z.B. Cholestramin) reduzieren die Fähigkeit des Körpers Vitamin A aufzunehmen. Andere Medikamente dieser Klasse erhöhen den Vitamin A-Spiegel im Blut.

Eine Einnahme von Vitamin A sollte in diesen Fällen von einem Arzt beurteilt werden.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen

Zu hohe Dosen an „reinem“ Vitamin A sollten vermieden werden, sie können toxisch sein. Von einer Überdosierung spricht man ab einer täglichen Einnahme von > 3,0 g Retinol / Tag.

Eine Überdosierung kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Hautkrankheiten, toxischer Hepatitis und Sehstörungen „Doppeltsehen“ führen. Zahlreiche Untersuchungen am Menschen und Tier sprechen außerdem dafür, dass eine chronische Überdosierung zu einer unerwünschten Verringerung der Knochendichte mit erhöhtem Frakturrisiko führt.

Bei Schwangeren kann es zu Missbildungen des Ungeborenen kommen (Fehlbildungen des Herzens, des Gehirns und der Extremitäten).

Kinder sind besonders empfindlich auf eine Hypervitaminose A. Sie leiden unter Skelettanomalien mit Knochenschmerzen, erhöhter Hirndruck und Wachstumsverzögerungen. Nach Absetzten der Vitamin-A-Zufuhr werden die meisten Veränderungen innerhalb von 5-30 Tagen zurückgebildet.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung ist der Ansicht, dass künstlich zugesetztes Vitamin A außer in Margarine und Mischfetterzeugnissen nicht zur Anreicherung von Lebensmitteln verwendet werden sollte. Stattdessen sollte die Bevölkerung dazu angehalten werden, die natürlicherweise vorhandenen Vitamin-A-Quellen zu nutzen.

Anwendungsgebiete
Anwendungen unterteilt nach Wirksamkeit Gesicherte Wirkung (nach Einschätzung Kommission E/ESCOP) Für diese Anwendungsgebiete liegt ausreichendes und eindeutiges Material vor, um von einer Wirksamkeit auszugehen. Die Wirksamkeit wurde von den relevanten Bewertungskommissionen verbindlich festgestellt.
  • Vitamin A-Mangel
  • Nachtblindheit

Laut Volksmedizin und Ärzte-Erfahrung hilft Vitamin A bei

Es liegen zahlreiche Hinweise vor, die eine Wirksamkeit annehmen lassen, weshalb die Heilpflanze in der Praxis verwendet wird. Dennoch sind bisher nicht alle Kriterien erfüllt, die für eine volle Beweiskraft notwendig sind.
  • Akne
  • Arteriosklerose (unsicher)
  • Fortpflanzungsfähigkeit
  • Hauttrockenheit, überschießende Hautverhornung (Hyperkeratose)
  • Immunschwäche: Stärkung des Immunsystems
  • Infektionsschutz
  • Krebsbehandlung und Prävention (nicht gesichert)
  • Leukämie (APL: promyelocytische Leukämie)
  • Resorptionsstörungen: Ausgleich von Mangelsymptomen bei Resorptionsstörungen im Darm, bei Darmresektion, Leberzirrhose
  • Schuppenflechte
Links zu den Erkrankungen, bei denen Vitamin A helfen kann